Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1920)
- Date
- 1920-12-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jagendvereine Deutschlands. Nr. 12 I Dezember 1920 | Jahrg. II Inhalt: Aufruf! An die Vorstände, Vertrauensleute und Mitglieder der Iii Deutschlands! — Chanukka. — Juda Makkabi. — Chanukka 1918. — Grundsätzliches zu unserer Vereinsarbeit. — Aus Bibel und Schrifttum. — Spender-Liste. — Delegiertentag der Arbeitsgemeinschaft. — Giündungsbericht des Iii-Münster i. W. — Zehnjähriges Stiftungsfest des Ui-Berlin. — Verbands- und Vereinsnachrichten. AUFRUF! An die Vorstände, Vertrauensleute u. Mitglieder der Iii Deutschlands! Anläßlich des bevorstehenden Chanukka-Festes wollen wir der Opferwilligkeit unserer Anhänger Gelegenheit geben, sich zu betätigen, indem wir Sie auffordern, um die Erfüllung der an die Verbandskasse gestellten großen Anforderungen zu ermöglichen, recht reichlich zu spenden. Insbesondere richten wir an die Vorstände der Verbandsvereine die Bitte, bei den Vereinszusamimenkünften Sammlungen zu veranstalten, und an uns abzuführen. Für die Verbandskasse der Arbeitsgemeinschaft der Iii Deutschlands. Der Kassenwart: Alfred Berger, Breslau VII, Höfchenstr. 61. Postscheckkonto: Breslau 17443. Chanukka, Von Rabbiner Dr. Lewkowit z-Berlin. So vieldeutig das Leben ist, so mannigfachen Deutungen auch geschichtliche Tatsachen unterliegen,—■ wie die Makkabäerkämpfe aufzufassen sind, darüber ist kein Zweifel möglich. Sie sind nicht nationale Freiheitskämpfe, gelten nicht der Aufrichtung eines selbständigen jüdischen Reiches, sondern der Priester Mathijahu und seine Söhne kämpfen für ihren Glauben, für das Lebensrecht der jüdischen Religion. Glaube und Volkstum sind zwar den Juden der Makkäbäerzeit noch nicht so scharf und klar geschieden, wie uns Juden der Gegenwart, war doch ihr religiöses Leben mit dem Leben ihres Volkes tausendfach verknüpft; aber wenn auch das nationale Empfinden mitschwingt, die Leidenschaft, die sie in den Kampf gegen die Syrier treibt, ist nicht erregtes Volks-