Palästina-Nachrichten
- Journal
- Palästina-Nachrichten
- Volume
- 1 (1934)
- Issue
- Heft 4 (15.5.1934)
- Date
- 1934-05-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ThläsUna Kurszettel Wertpapierkurse Währung in Palästina: Angebot- 101a/4% 963/4 % 102«/.% 99»/.% Kleinhandelspreise (1932 100): Januar 1933: 56,1 November 1933: 56,0 Dezember 1933: 57,7 Januar 1934: 53,6 Hamburg, 26. April Bei geringer Nachfrage wurden je Kiste im allgemeinen 5-7 RM, für Grapefruit 4-8 RM erzielt. Mitgeteilt von Ellern's Bank, Ltd. Tel-Aviv. In Anbetracht der großen Nachfrage sind die Kurse etwas ge stiegen. Es wurden gehandelt: 7% 20jährig. Obligationen der General Nachfrage: Mortgage Bank of Palestine Ltd. 100l/4 % 6% 20fährig. Obl. dto. 95V.% 6% 5jährig. Obl. dto. 100V2% 6% Participating Preference Shares der General Mortgage Bank of Palestine Ltd. 98,/i% Warenpreis-Indexziffern nach amtlichen Unterlagen: Großhandelspreise (1932 100): Januar 1933: 100,6 November 1933: 95,4 Dezember 1933: 95,6 Januar 1934: 96,2 Die preissteigernde Wirkung des Hochkonjunkturjahres 1933 begrenzte sich im wesentlichen auf Mieten, Pachten und Bodenpreise, worin es allerdings zu außergewöhnlichen Erhöhungen kam. hingegen folgten die wichtigsten Warenpreise und die darauf basierenden Lebenshaltungskosten durchweg der internationalen Tendenz: knapp behauptet oder weiter abgeschwächt. Letzte Orangenpreise in England und Deutschland Jaffa (Palnews). Hull, 26. April 144 240 pro Kiste 13 bis 15 sh ■ (meist 14 „ 14/6 „) Grapefruit p. Kiste 11/3 „ 16/3 „ (meist 14 „16 „) Glasgow, 26. April 144/150 pro Kiste 6d höher, übrige unverändert. Manchester, 24. April - 144/150 p. Kiste-13/3 bis 15 sh kleine „ 14 16 „ Sehr gute Nachfrage. In der Woche vom 16. bis 22. April wurden 32 481 Kisten verschifft, davon 25560 Kisten von Jaffa, 548 von Haifa und 6373 Kisten von Port Said. Insgesamt wurden im Verlaufe der Verschiffungssaison 5414027 Kisten verschifft,; unter denen sich 350 500 Kisten Grapefruit und 1 4 200 Kisten Zitronen befinden. Der größte Teil der Verschiffungen fand von Jaffa aus mit 3203606 Ki sie n statt, von Haifa aus wurden 2 007024 Kisten, von Port Said 203 397 Kisten verschifft. Bis auf einen Rest von wenigen Hundert Kisten sind die Verschiffungen damit abgeschlossen. Infolge der geringen Ernte sind die Verschiffungen hinter der erwarteten Höhe von etwa 6 Millionen Kisten zurückgeblieben. Die Jaffaorange hat in der nunmehr beendeten Saison 1933/1934 günstige Preise erzielt, ihre vorzügliche Qualität hat sich auf den Märkten durchgesetzt, allerdings festigte auch der starke Frost in Spanien, der die dortige Ernte qualitativ und quantitativ herabminderte, den Markt für Jaffaorangen. Die Exporteure konnten in diesem Jahre einen in früheren Jahren unbekannt hohen Prozentsatz ihrer Verschiffungen zu festen Preisen vorverkaufen. Für Grapefruit war der Markt leider weit weniger fest, es frommt fast nur der englische Markt in Frage, der erhebliche Mengen aufnimmt. Die amerikanische Grapefruit, die im vorigen Jahre wegen des hohen Dollarstandes vom Markte ausgeschaltet war, hat in diesem Jahr infolge des Dollarsturzes der palästinensischen Grapefruit große Konkurrenz bereitet. Wenn es nicht gelingt, den Konsumentenkreis für Grapefruit wesentlich zu erweitern, sind die Absatzchancen für die Zukunft nicht allzu optimistisch zu beurteilen. I palästinen*i*<fes Pfund 1000 Müs. 1 palästinensisch«« Pfund 1 «ngl. Pfund London, 25. April. 144 p. Kiste 13 150/180 „ große „ kleine „ bis 14/3sh 13/9 „15 „ 11/3 „ 13,9 „ 11 „ 12/6 „ Es wurde bezahlt für 1 engl. Pfund (ohne Gewähr) Amsterdam (Moll ) Belgrad (Jugoslav.) Berlin (Deutschland) Brüssel (Beigten) Budapest (Ungarn) Bukarest (Rumänien) New-York (U.S.A.) Paris (Frankreich) Prag (C.S.R.) Rom (Italien) Warschau (Polen) Wien (Österreich) Zürich (Schweiz) Gulden Dinar Reichsmark Belga Pengö Lei Dollar Franc Tsch. Krone Lire Zloty Schilling Schw.Franc am 7.5. 34. am 14.5.34. Parität 7,523 7,528 12,107 225,50 225.50 276,316 12,94 12.905 20,429 21,83 21,845 35,000 25.5Q 25,50 27,825 509,00 512,00 813,598 5,116 5,112 8,240 77,21 '77,34 124,213 122,375 122,50 136,877 59,93 60,06 92,465 26,93 27,06 43,381 28,00 27,75 34,585 15,733 15,725 25,222 Der Abschluß der Tempelbank Im Jahresabschluß der Bank der Tempelgesellschaft des vor einem knappen Jahrzehnt von den schwöbischen Templern errichteten Bankinstitutes in Palästina konstatiert der Vorstand des Unternehmens, daß im Gegensatz zu fast allen Ländern der Welt die seit 1931 ansteigende gute Konjunktur in Palästina weiter anhält. Dieser Umstand sei in der Hauptsache der gesteigerten Einwanderung kapitalkräftiger jüdischer Elemente zuzuschreiben. Dieser neue Geldzufluß findet Verwendung in industrieller und landwirtschaftlicher Investitions-Tätigkeit, Millionenbeträge lägen aber noch bei den Banken und warten auf Abruf. Die dadurch hervorgerufene starke Liquidität der palästinensischen Banken zeigt sich bei der mit einem Kapital von 21 425.-.-jP ausgestatteten Tempelbank in einem VeTnaffrTß' der sulürl ijre~iIbaren liquiden Mittel erster Ordnung zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten von 50%. Den Kontokorrentgläubigern in Gesamthöhe von 143 000 £P stehen nämlich Bankguthaben von 112 000 und Kassenbestände von 11 000 £P gegenüber. Ferner haben die Gläubiger fester Geldkonten 45 000 £P zu fordern, während an Kontokorrentdebitoren 193000 £P ausstehen. Das Konto der treuhänderischen Tätigkeit aus dem Transfer-Abkommen mit Deutschland erscheint auf beiden Seiten der Bilanz mit 116 500 £P. Diese beträchtlichen liquiden Mittel der Palästinabanken werden nur kurzfristig angelegt, so daß die Banken gezwungen sind, entsprechende Beträge flüssig zu halten. Dies hat zu einer Senkung des Zinssatzes geführt und gleichzeitig einen Mangel an liquiden Anlagemöglichkeiten fühlbar gemacht, was nach Ansicht der Tempelbank notwendigerweise in absehbarer Zeit zur Einführung einer Effektenbörse in Palästina führen dürfte. In diesem Zusammenhang ist vielleicht gerade der negative Teil der Wirtschaftsbetrachtung des Instituts bemerkenswert. Der unbefriedigende Ausfall der Getreideernte gibt dem Vorstand der Bank Anlaß, das ernste Problem der Wasserversorgung des Landes zu behandeln. Der Geschäftsbericht erwähnt denn auch die Inangriffnahme einer Wasserleitung von den Audjequellen nach Jerusalem. Im Gegensatz zu der Getreideernte hat die von Orangen und Grapefruit eine Zunahme von 3,631 auf 4,506 Millionen Exportkisten erfahren. Den größten Teil dieser Ernte nahm der Konsum Englands mit 72,3 % auf. Aber auch die Ausfuhr nach Deutschland hat, zweifellos im Zusammenhang mit dem Transferabkommen, zugenommen. Die fieberhafte Bautätigkeit — bei deren Besprechung nicht unterlassen wird, die Terrainspekulation als jenseits vernünftiger Kalkulation stehend zu kennzeichnen —, die landwirtschaftlichen Neuanlagen, insbesondere grqßer Citrusbaumplanzungen, der Aufschwung des Verkehrswesens, speziell durch die Gründung von Autobusgesellschaften haben starke Anregungen gegeben, so daß von einer Arbeitslosigkeit praktisch keine Rede sein kann. Das Institut selbst hat diesem Wirtschaftsaufschwung durch Verteilung einer Dividende von 6 % und eines Bonos von 3 % Rechnung getragen: ~" ~ — t: tevy. 7