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Palästina-Nachrichten · 1936-02-14 · Heft 2 (14.2.1936) · p. Seite 4

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
3 (1936)
Issue
Heft 2 (14.2.1936)
Date
1936-02-14
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Schutzzölle helfen der Industrie Nach zweimonatigen Yorarheilen des Ständigen Komitees für Handel und Industrie, das unter dem Vorsilz des Schatzmeisters der Finanzableüung hei der palästinischen Mandalsregierung gehildcl ist, hat die Regierung am 22. 1. 3ß eine Reihe von Schulzzöllen für die Industrie geschaffen und zugleich Zollfreiheil für verschiedene Rohmaterialien angeordnet. Wie dringend die Mandatsregierung die Maßnahmen ansah, geht daraus hervor, daß sie unter Umgehung der üblichen Gesetzgebungsmaschine, bei der sonst gesetzliche Maßnahmen durch Veröffentlichung von Gesetzentwürfen vorbereitet zu werden pflegen, die neuen Zollvorschriften „als im öffentlichen Interesse unumgänglich notwendig" sofort in Kraft setzte. Die Schutzzölle kommen insbesondere der Eisen- und Metallindustrie, dem Texlügewerbe, der Parfümerieindustrie, Papierfabrikation, den Ziegeleien, der Nahrungsmittel- und der Elektrobedarfsinduslrie zugute. Außerdem wurde für Getreide und Mehl ein gleitender Zollsatz eingeführt. Im einzelnen sind die neuen Zolltarife die folgenden: I. Zollerhöhungen: Tarif nr. Warenbezeichnung 8 A 1 u m in i u m w a r e n statt bisher 3o jetzt 00 Müs je kg; Bedruckte und gefärbte B a u m w ollst ü c k g u t - waren : 91 über i 'io und unter 170g je qm: 20 "ji vom Werl oder 33 Müs je kg, je nachdem was höher ist, 92 über 170 und unter 200 g je qm: :>5«o vom Werl oder 3i Müs je kg. je nachdem was höher ist, 9 3 über 200 und unter 2 log je qm: ■>.~)t>'t> vom Werl oder 3o Müs je kg. je nachdem was höher ist. 9I über a/jo und unter 280 g je qm: 2.">"o vom Werl oder 28 Müs je kg, je nachdem was höher Ist. 95 über 280g je qm: :>5»o vom Werl oder 27 Müs je kg, je nachdem was höher isl. 122 Möbel der folgenden Art (ausschließlich geschweiften Ilolzmöbeln). ganz oder hauptsächlich aus Holz hergestellt: Tische, Slühle. Sessel. Schränke. Kästen. Bellen, Garderoben, Sofas und Büchergestelle 2f)<lo des Werls, bisher if)»o vom Werl, Stahl- und Eisenmöbel der folgenden Art: Tische, Slühle vf)",. des Werls, bisher 1 .")"■,. des AVerls, andere Möbel if)"',. des AVerls, wie bisher: 181 Ei sen nä gel über 20 mm lang: ai glänzende Drahlnägel ('zylindrischV ausgenommen solche mit einer Länge von 13 und 13.5 mm. mit einer Dicke von nicht weniger als 2.1 und nicht mehr als 2,2 mm 1.5 Müs je kg. bisher 3 Müs. b) andere Nägel und glänzende Drahlnägel (zylindrisch) 13 mm und ^3.5 mm lang, von einer Dicke von nicht weniger als 2,t und nicht mehr als 2.2 mm 3 Müs je kg. bisher 2 Müs je kg: 182 a) glänzende Drahlnägel (zylindrisch) 7.5 Müs je kg. bisher 5 Müs, h) andere Eisennägel, eiserne Krainmen. Nieten, Schrauben und Hufnägel 1 Müs je kg. wie bisher: 220 (geändert): Gußeiserne Rohre stall bisher 1 jetzt 3 Müs je kg: 2SO Kleidungsstücke aus Seide und Kunstseide, die nicht an anderer Stelle genannt sind: (0 (Mieder, Gürte] und Büstenhalter) unverändert, (2) (Korsells) unverändert, (3) Damenkleidung Ion des Werls, (f\) Andere Kleidungsstücke 3o"„ des Werts, bisher 2o°!>: 286a Kleidungsstücke aus anderem Material, die nicht anderswo genannt sind: (r) (Mieder, Gfirlel und Büslenhaller) unverändert. (2) (Korsells) unverändert, (3) Pyjamas. Hemden, Trikolunlerkleidung. Strickkleidung 2 2,5c'« des Werts, (4) Andere Kleidungsstücke :»o«',i des Werls, bisher i5<y: Diese Positionen sind auch weiler spezifiziert. II. Spezifizierungen: 209 a) Parfüm er ien 2Öo/o vom Wert, b) Kölnisch Wasser oder andere Parfümessenzen, die mehr als 5o«/o Alkoholvolumen enthalten, 200 Müs je Liier; 2 /j /ja Naturseidenge webe einschließlich solcher, die mehr als 200/0 Naturseide enthalten: a—c) (Plüsch, Damast, Jacquard) unverändert, d) Krepp: (1) Ungebleicht, gebleicht, gefärbt in Garn oder Stück in einer Farbe, mit Ausnahme von Satin-Oberfläche: I. unter 80 g Gewicht per qm 600 Müs je kg, II. über 80 g Gewicht per qm /joo Müs je kg, (2) anderer: I. unter 80 g Gewicht per qm 900 Müs je kg, II. über Sog Gewicht per qm 600 Müs je kg; 2 /19b Strümpfe: a) (1) merzerisierte Baumwolle, Wolle oder Gemisch beider, oder gemischt aus ihnen mit Kunstseide, wenn der Seidenanteil 200/0 nicht übersteigt, 10 Müs je Paar, (2) Kunstseide oder Material, das mehr als 20% Kunstseide enthäll, 25 Müs je Paar; III. Neue Schutzzölle: 18a Runde und flache Trockenbatterien für Taschenlampen und elektrische Leuchlsläbe /|5 Müs je kg; 3ia Schrauben und Muttern 7,5 Müs je kg; 37b Eisen- oder galvanisierte Eimer bis zu 28 cm Dmr. 27 Müs je Slück, über 28 cm Dmr. 3i Müs je Stück; 53a G ußeiserne Waren folgender Art: Mannloch,Mannlochdeckel, Giller. Gitterrahmen, Abfluß- und Hydranlenkäslen 5 Müs je kg; 100a Elektrische L i ch t z u be hö r l e i 1 e , ganz oder hauptsächlich aus Metall hergestellt, 25% des Wertes; 1 11a S p ü 1 k ä s l e n 100 Müs je Stück; 179V A u I o a k k u m u 1 a t o r e n und -b a 11 e r i e n 20 Müs je kg; I ' 2 32a P rim u s k o c h e r und -brenn er, oder Kocher und Brenner ähnlicher Art, 200/0 des Werts; 21 ob S a u e r k r a u l 25 % vom Wert; 3<>oa Drahtnetz, das nicht als Moskitodrahl zollfrei ist. 2 0 0'n des Werts. Die Zollerhöhungen betragen bei manchen Industrieerzeugnissen 20—0oo„. bei einzelnen wurden sie verdoppelt und bei einer Warengatlung (Gußeisenrohre) sogar verdreifacht. Gleichzeitig mit der Schaffung der Schutzzölle wurde Zollbefrei ung für eine Reihe von Rohmaterialien der palästinischen Industrie sowie verschiedene andere Einfuhrartikel gewährt. Im einzelnen handelt es sich um: Schweißapparale, Bleibarren, Zinkbarren, Terpentin, Paraffinwachs, Raffia, Verkehrsflugzeuge, Heißgewalzter Flußstahldraht und Streifen in Spulen, Asphaltspritzmaschinen, auch wenn sie nicht für öffentliche Arbeiten verwendet werden, Goldmünzen und Metallgeld, Banknoten und anderes Papiergeld, Goldplallierler Draht, palladium coü and feispar. Auf Grund dieser Industrieförderungsmaßnahmen der Mandalsregierung wurden die bekanntlich infolge des ausländischen Dumpings seil dem Sommer 1935 geschlossenen Meshi Silk Mills in Ramat-Gan bei Tel-Aviv wieder 'eröffnet. Von den ö8 Webstühlen des Unternehmens sind bereits 2/1 in Betrieb genommen worden und die restlichen sollen in diesen Tagen zu arbeilen beginnen, so daß in etwa zwei Wochen die volle Produktionskapazität wieder erreicht ist. Die Fabrik soll dann rund 100 Arbeiter beschäftigen. Der neue Zoll für Seidenkrepp stellt eine Erhöhung des bisherigen Satzes um 5oo/0, der für Seidenkleidung eine Verdoppelung dar. Nachdem der Zoll für Seidenstrümpfe von 10 auf 25 Müs je Paar erhöht worden ist. soll in Kürze auch die bald nach Meshi geschlossene Strumpffabrik ..Gere\".in Ramat-Gan wieder eröffnet werden. PROSPEKT- BEILAGE / Dem deutschen Teil unserer Auflape liegt ein Prospekt des FAMILIENSCHUTZ. Berlin W 8, Taubenstr. 35 über die Bedeutung der Leibrente bei 4

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