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Palästina-Nachrichten · 1934-08-06 · Heft 9 (6.8.1934) · page 1

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
1 (1934)
Issue
Heft 9 (6.8.1934)
Date
1934-08-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
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20 Pfennig Palestine News. Periodical for the Promotion of the economic development of the Near East. fjJul) iJü j>- . i*: ,k.J6 jL>l ^u^ll jyül j ^USVl ♦VKnwpx mspf n^D^Dn mnnDnnV pnjr •nnpn mtan Redaktion: Dr. E. P. Ascher Berlin, 6. August 1934 Jahrgang 1 Nr. 9 Metallwarenbedarf Von Dr. J. Adler, Tel-Aviv. Unter den Ausstellungsgütern des Auslandes auf der diesjährigen Tel-Aviver Levantemesse nahmen neben Maschinen und Elektrotechnik die Metallwaren den breitesten Raum ein — ein nicht zu unterschätzendes Symptom für die Marktlage im Orient! Der Metallwarenbedarf in Palästina und dessen Nachbarländern gliedert sich heute in vier Gruppen: Haushaltsbedarf, Landwirtschaftsbedarf, Handwerks- und Industriebedarf, Verkehrsbedarf. In allen diesen Gruppen hat die Europäisierung des Orients in der Nachkriegszeit eine weitgehende Umstellung und Expansion der Bedürfnisse bewirkt. Bis noch vor kurzem kam der Haushalt der Orientalin und Levantinerin mit relativ wenigen Metallwarenerzeugnissen aus. Lohk Nacfaichten Erdöl nach Haifa Der Betrieb des Südzweigs der „ßipe-line" für den Transport des Irak-Erdöls nach dem Mittelmeer, der von Kirkuk über Haditha nach Haifa führt, wird am 15. September beginnen. Wasserleitungsbau-Anleihe Di<e~ Stadt Beisan hat zur Finanzierung ihres neuen Wasserleitungsbaues eine Anleihe von 2000 aufgenommen. Tel-Avivs Abrechnung für 1933/34 Die Stadt Tel-Aviv hat ihre endgültige Abrechnung für 7933/34 veröffentlicht: Ausgaben 180749 (1932/33: 108789)£P; Einnahmen 206061 (136566) gP. Die schwebende Schuld der Stadt eine Bürde aus früherer Krisenzeit, konnte um 38487 auf nur noch 82760 £P reduziert werden. Die Hauptzierde der Küche bildeten kupferne Pfannen und Kessel, durchweg Erzeugnisse des einheimischen Kupferschmiedehandwerks. Daneben paradierten ferner bei den Wohlhabenden einige schöne kunstgewerbliche Erzeugnisse in Kupfer und Messing nach orientalischem Geschmack, z. B. die weltbekannten getriebenen Tischplatten und Schalen. Ziemlich selten waren abendländische Eßgeräte anzutreffen, und moderne Kocheinrichtungen und Kühlschränke fast gar nicht. In all diesen Beziehungen sind seit dem Kriege gewaltige Wandlungen eingetreten. Das traditionelle Kupfergerät wird durch Emaille- und Aluminiumfabrikate verdrängt. Charakteristisch dafür ist die Entwicklung in Palästina, wo die arabische, nach primitiven Methoden arbeitende Kupfergeschirrerzeugung sich in ständigem Rückgang befindet, während die neue jüdische Aluminiumgeschirrfabrikation, die nach modernsten Methoden produziert, einen rapiden Aufschwung erlebt. Audi für moderne Petroleumkocher und Petroleumkochherde hat sich in Palästina, Aegypten, Syrien, Irak, Türkei und Persien neuerdings ein stark aufnahmefähiger Markt erschlossen. An Kochern werden hauptsächlich schwedische und polnische, an Kochherden amerikanische Fabrikate eingeführt. Eine einheimische Industrie hat sich insoweit noch nicht entwickelt. Das Neueste auf dem palästinensichen Markte ist der „Heimgas"- Herd, der den Brennstoff aus Gasflaschen entnimmt. Rasch an Verbreitung gewinnt im Orient gegenwärtig das Tafelbesteck europäischer Art. Es muß durchweg importiert a^erden, da es noch nirgends in den nah- und mittelöstlichen Ländern Fabriken dafür gibt. Am häufigsten sind Sheffielder und Solinger Erzeughisse anzutreffen. Die Uebersicht des Haushaltsbedarfs an Metallwaren kann mit dem Hinweis darauf abschließen, daß heute alle Neubauwohnungen mit modernen Badeeinrichtungen versehen werden, und daß der Absatz an Eisschränken in Jetzter Zeit ungewöhnlich zunimmt. Dieser Bedarfszweig kommt heute in Palästina nur noch zum Teil für den Importen Betracht. Es hat sich Aus dem Inhalt; Die „Rasco" Siedlungs-Ges. Ehe- und Scheidungsrecht Neugründungen Letzte Nachrichten Palastina-Kurszettel binnen kurzem hier eine sehr leistungsfähige Badeöfen- und Eisschrankindustrie entwickelt, die jetzt auch schon nach den Nachbarländern zu exportieren beginnt, wo sie dank billigerer Fracht und billigerer Löhne wie auch infolge besserer Kenntnis des Marktes erfolgreich mit den europäischen und amerikanischen Fabrikaten konkurriert. Palästina hat aus Deutschland im Jahre 1933 für 50 000 (1932: 12000) RM Emaillegeschirr, für 208 000 (128000) RM feine Messingwaren, für 196000 (102 000) RM vernickelte Metallwaren, für 63000 (16000) RM Kältemaschinen bezogen. Auch

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