Palästina-Nachrichten
- Journal
- Palästina-Nachrichten
- Volume
- 2 (1935)
- Issue
- Heft 10 (3.6.1935)
- Date
- 1935-06-03
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2550047-2550067-2550076--254-2550427- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
Ugt, andererseits'aber können wir die Vorteile einer Situation ausnutzen, die uns ohnehin darauf verweist, die Stufe des Produktionsprozesses beim importierten feisen und Metall zu wählen. Wenn wir nun sagen, daß wir für diese wichtigsten Verbrauchsgruppen von Eisen und Metallen, das heißt für Produktionsmittel, ohnehin nur solche Materialien einführen können, die bereits, mögen sie auch nur als Ölockmetall in dic^ Erscheinung treten, einen erheblichen Teil des Produktionsprozesses durchlaufen haben, dann müssen wir aber auch eine zweite Komponente ^dieses ganzen wirtschaftlichen Kraftfeldes in Bettacht ziehen, Welches man mit dem Begriff Produktionsmittel umschreibt: Das ist die Frage nach dem Vorhandensein eines ausreichend großen und geschulten Stammes von Facharbeitern ersten Ranges, die auch wirklich, dazu in der Lage wären, auf diesem besonders komplizierten Gebiet zu arbeiten. ■., Diese Frage muß heute verneint werden. Es wäre auch nicht . zu verlangen, daß ein solcher Facharbeiterstanun schon da sein könnte. Die Anzahl der Juden, die in der tJolah in der metallverarbeitenden Produktionsmittelindustrie als Facharbeiter tätig waren oder sind, war immer sehr klein. Es kann hier nicht zur Diskussion gestellt werden, warum das so war, die Tatsache ist gegeben. Auf der anderen Seile bedarf es einer sehr langjährigen Tradition innerhalb eines Wirtschaftskörpers, um einen solchen Facliarbeiterstamm heranzuziehen. Wie lange ist es denn z.B. her, daß in Deutsclüand das große Heer <Jer durchgebildeten Metallarbeiter vorhanden ist, welches heute die Hauptstütze der deutschen Maschinenindustrie bildet? Man lese doch einmal nach, was Treitsdike hierüber in seiner ^Deutschen Geschichte'* noch für die Aoer Jahre des vorigen Jahrhunderts schreibt. Damais kamen Engländer, Iren und Belgier nach Deutschland herüber, um auf diesem Gebiet zu arbeiten, denn sie hätten ebeh bereits eine entsprechende Fachtradition. Woher sollte sie aber heute'bei uns kommen? Man kann" solche Dinge nicht mit Gewalt machen; Man kann sie sich nur organisch entwickeln lassen, und das wird)gerade auf Fortsetzung Seite 5 Palästina Der schnellste und bequemste Weg nur Über TR IE ST (durch den Kanal von Korinth) mit den 12000 to grofjen Schnelldampfern GERUSALEMME, GALILEA und PALESTINA alle vollständig umgebaut und renoviert. Abfahrten abTriest: Jeden Mittwoch u. jeden 2. Freitag Nur erste und Touristenklasse. Die Touristenklasse verfügt faßt ausschließlich über zwei- und vierbettige Außenkabinen; sämtliche Kabinen mit fließendem Wasser. Zwei Speisesäle. Rauchsälon. Musikzirnmer. Gedeckte. Promenade. " Schwimmbassin und Sonnendeck---- Auf Wunsch rituelle Verpflegung unter Aufsicht des Rabbinats. Reisedauer BerIin — Je ru Sa Iem: 6 Tage FAHRPREISE ab Triest nach Jaffa oder Haifa: . „. [ RM. 354.65 TOUr.*KlaSSe RM. 122.10 inkl. Taxen I. Klasser . ■i.äI- '■. l RM. 272.15 (ab 1. 5. bis 31. 8.1935) Auskünfte, Buchungen durch BERLIN NW 7, Unter den Linden 47 Fernsprecher. AI Jäger* 0415 Frankfurt a.M., Kalserstr.lö Hamburg 36, Neuer Jungfernstieg 17 München, Odeonsplatz 1 Stuttgart, Schillerplatz 4 sowie alle bedeutenden Reisebüros. AHR n