Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1920)
- Date
- 1920-12-01
- Page
- Seite 259 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2550626-2550633-2550645--302-2551025- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 259 — dert. Es gilt aber nicht nur zu fordern, sondern auch selbst zu handeln. Nur wer teilnimmt am Gottesdienst, hat ein Recht, Forderungen zu stellen. Wer liberal sein will, muß sich entscheiden, ob er jung und damit liberal ist, oder aber er unjung ist und damit aufhört,' liberal zu sein. Wenn irgend wann, so bedürfen wir heute der Jugend, die liberal ist, dadurch, daß sie weiß, daß jede Zeit ihre Jugend verlangt, daß wir nicht nur Erben sein dürfen, sondern Eigenes erkennen müssen. Möge von Ihnen ausgehen eine Kraft, die unserer Gemeinde Segen bringt, unserer Gemeinde, für die Sie arbeiten und in der Sie die Jugend bleiben wollen bis in Ihr Greisenalter. Jung im Judentum und jung in der Liebe zu allem Großen und Guten." Dann sprachen die Vertreter der verschiedenen Vereine dem Iii ihre Glückwünsche aus. Es waren vertreten: Die Vereinigung für das Liberale Judentum in Deutschland und die Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-liberaler Jugendvereine durch Herrn Rechtsanwalt Stern, der Iii-Breslau durch Herrn Egon Dickmann, der .Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens durch Herrn Richard Cassel, der Verband der deutschen Juden durch Herrn Dr. Veit Simon, die Kameraden durch Herrn Martin Sobotker, der jüdische Jugendbund-Berlin durch Herrn Gundermann. Wohl jeder, der an diesem Abend unter uns weilte, ging mit dem Gefühl voller Befriedigung heim. In uns allen regte sich der aufrichtigste Wunsch und das stärkste Verlangen, weiter für und an unserer Sache zu arbeiten, alle unsere Kräfte in den Dienst unserer Idee zu stellen, auf daß wir bei unserem nächsten Stiftungsfest auf eine noch viel segensreichere und erfolgreichere Tätigkeit zurückblicken können. EllenLittmann, i. Schriftführerin. L Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine, Vorsitzender: Rechtsanwalt u. Notar Heinrich Stern, Berlin W 10, Friedrich-Wilhelmstraße 20. Kasse und Büro: Alfred Berger, Breslau VII, Höfchenstr. 61. Postscheck-Konto Breslau Nr. 17443. IL Verbands vereine. 1. Iii-Breslau: Vorsitzende: Erich Bayer, Karlstr. 13, Curt Brienitzer, Höfchenplatz 3, Rechtsanwalt Erich Spitz, Gutenbergstr. 4; Schriftführerin Else Nellhaus, Viktoriastr. 56. 2. Iii-Berlin: Vorsitzender stud. jur. Arthur Lilienthal, Berlin W 30, Eislebener Straße 4; Schriftführer Ernst Seligsohn, Berlin-Grunewald, Douglasstr. 30.