Palästina-Nachrichten
- Journal
- Palästina-Nachrichten
- Volume
- 3 (1936)
- Issue
- Heft 6-7 (22.4.1936)
- Date
- 1936-04-22
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Die KKL-Anleihe Der vom RKL. unterbreitete Vorschlag zur Abänderung der Anleihebedingungen, über den wir in Nr. 3/ig36 berichteten, wurde nicht von der entsprechenden Majorität angenommen und ist daher hinfällig geworden. Eine Abänderung der Zins- und Tilgungsbedingungen erfolgt daher nicht. Soweit uns Zustimmungserklärungen zugegangen sind, sind diese hierdurch überholt. Es wird nun den Inhabern dieser Anleihe angeboten, den Rückzahlungsbetrag der ausgelosten Stücke und die am 1.3.36 fällig gewesenen Zinsen zum Erwerb neuer Debentures der gleichen Art zum gleichen Erwerbspreis von 5 £P pro Stück zu verwenden. Auch hierzu ist seitens der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung generell die Genehmigung erteilt, so daß die Einholung einer besonderen devisenrechtlichen Genehmigung für den Einzelfall nicht erforderlich ist. Italienische Kleinsiedlung in Nordafrika Als typisches Bild anderer landwirtschaftlicher Kolonisation bringen wir einen Bericht aus Nordafrika. (M., Mailand.) Die Vereinigung zur Kolonisation Lybiens hat ein umfangreiches Programm ausgearbeitet, das nach und nach der Wirklichkeit entgegengeführt werden soll. Die Körperschaft wird vom Staat finanziert und hat als Hauptauf gäbe die Urbarmachung der in Lybien für eine Kolonisation und die Besiedlung durch italienische Familien geeigneten Gebieten, in denen der Kleingrundbesitz entwickelt werden soll. Die einzelnen Landgüter umfassen je nach Lage und voraussichtlichem Ertrag eine Bodenfläche von 20—5o ha, die in anbaufähige Äcker eingeteilt werden. Wenn hierfür eine Möglichkeit gegeben ist, so wird von Anfang an ein bestimmter Teil des Landes der Kultur von Weinreben und Obstbäumen, Oliven- und Mandelbäumen, sowie für die Anlage von Gemüsegärten vorbehalten. Die Kolonistenhäuser sind, ebenso wie in den Gebieten der Urbarmachung im Mutterlande durchaus einheitlich gestaltet und bestehen neben einer Küche aus drei Wohnräumen, einem Stall mit Tenne und Lagerraum, einem Brunnen und einer Zisterne, wenn keine Wasserleitung vorhanden ist, sowie aus einem Backofen. Je nach dem Gebiet und der Ertragsfähigkeit wird die Vereinigung früher oder später einen Typenkontrakt einführen, der von der Kolonialverwaltung genehmigt werden muß und als Endziel den Übergang des Besitztums an den Bewirtschafter nach einer entsprechenden Zeit vorsieht. Während dieses Zeitraumes gewährt der Verband der Familie des Kolonisten technische und wirtschaftliche Unterstützung. Der Verband gewährt den Kolonisten zum Aufbau ihrer Landgüter Vorschüsse. Bis jetzt wurden auf dem Dschebel der Gyrenaika vier Ortschaften gegründet, ein fünfter derartiger Bevölkerungsmittelpunkt ist soeben im Aufbau begriffen; er befindet sich in der Ebene von Barce und wird im Laufe des Februars 1936 besiedelt werden. In jedem dieser Orte hat die Kolonialverwaltung eine Kirche, eine Schule, ein Haus des Faschismus, eine Carabinieristation und eine Sanitätsstation eingerichtet, für deren Betrieb sie Sorge trägt. Je nach dem Bedarf wurden Lebensmittelgeschäfte errichtet, die von einer selbständigen Unternehmung betrieben werden, wo die Kolonisten mittels Gutscheine alles erwerben können, was sie benötigen. Diese Lebensmittelverkaufsstellen sollen später von den Kolonisten selbst auf genossenschaftlicher Grundlage geführt werden. In den fünf, von dem Verband io35 errichteten Bevölkerungsmittelpunkten wurden insgesamt etwa Zioo Landwirtsfamilien mit einer Gesamtbevölkerung von rund 35oo Bewohnern angesiedelt. Eröffnung des Hotel-Neubaues „Gat Rimmon" Das neue Hotelgebäude — direkt an der Strandpromenade von Tel-Aviv und gegenüber dem alten Hotel „Gat Rimmon" gelegen — wurde vor einiger Zeit eröffnet. Die Architekten Werner I. Wittkower und U. Nadav haben diesen Bau, von dem wir in Nr. 3 bereits eine Skizze brachten, ausgeführt. Auch die gesamte Inneneinrichtung ist nach Entwürfen und Plänen der beiden Herren ausgewählt worden. w V« ° Mfe ' b 55Wr-> W ■ " . Hotel: C.at-Rimmon (Tel-Aviv) Architekten: Werner I. Wittkowei u. U. Xatlav (Tel-Aviv) Jedes Zimmer hat einen großen Balkon, so daß für frische Luft weitgehendst gesorgt ist. Das Hotel enthält ^8 Betten und eine große Anzahl von Einzelräumen; Zentralheizung, warmes und kaltes Wasser in jedem Zimmer, viele Räume mit Privatbädern, Telefon in jedem Raum, etc., ist also mit einwandfreiem europäischem Komfort ausgestattet. Ein eleganter Speiseraum, Schreibräume, eine entzückende Bar vervollständigen die Einrichtung. Direktor des Hotels ,,Gat Rimmon" ist Herr Leonhard Weissbrem. Ze. BEZUGSQUELLEN I schre.bmasch.nek | | wwelen FÜR AUSWANDERER l BEKLEIDUNG BEKLEIDUNG UND AUSRÜSTUNG FÜR PALÄSTINA von JOCKEY CLUB (ALBERT MÜLL ER) Nürnberg-A Königsfrasse 40 JAMES DRESDNER Spez. Raisemasch. hebr. u. englisch Berlin W15, Ludwigkirchstr.7 J 2 Oliva 4261 (bis 1 u. ab 7 Uhr) Schreibmaschinen alle Marken Iwria (rrisy) «Schreibmaschine ReisesContinental RM 198.— An- und Verkauf. Reinigen imAbonncment / Älteste jüd. Fachwerkstatt Ing. Friedrich Rofhholz Charlbg.4,\VielanfIstr.18 Steinpl.d 5433 POS EN & ben AnundI Verkauf a. Privatbesirj. r\ _ _ _. Stets GelegenheifOSEN *en in B»llanfen undSilberbestecben FRANKFURT a. M., KAISERSTR. 5 RADIO ROLF FEDER M. d. j. G. 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