Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1921
- Issue
- Heft 5 (Mai 1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- Seite 93 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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— 93 — tung überliefertwerden sollen, wird und muß für sie aber eine Ehrenbezeichnung sein. Es muß die Assimilanten weit abrücken lassen von dem Standpunkte Spinozas, den besonders die Zionisten sich zu eigen gemacht haben, von dem Standpunkte dieses größten aller Assimilanten, der behauptet, daß das Judentum keine religiöse, sondern eine politische Berufung hatte und noch hat. Protokoll der Sitzung des Arbeitsausschusses des' Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft der Iiis Deutschlands. Verhandelt : Sonntag, den 8. Mai 1921, bei Herrn Erich Bayer, abends 8% Uhr. - Anwesend : Erich Bayer als Verbandsvorsitzender, Bruno Woyda-Berlin, Dr. Naumann-Liegnitz, Alfred Berger* Breslau. — Als Gäste: Curt Brienitzer, Rechtsanwalt Spitz, Lucie Jacobson, Walter Isaac, Gemeinderabbiner Dr. Vogelstein, Erich Schatzky. Bayer eröffnet und dankt allen Anwesenden für ihr Er* scheinen, insbesondere Herrn Dr. Vogelstein und den auswärtigen Delegierten. . Woyda-Berlin berichtet über das Preisausschreiben. Es wird ohne Debatte folgender Beschluß gefaßt: Als Thema: „Religiöses Gesetz und religiöse Gesinnung im Judentum". Das Preisrichteramt werden gebeten zu übernehmen die Herren Rabbineir Dr. Kellermann, Dr. Goldmann, Rechtsanwalt Stern, Bruno Woyda und Erich Bayer. Die beiden letztge» nannten erklären sich sofort zur Übernahme bereit. Es werden drei Preise in Höhe von Mk. 300.—, 200.— und 100 — festgesetzt. Bei der Firma Klämbt in Neurode wird eine Einbanddecke für die Mitteilungen in einer Auflage von zunächst 50 Exemplaren zum Preise von Mk. 5.— bestellt. Woyda-Berlin übernimtnit in allernächster Zeit die Regelung der Plakette und des Vereinsabzeichens. Ein Antrag des Iii-Potsdam auf Schaffung einheitlicher Statuten für alle Verbandsvereine wird mit Rücksicht auf die örtlichen Bedingtheiten der Vereine nach eingehender Aussprache abgelehnt. Es sind in letzter Zeit wiederholt Wünsche geäußert wördein, die Stellungnahme-der Arbeitsgemeinschaft zur Palästinafrage erneut zu behandeln. Der Arbeitsausschuß weist daher erneut auf die Resolution des letzten Delegiertentages hin, die nur von einem Delegiertentag geändert werden könnte.