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Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands · 1920-02-01 · Heft 2 (Februar 1920) · page 1

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Journal
Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
Volume
1920
Issue
Heft 2 (Februar 1920)
Date
1920-02-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jugend vereine Deutschlands. Nr. 2 Februar 1920 Jahrg. II Inhalt: An alle unsere Leser! — Friede. — Gegenwart und Zukunft des Judentums. — Schrifttum und Literatur. — Spender-Liste. — Verbands- und Vereinsnachrichten. An alle unsere Leser! Das Purimf est steht bevor! Laßt dieses Fest nicht vorübergehen, ohne unserer Verbandskasse Euer Scherflein beizutragen! Ein jeder gebe, keiner schließe sich aus, auch die kleinste Gabe hilft uns, unser Verbandsorgan auszugestalten und/ unserer Arbeit den Erfolg zu sichern! Die Veröffentlichung der Namen der Spender erfolgt in der nächsten Nummer! Zahlt sofort mittels beiliegender Zählkarte! Friede. Von Stadtrabbiner Dr. Behrens, Göttingen. Was in vergangenen Tagen oft unsere Träume bewegte, was in der Zone des Kampfes in den tief aufgewühlten Seelen der Heimat die Gedanken beschwingte, ist nun Wirklichkeit geworden. Wenn jemals ein Erwachen den Menschen ernüchtert hat, so ist es dieses Mal der Fall gewesen. Die Unendlichkeit der Paragraphen wird keinen Neubau der Welt begründen, wird die Menschen einander nicht näher führen. Niemals wohl ist in der Geschichte ein solcher Mißbrauch mit dem edelsten Ziele getrieben worden wie bei diesem Abschluß einer erschütternden Epoche furchtbaren Erlebens. Was uns als religiös empfindende Söhne unserer Zeit besonders überrascht, das ist der völlige Mangel an Idealen, der uns in diesem endgültigen, brutalen Ende des Völkerzusammenpralls entgegentritt. Die Stunde ist gekommen, in der alle ernst denkenden, geistig interessierten, schöpferisch wirksame Repräsentanten der Menschheit die Welt aufrufen sollten, zur Menschlichkeit und Gerechtigkeit, zur Freiheit und zur Liebe zurückzukehren, wenn sie nicht an allen höheren Werten verarmen will.

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