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Palästina-Nachrichten · 1934-07-05 · Heft 7 (5.7.1934) · page 1

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
1 (1934)
Issue
Heft 7 (5.7.1934)
Date
1934-07-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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IRI
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20 Pfennig ZEITSCHRIFT FÜR WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG IM VORDEREN ORIENT Palestine News. Periodical for the Promotion of the economic development of the Near East. fjJui) * ±> j>- 1, :.U...U jL>-l J tpUSVl •bincr-pR msri* n^D^Dn ninnonnV pn? •nnpn mtan Jahrgang 1 Berlin, 5. Juli 1934 Nr. 7 Haifa oder Beirut? Von Reichsbahnoberrat Dieckmann. Aleppo und Damaskus, die beiden großen Handelsstädte Syriens, sind von alters her die wichtigen Umschlagplätze für die großen Kamelkarawanen gewesen, die die Waren aus Mesopotamien, Persien und Indien über den etwa 700 km breiten Wüstengürtel zwischen dem Zweistromland und der Küste des Mittelländischen Meeres befördert haben. Als es nach dem Weltkrieg gelang, mit besonders ausgerüsteten großen Autos diese Wüstenstrecke in ungefähr ebenso viel Stunden zu überwinden, als früher Tage erforderlich gewesen waren, und als dadurch die Kamelkarawanen zum größten Teil verdrängt wurden, da konnten Aleppo und Damaskus trotzdem ihre alte Bedeutung für den Transitverkehr des Irak sich erhalten, denn die neu eingerichteten Wüstenautolinien begannen und endeten in diesen Städten oder, wenn sie von Beirut ausgingen, gingen sie über Aleppo und Damaskus. Palästina hat niemals einen Anteil an diesem Ost- Westverkehr gehabt, und auch jetzt kann dem Autoverkehr, der in letzter Zeit zwischen Jerusalem und Bagdad eingerichtet ist, noch keine besondere Bedeutung beigemessen werden. Diese Lage würde sich aber sehr zuungunsten der syrischen Handelstädte ändern, wenn die schon seit längerer Zeit geplante und im vorigen Jahr bereits vermessene Bahn von Haifa nach Bagdad tatsächlich gebaut wird. Da diese Bahn günstigere Frachtsätze wird bieten können, als es den Krafiwagen möglich sein wird, so wäre zu erwarten, daß der Warenverkehr des Irak dann nicht mehr über die alten syrischen Umschlagplätze, sondern mit der Bahn über den neuen Hafen Haifa in Palästina gehen würde. Die Handelskreise Syriens Aus dem Inhalt; Gerberei - Industrie Levante-Messe Neugründungen Arbeitsmarkt, Hypothekenmarkt Palästina-Kurszettel haben diese Lage klar erkannt und sie sind nicht untätig geblieben, um sich ihren alten Besitzstand an dem Durchgangsverkehr des Irak zu erhalten. Was den Verkehr von Mossul und den nördlichen Provinzen des Irak angeht, so liegen für diesen die bereits bestehenden Bahnverbindungen besonders günstig für Aleppo, und es ist wohl kaum zu erwarten, daß dieser Verkehr auch beim Bestehen einer Eisenbahnverbindung zwischen Bagdad und Haifa jemals von dem alten Wege abgehen wird. Die frühere deutsche Bagdadbahn sollte bekanntlich von Aleppo über Mossul bis Bagdad geführt werden. Bei Kriegsende waren von Aleppo aus 450 km fertig. Endstation war Nissibine. Von hier aus waren es bis Mossul noch 180 km und von dort bis Bagdad noch weitere 420 km. Die frühere Bagdadbahnstrecke Aleppo—Nissibine liegt hart an der syrischen Grenze auf türkischem Gebiet und ist jetzt Eigentum des türkischen Staates. Dieser hat aber den Betrieb an die gleiche französische Eisenbahngesellschaft übergeben, die auch die syrischen Bahnen im Besitz hat. Diese Bahn Aleppo—Nissibine hat bereits eine internationale Verkehrsbedeutung gewonnen insofern, als der Taurusexpreßzug auf ihr verkehrt und dieser Zug führt im Anschluß an den Simplon- Orient-Expreßzug (London—Paris—Simplon—Istanbul) Schlafwagen von Istanbul bis Nissibine. Von Nissibine aus schließen an den Taurusexpreßzug Autoverbindungen nach Mossul und weiter nach Bagdad an. Für die Bequemlichkeit und Sicherheit der Reisenden ist auf dieser Route bestens gesorgt. Dieser Durchgangs personen verkehr ist für Aleppo ein neuer Verkehr geworden, den es vor dem Krieg nicht gegeben hat, und selbst wenn die Bahn Haifa—Bagdad gebaut sein wird, wird die Reiseverbindung Aleppo—Mossul—Bagdad seine Bedeutung behalten, zumal jetzt an der Weiterführung der Bahn Aleppo—Nissibine bis an die irakische Grenze gearbeitet wird. Mossul, die wichtigste Handelszentrale des fruchtbaren Kurdistan und der nördlichen Provinzen des Irak, ist noch immer ohne Bahnverbindung mit dem irakischen Eisenbahnnetz. K e r k u k, die nördlichste irakische Eisenbahnstation, ist noch 420 km von Mossul entfernt. Die Handelswelt von Mossul und vom nördlichen Irak legt weniger Wert auf eine Bahnverbindung nach Bagdad, als vielmehr auf eine solche nach Aleppo, wohin von alters her ihr Handel orientiert war. Syrien kommt diesen- Wünschen Mossuls in jeder Weise entgegen. Auf der Trace, die die deutsche Bagdadbahngesell-

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