Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 8 (August 1920)
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 158 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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— 15Ö — Vorstand wähle, die auch wirklich die nötige Zeit hätten. Bei Mitgliedern?, deren Besuch und Teilnahme nachlasse, müsse persönliche Werbung in Wort und Schrift (persönliche Briefe) platzgreifen. Auch neu Eingetretene interessiere man am besten durch unausgesetzten Brief verkehr oder durch persönliche Besuche. Es sei zweckmäßig, von Zeit zu Zeit Einführungsabende neuer Mitglieder zu veranstalten, in denen ein Vorstandsmitglied kürz über unsere Bewegung referiere und den neuen Mitgliedern dann eine Tendenzschrift überreiche. Um das Interesse aufrecht zu erhalten, gewähre man von Zeit zu Zeit eine Buchspende, die von einem Schreiben begleitet werde. Solche Buchspenden solle man auch Auswärtigen als Ersatz für Verbandsmitteilungen übersenden. Das Interesse werde auch noch durch Schaffung besonderer Kommissionen gefördert. So habe man in Breslau eine Kommission für Gemieindef ragen, in der besonders die außerordentlichen Mitglieder arbeiten. Die „innere" Kommission habe den Hauptzweck, die Mitglieder selbst zur Vereinsarbeit heranzuziehen. Die Mitglieder dieser Kommission lüden neuere Mitglieder zu sich ein und führten sie in die Vereinsarbeit ein. W o y d a beklagt, daß die einzelnen Iiis fast gar keine Berührung untereinander hätten. Hierzu stellt Bayer den Antrag: „Jeder Iii muß einen Tätigkeitsbericht an die Zentrale nach Breslau schicken. Die Zentrale hat dafür zu sorgen, daß die Berichte regelmäßig eingesandt werden." Bayer fordert dann noch die Schaffung einer Verbandsbibliothek, die den Mitgliedern für Vorträge und Lektüre offen stehen solle. W o y d a schlägt vor, an die Liberale Vereinigung heranzutreten mit der Bitte, uns die Bjücher, die sie zur Besprechung gebraucht hat, zu überlassen. Die Anträge über Erstattung der Tätigkeitsberichte und Schaffung der Bibliothek werden angenommen. Herr Stern äußert sich gegen einen Statutenparagraphen, der den Antizionismus festlegt und begründet dies erstens1 damit, daß es viele religiös liberale Zionisten gibt, zweitens damit, daß dann Frankfurt ganz ausscheiden würde. Ihm erwidert Dr. Schweitzer, daß man nicht nach lokalen Verhältnissen über diese Frage entscheiden darf. Herr Lilienthal fördert einen einheitlich formulierten Tendenzparagraphen/wenn auch die einzelnen Iiis verschiedener Ansicht über die Zionistenfrage sind. Als Tendenzparagraphen legt Herr Bayer zwei Vorschläge vor, über die infolge der vorgerückten Zeit nicht mehr beraten werden kann. Sie sollen von den Vorständen der einzelnen Iiis durchberaten werden. Diese sollen dann ihr Einverständnis erklären oder Gegenvorschläge machen.