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Palästina-Nachrichten · 1935-06-30 · Heft 11-12 (30.6.1935) · p. Seite 5

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
2 (1935)
Issue
Heft 11-12 (30.6.1935)
Date
1935-06-30
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Ah zweites großes Nachbarland hat Palästina mit Ägypten jetzt die Verhandlungen mit dem Ziel eines Handelsvertrages aufgenommen. Bei der prinzipiellen Bedeutung dieses Vertrags toollen wir Problem, Ergebnis und Kritik etwas ausführlich brintjen: das tcqtbhis 31. Mai. Am 3j. Mai wurde ein Handelsvertrag zwischen Ägypten und Palästina unterzeichnet, der ansehnliche Zöll- und Ftachtefmäßigungen in beiden Ländern sowohl für landwirtschaftliche ds auch für industrielle Artikel vorsieht» Es wird eine Liste der beiderseitigen Waren aufgestellt, welche als Spezialartikel des betreffenden Landes anzusehen sind und in dem anderen Vertragslande besonders begünstigt behandelt werden sollen. Vertreter der beiden Partner werden jährlich zusammenkommen] um die Entwicklung zu prüfen und das Abkommen nötigenfalls zu revidieren. - Ägypten hat eine Zollsenkung für Palästinaoraiigen von \5 auf 2 £P. pro Torine bewilligt, jedoch nur für die Sommer- \monate> wodurch das Zugeständnis praktisch fast entwertet Wird, außerdem Zollermäßigungen für Melonen und für Waschseife. datVAMunw^ Kairo (Palnews). Die ägyptische Zeitung „AI ßalagh" kommentiert: Es bedarf keiner starken Einbildungskraft, um.' das Objekt der palästinensischen Wünsche zu erkennen. Der palästinensische Export nach Ägypten ist von 293 000 , £E. im Jahre 1981 auf it\o 000 £E. im Jahre 1934 gesunken, während der ägyptische; Export nach Palästina in der gleichen Zeit von 270 000 £E. auf 420 000 £E. gestiegen ist und den palästinensischen Export um das .Dreifache übersteigt. V-Dcr Grund dieser Entwicklung .besteht'in den Maßnahmen der Regierung Sidky Paschas vom Jahre 1931, die die ägyptischen A^rarprodukte gegen die palästinensische Konkurrenz schützen sollten. Vor ig3t wurde: derägyptische Bedarf an Orangen und Wassermelonen von Palästina gedeckt. Durch die Zölle Sidky Paschas, die vor allem die ägyptischen Bauern zum Frucht- und besonders Orangen- und Mandarinenanbau er- Dizengoff in Europa Der Bürgermeister von Tel-Aviv, Herr Dizengoff," ist am 27. Juni zu einem längeren Europa-Aufenthalt in Triest eingetroffen. mutigen sollten/ging der palästinensische Export bis auf den Nullpunkt zurück. Gleichzeitig wurde der ägyptische Anbau so stark'äüsgedeliiit, HaßTÄgyptcn bereits jetzt mehr als den lokalen Bedarf an Zitrusfrüchten produziert. Niemand hat von Sidky Paschas Politik so glänzende Erfolge in so kurzer Zeit erwartet. Aber auch Palästina hat sich seit hj3i fortentwickelt und mit jüdischem Kapital eine Industrie aufgebaut, die in Uetc SUenUac, TüUcec des IndüddevufatHcks And HtifyUed du C6mmssiöH: (Palnews). — Die palästinensische --Delegation m;u'hle folgende Vorschläge: 1. Ermäßigung des Zolls jauf palästinensische Zitrusfrüchle und Abnahme von mindestens i,i> Million Kisten jährlich; Erleichterung des Exports der Nabluser Soi fo und 3. der palästinensischen Wassermelonen; \\ Abnahme von palästinensischen Industriegütern im Betrage Von 200000 £P. jährlich. Ich muß hervorheben, daß uns ägyptischerseils^ ein sehr herzlicher Empfang zuteil wurde. Sowohl der britische IIigh Commissiojier» in Ägypten wieder ägyptische Kin.uizininister und alle übrigen Minister legten großes Interesse für Palästina und die llandclsbeziehungcn zwisclien beiden Ländern au den 'l'ag. . Die ersten Sitzungen waren der Untersuchung der Zoll- und Transportverhältnisse zwischen beiden "Länderngewidmet. Auf die Fragedes palästinensischen Wassermelonen- und Seifen-, exporlesr wurde viel Zeit verwendet — zwei Prägen, die zur Verzögerung der Verhandlungen und Diskussionen rührten; Die bis jetzt erreichten Ergebnisse sind die folgenden: , 1. Ägypten reduziert den Seifenzoll um 1,5o £K. peiTonne; a. wurde eine kleine Ermäßigung des Zolles und Frachtsatzes für Wassermelonen währendzweier Monäle gewährt; . 3. wurde eine Senkung des Zolles auf -palästinensische Grapefruit —: und . 7|. eine unbedeutende -'^Konzession--- für den (Jrar^gentixport nach dem 1. Mai erreicht. Weiler hallen wir die Aufstellung einer Liste palästinensischer Waren, für die wir zollpolitische Konzessionen erstreb^ Ägypten; Syrien, int Irak und m anderen arabischen Ländern Absatz suchen muß. Xutd was ßaiäsüha dazu sagt . . Tel-Aviv (Palnews). — „Der palästinensische Delegalions- ■fuhrer, Mr. W. J. Johnson, erklärte sich vom Gang der Verhandlungen sehr befriedigt, die ägyptische Regierung habe einige sehr wesentliche Zolluhd Erachtkonzessionen für palästinensische Produkte gemacht, die die ungünstige Handelsbilanz Palästinas mit Ägypten verbessern dürften." mhs€c BeM In Kairo ist nach nur dreitägigen Verhandlungen der neue ügyptisch^palästinonsische -1Jandelsvcrtrag "provisörJsctf" tu 1 (erzeichnet worden. Was bisher über den Inhalt bekannt wurde, hat in palästinensischen Industrie- und Exportkreisen stark enttäuscht, tK L *Ä S T I N A - REISEN U n s e r Spezial büro befIndet sich unverändert u. ausschließlich: Kurfürstendamm 224 Schiffskarten, JS^e_sel Ischaf tsr eisen Visaberatung für To u r hs t e n S teu er Ii c he und De v i s e n t e c hn i sehe B e r a t u n g f ü r A u s w a n der er Vorbereitung u. Durchf ührung der Anträge Treuhand-Abteilung Leitung; Dr. Bernhard Spitz Deut schlanchPalästi na Verkehrsges. m. b. h. Leitung: Dr. Ei F» Ascher Berlin, Kurf ürstendamm 224, Ecke Meinekestr,, J1 Bismarck 3124

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