Palästina-Nachrichten
- Journal
- Palästina-Nachrichten
- Volume
- 2 (1935)
- Issue
- Heft 18-19 (17.10.1935)
- Date
- 1935-10-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Das in nachstehendem Artikel angeschnittene Problem hat verschiedene praktische Lösungen bereits gefunden— ohne daß natürlich die gesamten Fragen dps Transfers hierdurch gelöst werden . können/ (Die Schriftleitung.) Unter den verschiedenen Formen des Eigentransfers (gewerbliche und industrielle Gründungen, Beteiligungen, Effekten und dgl.)' erscheint als ein solider und zweckmäßiger Weg der Bau-Eigentransfer. f Hierunter ist die Benutzung vom Vormerk- und Transferguthaben (Kto. I) zum Ankauf von Baustoffen zur Errichtung von Bauten auf eigenen oder von hiesigen Grundbesitzern I .zum JLwecke einer-Bausozietat zur Verfügung gestellten Grundstücken zu verstehen. Bei der Durchführung von Eigentransfer jeder Art haben die Transferenten im Regelfalle nicht unerhebliche Verluste auf sich zu nehmen. Das ist auch beim Bau-Eigentransfer der Fall, jedoch mit dem Unterschied, daß hierbei mit einiger Sicherheit erwartet werden kann, den Verlust oder genauer ausgedrückt.. — . den Mehraufwand angemessen zu"*verzinsen oder innerhalb gewisser Zeiträume auszugleichen, wenn es gelingt, durch Zusammenschluß günstigere Bedingungen bei der Bodenbeschaffung, beim Materialbezug und gegenüber dem Bauunternehmer zu erwirken. ' Zwischen den Baustoff preisen rder üblichen , Bezugsländer Palästinas und denen Deutschlands bestehen je nach Art des einzelnen Baustoffes größere oder geringere Differenzein. Sie bewegen.sich zwischen etwa iO—Wo/0. Im Durchschnitt muß man bei Baustoffen für einen Normalbau guter Ausführung mit einer höheren Preisstellung (auf Basis der Cif-Preise) von etwa 22^-25o/0 .rechnen.'-Dazukommt ein Tränsferspesenbeitrag an, die Ha'avara von io.o/o, der sich bei Anschluß des TTaÄsferenten an Sainmelbezüge auf etwa 5—7 °/o ermäßigen kann. Man soll;in Transfer-Baustoffen allgemein nur etwa 30o/q der Gesamtbaukosten eines Baues hiesiger normaler Herstellungsweise einbauen. Dazu ist folgendes zu sagen: a) von den gesamten Baukosten entfallen bis zu 50o/o auf das Material. b) von Gesamtmaterial selbst können etwa 600/0 in Transfer- Baustoffen bezogen werden. — Beispielsweise (nach einer Durchschnittsrechnung .aus verschiedenen Bautypen) : . .12 0/0 in Eisen verschiedener Art, , 200/0 in "Zement, 160/0 in Kacheln und Zusatzstoffen verschiedener Art, 120/0 in sanitärem Material (sogenannte Objekte), 2 0/0 in Elektro-Material, zus. 62°/o des Gesamtmaterials, wobei sich der Prozentanteil der verschiedenen Gruppen je nach Bauart im EinzelfalleWerschiebt. Diese 620/0 betragen, auf die Gesamtbaukosten bezagen, 30 0/0. Trotzdem die Transferbaustoffe aus ökonomischen Gründen nur ein Drittel der Baukosten decken sollen, bietet auch die Finanzierung des G&samtbaues in vielen Fällen keine unüberwindlichen Schwierigkeiten. Bei der gegenwärtigen Geldflüssigkeit im Lande sind erste Hypotheken in Höhe von Ü5—60o/o der Baukosten/je nach Lage des Grundstücks, zu er^ halteji. Es verbleiben noc|i Finanzierungsnotwendigkeiten für einen Baurest von etwa 15—25o/0. Hier müssen wir Transferenten unterscheiden, die bereits eingewandert sind und flüssige Mittel und Grundbesitz im J^nde besitzen und solchen, die darüber nicht verfügen. Die ersten werden in der Lage sein, einen Alleinbau durchzuführen, die zweiten werden eine Bausozietät eingehen, für die der Partner möglichst den Boden und die flüssigen Restmittel zu liefern haben wird. Rechnerische Beispiele, die die vorstehenden allgemeinen Ausführungen erläutern, können leider im Rahmen dieser Veröffentlichung nicht gegeben werden. - Es soll an dieser Stelle aber noch ab w^es£ntlich_gesagt ^ejdeiv daß sich'auf der Gründlage dcr Heutigen Bau- und Mietpreise und bei zweckmäßiger^ Ausnutzung des Grundstücks die Rentabilität eines Transferbaus auf etwa .1.00/0 stellt Dr. L Bechho&Tel^Aviv ^^ggggjj' Ein praktisches^ Beispiel für „Bau-Transfer* geben nachstehende Ausführungen. Jedoch ist diese Möglichkeit nicht an eine Einzahlung oder Vormerkung für Sonderkonten gebunden. Seit einiger Zeit beisteht die Möglichkeit, mit Genehmigung der zuständigen Devisenstellen deutsch-jüdischen Auswanderern'die Möglichkeit m einem Eigentransfer auf der Grundlage zu bieten, daß der Auswanderer durch Mitnahme eines BnMfr-/tfa&af.n-Hgu}ei foffft seinnr sonst in Deutschland zurückbleibenden Vermögenswerte in eigenem Hausbesitz in Palästina investieren kann. Gegenüber dem sonstigen Transfer über die Sonderkonten und dem Vorzeigegeld ist dieser Haustransfer als ein rein zusätzlicher anzusehen. Die technische Eigenart der Böhlcr- ,Massiv-Bauten gestattet Lieferungen für Stahlskelett- und sonstige Ilausbestandteile bis zu einem Anteil von Coo> Baukosten des Hauses aus Deutschland. Wegen des - hindurch ermöglichten zusätzlichen deutschen Exportes haben die Pc- £& nach PALÄSTINA' Der neue regelmäßige Schnelldienst Triest-Haifa mit dem modernen 10000-Tons-Ein kl assendampfer TEL-AVIV Nur eine Klasse von höchstem Komfort; fließendes Wasser, kalt und warm, in jeder Kabine. Große, schone Gesell* schaftsräume,Sporta^ck,Schwimmbassin usw. Alle Bequemlichkeiten an Bord« Erstklassige rituelle Verpflegung. NAdisfe Abfahrtent Ab Triest 1 Ab Haifa» ~D. Tel-Aviv . . . . D. Tel-Aviv . . . . . . 25, Okt. 8. Nov. 22. Nov. 6. Dez. 12 Uhr 12 Uhr 12 Uhr 12 Uhr 18. Ok». 13 Uhr 1. Növ. 15 Uhr 15. Nov. 15 Uhr 29. 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