Palästina-Nachrichten
- Journal
- Palästina-Nachrichten
- Volume
- 1 (1934)
- Issue
- Heft 17 (20.12.1934)
- Date
- 1934-12-20
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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20 Pfennig Palestine News. Periodical for the Promotion of the economic development of the Near East. fjusuJJ iju j>- . ä.:.U...U jL^-l ^.l'1 JJÜ J ^pLaJV^ •Vmtrr-pK mrv ir^bon mnnonnV pny •:n?n mran Vi^ Verlag Ernst Köslenbaum, Berlin-Zehlendorf, Onkel-Tom-Straße 123. Fernsprecher: H4 Zehlendorf 5120. Die P. N. erscheinen zweimal im Monat. Bezugspreis für Deutschland, Österreich, Saargebiet und Danzig RM 1,20 pro Quartal, alle übrigen Länder RM 1,50. Postscheckkonto:* Berlin 3"991. Anzeigen laut Tarif. Cencr.il Vertretung für Deutschland: Herbert Hirsch, Berlin W 15, Pariser Str. IHa. Telefon: J2 Oliva 1904. Generalvertretung für Palästina: Heinz Zeimann, Haifa P.O.B 958. Redaktion: Dr. E. F. Ascher Berlin, 20. Dezember 1934 Jahrgang 1 Nr. 17 4 Nationen sehen Palästina III. C.S.R. Von Dr. Josef K u b a I e kr Sekretär des Zentralverbandes der tschechoslowakischen Industriellen und der Tschechoslowakisch- Palästinensischen Handelskammer, Prag. Inmitten der Weltwirtschaftskrise gibt es neben Palästina kein enderes Land, welches eine gleich lebhafte Konjunktur aufweist. Diese kann qualitativ nur den Anfängen des wirtschaftlichen Aufbaus der Vereinigten Staaten von Nordamerika gleichgestellt werden. Palästina, als Land ohne Protektionismus und ohne innerliche Wirtschaftskrise, ist ein glänzendes Prüfungsobjekt der eigentlichen Exportkapazität des Landes. Nur England kann man von dieser Regel ausnehmen, denn seine wirtschaftliche Position wird von der politischen gefördert. Es wäre lehrreich, eine theoretische Darstellung des Welthandels auf Grund dieses Wetteiferns der Exportländer auf dem Palästinamarkte zu konstruieren, wo sich die Exportkapazität fast frei entwickeln kann und auf>er der Konkurrenz keine künstlichen Hindernisse findet. Wir selbst haben die Wichtigkeit der wirtschaftlichen Mitarbeit für unsern Aufjenhandel bald erkannt und die Bestrebungen der tschechoslowakischen wie der palästinensischen Wirtschaftskreise durch eine gute Organisation unterstützt. Bis zum Herbst 1933 lag die Organisation unseres Palästinahandels in den Händen der handelspolitischen Abteilung (Exportabteilung) des Zentral Verbandes der tschechoslowakischen Industriellen in Prag und des Handelsinstitutes der Prager Handels - und Gewerbekammer, welche immer einen Spezialreferenten für den vorderen Orient hatten und die wirtschaftlichen Beziehungen zu Palästina organisierten und förderten. Im Juni 1934 erfolgte die Konstituierung der tschechoslowakisch-palästinensischen Handelskammer in Prag, nachdem das Kammersekretariat schon vor Weihnachten 1933 gebildet worden war und unter meiner Leitung und der von Herrn Ing. Stein die Beteiligung an der 6. Levantemesse i n T e I - A v i»v im Mai d. J. organisiert hatte. Die Tschechoslowakei stand mit 199 Ausstellerfirmen an vierter Stelle unter den ausländischen Ausstellern. Es wurden Abschlüsse im Betrage von ca. 5 Millionen Kronen getätigt, ein Erfolg, der vielversprechend auch für die künftige Zusammenarbeit ist. Der Tschechoslowakische Handel mit Palästina entwickelte sich seit dem Optimaljahre 1929 wie folgt (in pal. Pfund): IV. Schweden Von J. Sealtiel, Tel-Aviv Obwohl seif Jahren auf dem Weltmarkt bestens beka^F**, war doch die äufjerst leistungsfähige schwedische Schlüsselindustrie bis vor kurzem nicht so sehr auf den Export eingestellt. Sie begnügte sich vielmehr im allgemeinen mit der Belieferung des Binnenmarktes und dachte nicht an Expansion durch Aufnahme oder Forcierung des Exportes. Begünstigt durch die nach Englands Abgleiten vom GoldstandaH eintretenden Valufaverhälfnisse, seinen internationalen Ruf, die ergiebigen Rohstoffvorkommen ergab sich die Entwicklung der einheimischen schwedischen Industrie zu einer Exportindustrie grade zu dem Zeitpunkt, an welchem eine erhöhte Aufnahmefähigkeit Palästinas eintrat. Der palästinensische Handel hat nun in dem Bestreben, sich günstige Bezugsquellen zu sichern, der schwedischen Industrie besonderes Interesse entgegengebracht. Der allgemeine schwedische Exportverband wiederum war bemüht, diesem Bestreben durch offizielle Teilnahme an der Levante-Messe und ständige Fühlungnahme mit dem Markt durch eigene Vertretung entgegenzukommen. Qafj diese^beiderseitigen Bemühungen von Erfolg begleitet waren, beweisen die gesteigerten Exportziffern. Bei einem Umsatz von £P 44 000 im Jahre 1931 stieg der Export nach Palästina im Jahre 1932 auf £P 77 000 und dann rapide auf iP 122 000 im Jahre 1933. Bereits im ersten Quartal 1934 ergibt sich ein schwedischer Export nach Palästina von £P 35 000. Auch der Import, größtenteils Orangen, letzthin aber auch künstliche Zähne, hob sich von £P 12 000 im Jahre 1931 auf £P 14 000 in 1932 und £P 25 000 in 1933. Im ersten Quartal 1934 ergab sich ein Import aus Palästina nach Schweden von ÜP 12 000. Erdöl-Politik und -Wirtschaft Seite 3 Die Liste der bereits früher bekannten Haupt-Exportartikel, wie Holz, Papier, Kugellager, wurde erweitert durch elektrische und andere Motore, alle Arten von Maschinen, insbesondere Holzbearbeitungs-Maschinen, Kochapparate, Holzwaren und Baumaterialien, Stahlwaren, Werkzeuge und schließlich Lastwagen. Die erstklassigen Qualitäten haben sich einen guten Namen in Palästina erworben, und die Zahl der nach Palästina ausgeführten Artikel erhöht sich weiterhin beständig.