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Nahalat tsevi · 1931-01-01 · Heft 3 (Januar 1931) · p. Seite 82

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 3 (Januar 1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 82 (sequence 12)
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52 nügt, d. h. sie darf sich nur in einer gottgefälligen Absicht damit befassen, wie es uns die Weisen s. A. gelehrt haben. Sie darf sich keinen Schlaf, nicht einmal den leisen Schlummer gestatten, bis sie die Gottesheiligtümer in ihrer Mitte sichergestellt hat. Dann werden leichtsinnige Stürmer schon von selbst fürchten, die Hand gegen sie zu erheben oder ihnen zu nahe zu treten, denn sie sehen, daß der Name Gottes auf ihnen ruht. Auch sonst wird es jemand, dem es nicht an Brot fehlt, bei dem Speise und Kleidung sowie alle Lebensbeziehungen geregelt sind, leicht fallen, sich gegen plötz- Lieh auftretende epidemische Krankheiten zu sichern. So wird es auch uns nicht schwer werden, uns gegen die krankhaften Erscheinungen der Zeit zu behaupten, wenn unser Gemeindekörper auf weise, vernünftige, rechte und gerade Weise geregelt ist. Wenn Thora, Awaudoh und Gemilus Chassodim in unserem Kreise unter dem Sonnenstrahl der Wahrheit, des Rechtes und Friedens blühen, so ist dem Tod die Möglichkeit benommen, sich bei uns einzuschleichen, Lug und Täuschung werden keine Ritzen finden, um sich mit ihrer Brut dort einzunisten. — Aber durch Lässigkeit wird das Gewölbe morsch, der Geist bestürzter Betäubung bringt keine Hilfe, und schlaffe Hände werden in der Stunde des Kampfes keine Rettung bringen; für den Krieg bedarf es der Ueberlegung und der Macht. Wacht daher auf! Wie dürfen wir schlafen? Seid stark und rüstet Euer Herz mit Festigkeit alle, die Ihr auf Gott harret, denn mit uns ist Gott. Ihr aber, Söhne meines Volkes, die Ihr mit Eurer Ver- Sammlung das alles veranlaßt habt, möchtet Ihr das zu Herzen nehmen, den Blick auf Euren bisherigen Weg richten, auf das, was Ihr in unseren Tagen getan habt und noch ferner tun wollt, und die Tragweite Eurer Absichten und Eurer Worte Euch zum Bewußtsein bringen. Wenn Euch das Verderben, das Ihr angerichtet habt, auch gering erscheint, wenn Ihr auch nicht einsehet, daß der Weg, den Ihr eingeschlagen habt, sich für unsere Zukunft schlimm und bitter gestalten wird, dem aber könnt Ihr Euch nicht verschließen: Sollten Eure Worte je Früchte tragen, so würde damit das Haus Israel in zwei Stücke gerissen, zur Schande vor unseren Feinden und zum Ruin unseres eigenen Erbes. Denn sobald diejenigen, die auf Euch hören, den Abfall vom

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