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Nachrichtendienst · 1928-10-01 · Heft 7 (Oktober 1928) · page 1

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1928
Issue
Heft 7 (Oktober 1928)
Date
1928-10-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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NACHRICHTENDIENST fccrausgegeben von äcr ZcmralwoMatzrtMcUe ücr ücutMcn Inden unter Mitwirkung der liauptftcllc für juäifchc wsutlerfurforge und firdeitznatzweifc Sefchäftsftelle: Berlin - Cßarlottenburg r Kantftraße issn fernfprcdber: Amt Bismarck Nr. 1064/65 Bezugspreis: i Mark für das Dierteliabr Beftellungen bei der BefdtjäftsfteUe Berlin - Cbarlottenburg i Nachdruck mit Quellenangabe gestattet und erwünscht Berlin, Otxtober-Dezember 1928 Organisation — Allgemeines — Persönliches Mitteilung der Schriftleitung. Tie vorliegende Nummer des Nachrichtendienstes wird die letzte sein. Nachdem von 1922 bis 1928 der Nachrichtendienst der Zentralwohlsahrtsstelle der deutschen Juden erschienen ist und daneben in größeren Zeiträumen die „Zedakah", Zeitschrift der jüdischen Wohlfahrtspflege, herausgegeben wurde, werden beide Veröffentlichungen vom kommenden 1. Januar ab zu einer gemeinsamen neuen „Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege" vereinigt werden. Tie Zeitschrift wird zweimonatlich erscheinen. In Pen dazwischen liegenden Monaten werden die wichtigsten Mitteilungen allgemeiner Art den angeschloffenen Stellen durch ein kleines Nachrichtenblatt zugänglich gemacht werden. Wir danken auch, an dieser Stelle allen bisherigen Mitarbeitern des Nachrichtendienstes und erbitten herzlichst ihre Mitarbeit in erhöhtem Umfange für die neue Zeitschrift, von der wir wertvolle Vertiefung und Anregung bei der Weiterentwicklung unserer Gesamtarbeit erhoffen. Tie Schriftleitung, Tie Zeitschrift wird jährlich 6.— Rm., für angeschloffene Gemeinden, Organisationen, Anstalten, Vereine usw. und persönliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen 3.— Rm. jährlich kosten. Tas Nachrichtenblatt wird unentgeltlich versandt werden. Zedakah. Noch einmal sprechen wir die sehr herzliche und dringende Bitte aus, das vergriffene Heft der „Zedakah" von 1926 mit dem Düsseldorfer Tagungsbericht uns, gegebenenfalls gegen Erstattung des Preises von 1.50 Rm., zur Verfügung zu stellest. Für zwei uns zur Verfügung gestellte Hefte wird ein gebundenes Stück der „Zümkast", Zeitschrift der jüdischen Wohlfahrtspflege, 1925—28, unentgeltlich geliefert. Wir bitten alle Stellen, für die möglichst zahlreiche Einsendung der Zedakah-Nummern von 1926 besondere Sorge zu tragen und danken ihnen für ihre Bemühungen in dieser Angelegenheit. Dieser Nummer liegt ein vollständiges Sachverzeichnis der in den Jahren 1925—1928 erschienenen Aufsätze, sowie das alphabetische Verfasserverzeichnis bei. Provmzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege Grenzmark-Posen-Westpreuhen. Am 18. November fand in Schneidemühl die Gründungsversammlung des Provinzialverbandes Grenzmark-Posen-Westprueßen unter dem Vorsitz von Herrn Dr. Rosenzweig und unter Beteiligung einer ganzen Reihe von Vertretern der Grenzmarkgemeinden und Vereine statt. Tie im Entwurf vorliegende Satzung wurde mit kleinen Abänderungen angenommen. Der Sitz des Provinzialverbandes ist in Schneidemühl, Bismarckstraße 5. Der engere Vorstand besteht aus folgenden Personen: Rabbiner Tr. Rosenzweig, Stadtrat .Schneider, Frau Justizrat Soldin. > Im Anschluß an den Geschäftsbericht über die bisherige Tätigkeit des provisorisch bereits seit einigen Monaten bestehenden Verbandes hielt Frl. Weinreich — Zentralwohlfahrtsstelle Berlin — ein Referat über das Thema: „Neue Formen wirtschaftlicher Fürsorge". Begründung eines Bezirksverbaudes für jüdische Wohlfahrtspslege Südfachfen-Thüringen, Sitz Erfurt. Am 11. November d. Js. fand in Erfurt unter dun Vorsitz des Vorsitzenden des Vorstandes der dortigen Synagogengemeinde, Herrn Pinthus, eine Besprechung statt, an welcher Vertreter insbesondere von thüringischen Gemeinem \ sowie der Gemeinde Erfurt teilnahmen. Tie Zentralw fahrtsstelle der deutschen Juden war durch den Geichäftsfül die Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge und Arbeitsn«y weise durch Herrn Tr. Kreutzberger vertreten. Nach eii.M/ hender Besprechung erfolgte im Anschluß an die voraufgegängene Verhandlung in Halle die Begründung des Bezirksverbandes für jüdische Wohlfahrtspflege Thüringen-Südsachsen mit dem Sitz in Erfurt statt. Tie Leitung liegt in Händen eines vorläufigen Ausschusses, dem Herr Pinthus, Herr Rabbiner Dr. Schüftan, Herr Dr. Wolsfheim in Erfurt und Herr Medizinalrat Tr. Noack in Gotha angehören. Eine Reihe von Fragen, die das Verhältnis zum Nordsächsischen Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege, Sitz Magdeburg betreffen, mit dem ein enges und gutes Zusammenarbeiten sichergestellt werden soll, sollen in einer demnächst in Halle stattfindenden Zusammenkunft besprochen und zum Abschluß gebracht werden. Dem neu begründeten Bezirksverband wurde neben der Durchführung der Wohlfahrtspflege auch diejenige der Wanderfürsorge und des Arbeitsnachweises übertragen. Im übrigen erörterte die Versammlung im Anschluß an. Ausführungen von Herrn Tr. Kreutzberger eingehend insbesondere eine Reihe von bedeutungsvollen Fragen der Arbeitsfürsorge. Sitzung des gefchästsführenden Vorstandes der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden. Am Sonntag, den 4. November 1928, fand in Berlin in den Räumen der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden eine Sitzung des geschäftsführenden Vorstandes der Zentralwohlfahrtsstetle statt, an welcher die meisten auswärtigen und Berliner Vorstandsmitglieder teilnahmen. Aus der sehr umfangreichen Tagesordnung seien die folgenden Verhandlungsgegenstände und Beschlüsse Hervorgehoben: Zu Eingang wurde noch« einmal der verstorbenen Mitarbeiterin der Zentralwohlfahrtsstelle, Frau Henriette May, gedacht und des schweren Verlustes, den die jüdische Wohl-

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