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Palästina-Nachrichten · 1934-10-31 · Heft 14 (31.10.1934) · page 1

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
1 (1934)
Issue
Heft 14 (31.10.1934)
Date
1934-10-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Verlag Ernst Köitenbaum, Berlin-Zehlendorf, Onkel-Tom-Straße 123. Fernsprecher: I Länder RM 1,50. Postscheckkonto: Berlin 379 91. Anzeigen laut Taril. CJeneral H4 Zehlendorf 5120. Die P. N. erscheinen zweimal im Monat. Bezugspreis für Vertretung für Deutschland: Herbert Hirsch, Berlin W 15, Pariser Str.iße 18a l ern Deutschland, Österreich, Saargebiet und Danzig RM 1,20 pro Quartal, alle übrigen | Sprecher: J2 Oliva 1904. Redaktion: Dr. E. F. Ascher_Berlin, 31. Oktober 1934 Jahrgang 1 Nr. 14 Hamburg ui Die Hafenverwaltung Hamburg stellt urf^ im Rahmen der Bemühungen für die Förderung der deutsch-palästinensischen Handelsbeziehungen folgenden Artikel zur Verfügung: Hamburgs wirtschaftliche Beziehungen zu Palästina sind alt. Es hat aber lange gedauert, bis sie zu größerem Warenaustausch heranwuchsen. Die Erzeugnisse des syrisch-palästinensischen Küstensaums, die für den Ueberseehandel in Frage kommen, sind niemals Massengüter gewesen. Andererseits reichten noch vor wenigen Jahrzehnten weder Kapitalkraft, noch Bedarf, noch Handels- und Verkehrsorganisation aus, um die höherwertigen Waren der mitteleuropäischen Industrie in größeren Mengen aufzunehmen. So war Palästina für Hamburg wohl immer ein Land, das lebhafte Beachtung verdiente. Erst als das 19. Jahrhundert zu Ende ging, wurde in den deutschen Nordseehäfen das Bedürfnis nach einer ständigen Verbindung mit der Levante verspürt, und der kräftig aufblühende Dienst der zu diesem Zweck in Hamburg gegründeten Deut- Die ersten Orangen unterwegs * Die erste Orangenladung der neuen Saison wird in Deutschland auf dem Motorschiff „Sofia" der deutschen Levantelinie am 23. 11. 1934 erwartet. sehen Levante-Linie legt Zeugnis ab dafür, dafj nun eine neue Epoche im Verkehr zwischen dem Nordmeer, zwischen Hamburg und den Levanteländern begonnen hafte. Diese glückliche Entwicklung ist durch die kriegerischen Ereignisse von 1914—1919 jäh unterbrochen worden. Aber als nach der Wiederherstellung friedlicher Verhältnisse der Handel seine alten Levantebeziehungen wieder aufsuchte, fand er eine andere Welt vor als die, die er 1914 hatte verlassen müssen. Die türkische Herrschaft hatte sich aus dem ganzen Bereich der syrischen Küste zurückgezogen, und gerade das politisch selbständig gewordene Palästina erlebte eine Zeit wirtschaftlichen Aufschwunges, die den Handel weit über das vor 1914 gewohnte Mafj hinaus verdichtete. Dazu kam nun, dafj Palästina inzwischen in seiner Apfelsine ein Gut gewonnen hatte, das der Schiffahrt größere Frachten zubrachte, ein Cut, das bei seinen hervorragenden Eigenschaften jederzeit glatt zu verkaufen war. Und so haben denn die Beziehungen gerade Hamburgs zu Palästina einen gewaltigen Aufschwung nehmen können, da Hamburg der grofje Südfruchtplatz des europäischen Nordwestens war und geblieben ist. So rasch stieg nun dejs Verkehr an, dafj bald drei, ja vier deutsche Reedereien in ihm tätig waren, und in dies vor 1914 nur von der deutschen Schiffahrt bestrittene Fahrgebiet auch fremde Flaggen eindrangen. Griechen, Engländer, Skandinavier haben nacheinander und nebeneinander die Fahrt zwischen Hamburg und den Levantehäfen aufgenommen. Wie grofj die Zukunftsaussichten der Levantefahrt seitens der deutschen Reedereien eingeschätzt werden, zeigt sich aber am überzeugendsten an der Tatsache, dafj die beiden Handelsschiffe, auf die im Zeichen eines allgemeinen Rückganges des Schiffbaus im Jahre 1934 die Indienststellungen der deutschen Handelsflotte zusammengeschmolzen sind, beide für die Levantefahrt bestimmt sind. id Palästina Die beiden großen Häfen Palästinas haben in den letzten Jahren folgenden Schiffsverkehr nach Hamburg gehabt: In Hamburg angekommen von: Haifa Jaffa Zahl NRT Zahl NRT 1913 6 10 801 18 29 902 1927 20 34 873 31 47 671 1928 20 35 795 37 57 064 1929 29 56 242 31 47 181 1930 36 60 038 31 45 734 ' 1931 34 54 936 34 50 191 1932 31 43 454 34 47 698 1933 33 47 026 43 66 837 Auslieferung von Südfrüchten zur Weiterbeförderung noch dem Hinterland Wenn also auch dieser Verkehr das A.uf und Ab der Warenbewegung des Weltverkehrs mitgemacht hat, so ist es doch bemerkenswert krisenfest geblieben und liegt heute noch um ein Mehrfaches höher als im Blütejahr des Vorkriegsverkehrs 1913. Das ist ein glänzendes Zeugnis für die Verdichtung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Palästina und Hamburg. Dieser Schiffsverkehr hat einer ständig wachsenden Warenbewegung gedient:

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