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Palästina-Nachrichten · 1935-08-31 · Heft 16 (31.8.1935) · page 1

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
2 (1935)
Issue
Heft 16 (31.8.1935)
Date
1935-08-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
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^p?fß^X' utviik7;i;w<:NM;M« ZEITSCHRIFT FÜR WIRTSCHAFTSENTWICKLUNO IM VORDEREN ORIENT Palästina News. Periodical for the Promotion of ine economic cjevelopment of the Near East rlLüJ »Jü j»--,.4.:.U,;,tt jLfcl j tfaÜSVl ^xiv'-pK nirt* n^sVa.n mnnsnnV pny ,.3nj?n m.?nn V«rl«9 imsl KöstoflbMinv Barlih SW19, Neue Granrtrarja 3Q. Fa^sbracheri A 6 Markur 7413« — Generalvertretung för Palästina i H e i n x Z i m a n n, Tal* Aviv, Dlxerigoflifr. IS?. ~ Die P. N. ersch#4n*.n zweimal im Monat. Bezugspreis für" Deutschland, Österreich und DanxTg RM 1,20 pro. Quartal, alt« anderen Llinder RM 1.50, Postscheckkonto Barlin 3799t. Anzeigen laut Tarif Anzelgerr*Generalvertretung: Herbert Hirsch, Barlin SW19, Neue Grunstrafje 30 SJiriWeifung: Dr. E F. Ascher Berlin, 31. August 1935 Jahrgang II Nr. 16 Die vorderasiatisch-nordostafrikanische Landergruppe, die man landläufig als „Orient*4 bezeichnet, wird heute vielfach noch von Industriellen und Exporteuren Mitteleuropas — im Gegensatze zu denen Englands, Belgiens, Amerikas, Japans —^ als Absatzmarkt stark unterschätzt. Wenn sich aber schon Bemühungen zeigen, diese Gebiete energischer zu bearbeiten, so setzt man oft den Hebel an der verkehrten Stelle an. Es wird nicht selten übersehen* daß sich die wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse im Orient seit der Vorkriegszeit, zumal seit der Auflösung der Zoll ein- Vheit der ehemaligen Osmänen-Monarchie, von Grund auf umgelagert haben. Nicht mehr Smyrna oder Beirut oder Alexandrien ist heute die „Generalagentur der Levante", das beherrschende Zwischenhandelszentrum, von wo aus man die Fäden des Vertreternetzes über die ganze gewaltige Wirt-, schaftszone ausspannen muß. Vielmehr haben sich neben diese Plätze der „alten** Levante-Tradition heute die jungen' Handels-Emporien des „neuen** Palästina gestellt, die Doppelstadt Tel-Aviv—Jaffa und der Welthafen Haifa, der im letzten Jahr Manila und Kapstadt an Tonnage-Ziffer übertroffen hat. Umfassendes Zahlenmaterial, das schlaglichtartig den weltwirtschaftlichen Aufstieg des Orientsund innerhalb des Orients wiederum den-Positionsgewinn-Patästm : uns soeben von der volkswirtschaftlichen Forsdiungsabteilung des Völkerbundes zur Verfügung gestellt; Die nachstehende Tabelle beleuchtet den Verlauf der Waren-Einfuhr des Orients- Vom letzten Welt-Hochkonjunktur-Jahr 1929 bis zum internationalen Depressionsjahr 1934 und konfrontiert ihn mit dein „Welt-Import**, d. h. der Summe der Importe sämtlicher am Welthandel teilnehmender i65 Länder der Erde. Die Wert-Einheit ist der internationalen Vergleichbarkeit halber der „Gold-Dollar" (gleich RM. 4*20). Die Umrechnung aus den Valuten der einzelnen Länder erfolgte auf Grund mathematisch ermittelter Jahres-Schlüsselzahlen. Import des Orients 1929—1984 Während die Aufnahmefähigkeit des Weltmarktes für Importwaren— immer auf Goldbasis gerechnet — bis in die neueste Zeit unaufhörlich zurückgegangen ist und zuletzt nur noch knapp 34 Prozent ihres Umfangs von 1929 erreicht hat, konnte der Import des Orients 1934 bereits wieder eine gewisse Erholung aufweisen und behauptet nach.diesem letzten Ergebnis rund 4* Prozent seines Höchststandes von 1929^ — wobei man bedenken muß, <Jaß von seinen 9 hier behandelten Territorien nicht weniger ab 6 (Ägypten, Irak, Pa-, lästina, Sudan, Aden und Cypern) dem Bereich der Sterlingeritwertung angehören.' InT Ganzen ist der Orient von der viv internationalen Krise nicht so stark erschüttert worden wie die übrige Welt und hat sich rascher wieder erholt was zu verstehen ist, wenn man bedenkt, daß vom Sudan bis: .. - V l< ■ llllll(tllllllllllllllV|llll)lllllll|llllllll|fl|||||l|ll|lll|||lll(lll||lllllll|IIIIIIMII1IIMIIIIIIIillltltlltllllll 153?A*te*U UHedcdujil 1 Mit der leider üblichen Verspätung hat kürzlich das in . Haifa residierende Zoll- und Hanilels-Deparlernent ül>er die Entwicklung des .palästinensischen Patentwesens im Jahre 1934 berichtet, wober sich interessante Vergleiche mit früheren Jahren ergäben, wie nachstehende Tabelle zeigt. Patent-Anmeldungen in Palästina:?93o: 25 193.2: 63 I93i:45 1933:90 ^93/»: 198 ' Von den 198 Patent-Anmeldungen des Jahres 1934, dieser Rekordzahl, die eine Versechsfachung innerhalb eines Jahrfünfts darstellt, kamen je 99 von palästinensischen und ausländischen Antragstellern, unter welch letzteren Großbritannien mit 26, Deutschland mit 2.5, die Schweiz und Österreich mit je 7, die USA-* mit 6 ^md Frankreich mit 5 Anmeldungen an der Spitze stehen. -Biesem-Andrang^dei^ETfinder gegenüber hatbedaucrliclierweise der Verwaltungsapparat des palästinensischen Patentamtes kraß versagt. Von jenen 198 Patentanmeldungen des Jahres ig34 konnten nur 45 gearbeitet werden, wobei 9 in 1 negativem,-.36 in positivem Sinne erledigt wurden. Die übrigen i53 Anmeldungen mußten zunächst liegen bleiben, ungeachtet der damit verknüpften Schädigung wirtschaftlicher und technischer Interessen Palästinas und des Auslandes. Was will die Mandalverwaltung tun, wenn in vielleicht garnicht ferner Zeit an ihr Patentamt tausend Patentanmeldungen jährlich herantreten werden? Wird man auch dann noch vom unvorhergesehenem Andrang sprechen und die Erledigungsmaschinerie völlig ins Stocken geraten lassen? Ein Zeitüngsinserat genügt heute, um der Palästina-Regierung aus den Reihen der Einwanderer Dutzende von tüchtigen Juristen und Technikern für ihr Patentamt nachzuweisen. Warum also das Zögern im zeitgemäßen Ausbau? Und diese Frage haben wir leider im palästinensischen Alltag nicht bloß an das P tentamt,sondern auch noch an viele andere Amtsstelhm V richten. «M1UI«IIIIIIIIIIIIM««III|IIIIIIIIIIIIIMII|IIIIIII(I««IIIMII«MI«IMMIMIIMHII*M$MMIMIIIMIMIMMIMIIIIIIII \ Iran allenthalben staatliche oder private Initiative sich umfassend bemüht, die Produktion^ das Verkehrswesen; den Konsum zu modernisieren. Einen Maßstab der neuen Welthandelsposition des Orients bietet folgende Übersicht. _

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