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Palästina-Nachrichten · 1935-05-03 · Heft 8 (3.5.1935) · p. Seite 3

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
2 (1935)
Issue
Heft 8 (3.5.1935)
Date
1935-05-03
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Von Professor Dr. ß. Chajes, Tel-Aviv. Bei allen Unvollkommenheiten hat die private Krankenversicherung beim Publft^ in den letzten Jahren Anklang gefunden. So war es natürlich, daß gerade die deutschen neuen Palästinaeinwanderer den Wunsch nach einem ähnlichen Versicherungsschutz in Krankheitsfällen habend Jeder schwerere Krankheitsfall kann gerade hier die sorgfältigsten Haushaltsberechnungen umstoßen und die ''wirtschaftliche Lage ernstlich gefährden. Dazu kommt hoch die Tatsache, daß die, ungewohnten klimatischen, ebenso wie die vielfach noch recht mangelhaften hygienischen Verhältnisse eine größere Krankheitshäufigkeit bei den neu Eingewanderten bedingen, Typhus, Ruhr, Malaria und andere Erkrankungen treten naturgemäß in unserem noch im Aufbau befindlichen Lande — trotz aller Fortschritte, die ber der Bekämpfung der Infektions- und anderer Krankheiten erzielt worden sind —, gerade bei den noch nicht akklimatisierten Einwanderern häufiger auf. — Eine gesetzliche Krankenversicherung nach deutschem Muster gibt es im Landet -— trotz aller Bestrebungen der jüdischen Organisationen, die Regierung zu einer solchen zu veranlassen — nicht. Die Iiistadruth, die jüdische Arbeiterorganisation, hat. bereits vor Jahnen eine Krankenkasse ins Leben gerufen Die Gefahr der Malaria y Wie die „Kupath-Cholim" (jüdische Arbciler-Zcntralkrankenkasse) berichtet, wurden ihr im Jahre i()3/^:insgesarW~ a208 (1933:551); Fälle frischer Malaria-Infektion gemcldeft. Als .Nachwirkung der außergewöhnlichen llegenfalle der letzten Monate befürchtet majijlür den kommenden- Somiher ~eine~iieuerliclie7."Expansi011 /cler Malaria, besonders in Mitteln Palästina. Von offizieller jüdischer Seite sind daher in Jc- und Kliniken wird liier sehr bald eine Besserung .schaffen — hat die Slnloah die Kosten besonderer häuslicher Pflege vergüte;!. — Neuerdings haldie Shiloah auch für eine erhebliche Anzahl von - Krankheiteneinen .-.-bestimmten Tagessatz für Pflege in der Wohnung-zu vergüten beschlossen. — Es ist anzunehmen, daß die Erfahrungen, welche'nunmehr gesammelt werden* einen weiteren Ausbau der Krankenversicherung ermöglichen werden. Erst nach Sammlung genauen Materials wird möglich sein, ei^ie private Krankemersicherung in ähnlichem Umfange wie i^i Deutschland und in anderen Ländern aufzubauen, wobei durch eine gewissenhaft berechnete Abwägung der Versicherungsprämien und -leislungen ein wirklich umfassender und gut fundierter Schutz in Krankheilsfällen gewährleistet wird. Die private Krankenversicherung in Palästina soll jeden jüdischen Arzt zur Behandlung zulassen; es wird daher einer gemeinsamen Arbeit der Versicherungsgcsellscliaft. und der jüdischen Ärzteorganisalion des Landes bedürfen, um unter Berücksichtigung der Statistiken und der sonstigen versicherungslechnischen Unterlagen eine uinfassende und gut fundierte private Krankenversicherung aufzubauen. (Firmeneintragungen nach dem amtliidien Ilegis,ter) C =■. Aktiengesellsehaften (Compan ies) P offene HaMHlelsgX'.scllsehat'len, (Partnerships) j_„(3iL==£^<X^^ rusalem Sanitäter-Kurse speziell für Malaria-Bekänipfung eröffnet worden, um deren Absolventen in die besonders gefälrr-- deten Gebiete zu entsenden. Man beklagt sehr,, daß die ^e^ier-ung—t-r0tz---iltrcs hohen Reservefonds noch nicht zur wirksamsten Form der Malaria-Bekämpfung gegriffen hat, nämlich der umfassenden Drainage der Sumpf gebiete, - (über die in, dieser Nummer gesondert'.-berichtet wird). Ähnliche Organisationen sm Kolonien und von revisionistischer Seite geschaffen worden. Alle diese Institutionen können aber eine Versorgung des Mittelstandes nach deutschem Muster nicht erfüllen. Der tiefere Grund liegtjwqhl darinyMaß die einzelnen Schichten des jüdischen Mittelstandes •in Palästina — wenn man diese Bezeichnung überhaurj^jEm^ wenden kann ^— in ihren bisherigen Lebensgewohnheiten und Ansprüchen recht verschieden gestaltet sind und daher bisher nicht durch qine einheitliche private Krankenversicherung erfaßt werden könnten. "Vor einem Jahre hat sich nun unter dem Namen „Shiloati* und unter der Aufsicht sämtlicher am Gesundheitswesen des Landes interessierter jüdischer Organisationen eine private Krankenversicherung gebildet, die sich zunächst nur auf die Versicherung des schwersten Risikos der Krankenversicherung, nämlich derjenigen Fälle, welche eine Krarikenliausbehandlung erforderlich machen, beschränkt. Durch diese Versicherung wird weitesten Kreisen der Bevölke- ' rung, vor allem aber den neuen Einwanderern, die Möglichkeit gegeheiV, durch Zahlung sehr gering bemessener Prämien die Kosten des Krankenhausaufenthaltes, d. h. der Belastung durch schwere Krankheiten zu decken. Abgesehen von der medizinischen Wichtigkeit, die die Krankenhausbchandlung besitzt, kommt hier im Lande bei den schwierigen Wohnungs- und Pflegeverhältnissen der ungeheure Vorteil der Krankenhauskostenversicherung in bezug auf die* Volksgesundheit, die bessere Absender ungsmöglichkeit schwerer oder infektiöser Kranker usw. hinzu. Schon die einjährige Tätigkeit der Shiloah hat gezeigt, daß» jeder achte Versicherte die Leistungen der Gesellschaft in Anspruch nahm. Bei dem Mangel an Krankenhausbetten, der zu |ge\vissen Zeiten auftrat — die Erweiterung bestehender und Gründüng neuer Krankenhäuser Landwirtschaft: , „Kfar-Tabor", Tri-"Aviv, (VA landwirtschaftliche Siedlung' — „Haklai,Ltd.", Giv' at Ada, landwirtechaftL Siedlung. — „Krit, Ltd.", Hadar, landwirtschaftl. Siedlung. — ,,Giv'at Hashomcr, .......Ltd, V Kfar-Saha, landwirtschaftl.. Siedlung. — ,;Hazoreya, Ltd.4', Chedera, landwii'tschaftl. Siedlung. — „Batelein, Ltd.", Nachlath- •Jehuda^ landwirtschaftl. Siedlung. — „Sha'ai\-llanegevvLtd.", Gcderä, landwirtschaftl. Siedjung. „Shkhonal Tel-Anal Haifa, Ltd-.'\ Haifa, vors'tädtisehe Siedlung. . —^-„Mahlavah, ■Srogovi^z-&~\-üng--<<, Tel-Aviv; (P) Herstellung von Milchprodukten. . * Baunnd Gnindsiücksi'irnien: „Miklat-Development Building Corporation .Ltd.", Tel.-Aviv, (C) Aktienkapital 5001) Cl\ Haugesellsehuft.0 - „Horcsh UbonHi Ltd.", Tel-Aviv, (C) Grundstücks- und dkugescllschaft, .Aktienkapital 3500 £P. — „El Hanachla Partnership", Tel-Aviv, (P) Grundstücksagentur. — „Hiram", Tel-Aviv, (P) BaugcschäH.— Shildkroit-Nindöv, Building Contrakters, Tel-Aviv, (Pj Buugcseh. Verkehrs«esellschaiU'ii, Spedition: _ L__— Li . „Arnold ■ Bernstein Agericy . Ltd-.",.: Haifa(C) Aktienkapital 1000 £P, Schiff srocden'i und Kuhlhausbeü/ieb. — „Tili-Travcllers ~& Imnugrants Lloyd" Haifa", Haifa, (P) Keisehureau und Spe.-. Hitionsgeschäft. .— „Bezalel-Garage, Lewandowski <fc Co.", JerusalenT, (Ltd. P) Garage und- Reparaturbetrieb. Industrie; „Beth Dfus Leumi; Ltd.", Jerusalem^ (C) Lithograph, Anstalt und Buchdruckerei. Aktienkapital 15 000 MV. — „Ii. S'. Goldstein .Co., Ltd.", Tel-Aviv, (0) Korsett- und Gürtelfabrik., rAkl ienkapi-: lat 500 £P. — „Beit Haroshet L'Ma' tafot Doar, Levi & .Kill".,- Tel-Aviv, (P) Brief Umschlagfabrik und Buchdruckerei. — „Shulfut Haner", Tol-Aviv, (P) Kerzellfabrik. — „Optica", Tel-Aviv, (P) Optische Werkstatt. — * „Bl. ExM. EF.", Tel-Aviv, (P) Lahorato- .rium für mechanische, eleki rotechnisejie uiyl niedizinisch-tcchnischc Artikel. — „Beatus &■ Singer", Haifa, (P) Fabrikation von Schachteln, ,Papierbeuleln, l^cklameartikeln usw. — „Barak-Matoehei'\ Haifa, (P) Elektro- und Oxygen-SchweiiJerei und Montagebetrieh. — „At,id Yarn Works Haifa", Haifa, (P) Garnfabrik. — „B. IL Ii. Faetpry of bag blue and custard", . Safed, (P) Waschblau- und ■Eierrahmfabrik." ■ — „Nagariya Meehänit Kooperativit-Avodah ', Reehovvoth, (P) Holzvvareiifabrik. Banken, Spar- und Darlehiiskassen: „The Arab Industrial Bank Ltd.", Jerusalem, (C) Bank, Akti«;n-' kapital -30 000 £P. — „The Ophir Bank Ltd.", Jerusalem, (C) Bank, Aktienkapital 25 000 £P. Hände), Import, Export: „Awrom Hirsch, Ltd.",' Haifa, (C) Import-, Export- und Kommissionsgeschäft, Aktienkapital 500'.£P. — ,*Tl\e Palest ine Supply <and Trading Company Lt-i.",- Tel-xVviv, (C) Export, Import und- Versicherungen, Aktienkapital 500 CP. ---„Weil Ä Loebenstein", Tel-Aviv, (P) Großhandel, Import und Export. — „X. & I). Xsaao Levi Brothers4', Tel'Aviv, (P) PutüuihI Modewaren, Parfiiuicric und Spielwaren. — „Shutfut Lechmer & Leipziger", Tel-Aviv, (P)

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