Nachrichtendienst
- Journal
- Nachrichtendienst
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 4 (April 1928)
- Date
- 1928-04-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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— 15 — Aus Zeitschriften Abgeschlossen am 31. März 1928. I. Allgemeines Zedakah und Wohlfahrtspflege, von Dr. Jacob Horovitz, Frankfurt a. M., Dr. Hermann Vogelstein, Breslau, Eugen Caspary, Berlin, Justizrat E. Strauß, München. Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge Nr. 9, März 1928. II. Wirtschaftliche Fürsorge und sozialpolitische Grenzgebiete Wirtschaftsproblemc. Professor Dr. Julius Hirsch, E.B.-Zeitung Nr. 9, März 1928. Die jüdische Arbeiterfürsorge Breslau. Eugen Samson. Jüdische Zeitung für Ostdeutschland, Nr. 12, 23. März 1928. Der Anteil der Juden an der polnischen Auswanderung. I. Dijour, Berlin. Jüdische Arbeits- und Wandersürsorge, Nr. 9, März 1928. III. Jugendwohlsahrt und Gesährdetensürsorge Das Jugendamt der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Eugen Caspary. Gemeindeblatt der jüdischen Gemeinde Berlin. Nr. 3, 2. März 1928. Ein Jahr Jugendamt, Kölner jüdisch-liberale Zeitung Nr. 11, 16. März 1928, Nr. 12, 23. März 1928. Der Bankrott der Familie. Ein Nachwort zum Krantz-Prozeß von Stadtrabbiner Dr. Rieger, Stuttgart. Jüdischliberale Zeitung, Nr. 9, 2. Februar 1928. Ein Tag im Waisenhaus zu Pleasantville (New L)ork). Erna Cronheim. Der Schild, Nr. 11, 12. März 1928. Unsere gefährdete Jugend. Referat, gehalten aus der Frankfurter Gesamtvorstandssitzung November 1927. Dr. jur. Rebecca Zadik, Hamburg, Blätter des jüdischen Frauenbundes, Nr. 3, März 1928. Ueber die Verbreitung der Geschlechtskrankheiten unter der städtischen jüdischen Jugend. M. E. Berkowitsch. Ose- Rundschau, Nr. 2, Februar 1928. IV. Jugendpflege und Jugendbewegung Die jüdische Jugendbewegung und die jüdische Lehrerschaft. (Vom jüdisch-weltanschaulichen Standpunkt aus behandelt.'» A. Neuhaus, Fritzlar. Jüdische Lehrerzeitung, Nr. 3, 15. März 1928, Io. April 1928. Jüdische Jugend auf neuen Wegen. Eugen Caspary. Israel. Familienblatt, Nr. 11 vom 15. März 1928. Judentum und Sport. Dr. Hermann Lelever, Berlin. Israel. Familienblatt, Nr. 11 vom 15. März 1928. Erstes Berliner jüdisches Hallensportfest. Leo Sachs. Der Schild, Nr. 13, 26. März 1928. V. Beoölkerungsfragen Der deutsche Jude und die Großstadt. Herbert Philippsthal, Charlottenburg. Gcmeindeblatt der ifrael. Gemeinde Frankfurt a. M., Nr. 7, März 1928. Die bevölkerungspolitischen Probleme. Referat, gehalten auf der Tagung der jüdisch-konservativen Vereinigung Frankfurt a. M., von Professor Dr. Wilhelm Hanauer. Jüdisches Wochenblatt, Frankfurt, Nr. 11, 16. März 1928. Der zersetzende Einfluß der Mischehe. Das wichtigste innerjüdische Zeitproblem, von Herbert Philippsthal, Charlottenburg. Das jüdische Echo, Nr. 9, 2. März 1928. Die jüdische Natalität in Deutschland. Herbert Philippsthal. Der Schild, Nr. 13 vom 26. März 1928. Die Juden in Bayern. Eine statistische Untersuchung von Herbert Philippsthal. Bayerisch-Israelitische Gemeindezeitung, Nr. 5, 15. März 1928. Der Verfall des jüdischen Lebens auf dem Lande. Ein Hilferuf von Leo Frank. Der Jugendbund, Mitteilungen des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands, Nr. 3,1. März 1928. Bücherbesprechungen und -Eingänge Zur Soziologie der jüdischen Frauenbewegung in Deutschland Von S. Wronsky. Jahrbuch für Jüdische Geschichte und Literatur 1927. Verlag M. Poppetauer. Berlin 1927. In einem auch für die Wohlfahrtspflege bedeutungsvollen Aussatz gibt Frau Wronsky einen Ueberblick über die soziologischen Grundlagen der jüdischen Frauenbewegung in Deutschland, ihre organisatorische Gestaltung im Jüdischen Frauenbund und dessen geschichtliche Entwicklung. Frau Wronsky glaubt die Bewegung dahin charakterisieren zu können, daß sic „eine Andersartigkeit der Schattierung" der modernen europäischen Frauenbewegung zeige, aber sich nicht in der „Fähigkeit eigenartiger schaffender Kräfte" äußere. Sie gliedert die Bewegung in drei Abschnitte: von 1815 bis 1850, von etwa 1850 bis 1915 und von 1915 ab. Im ersten Stadium brachte die geistig-ästhetische Betätigung der Frauen, die vor allem zu einer Erschließung der europäischen Kulturwelt führte, eine Verkümmerung der Erkenntnisfähigkeit ernster soziologischer und biologischer Gefahren: des Geburtenrückganges, des Eindringens der Volkskrankheiten, der Zunahme der Zahl der unehelichen Kinder. Die jüdische Frauenbewegung arbeitete zunächst nicht positiv auf einen Schutz der weiblichen Kräfte hrn, sondern sie genügte sich ut der Einrichtung einiger caritativer Anstalten zur Unterstützung Hilfsbedürftiger. Dagegen trugen jüdische Frauen zur Entwicklung der Bestrebungen der allgemeinen Frauenbewegung aus sozialem Gebrete m hohem Maße bei (z. B. Henriette Goldschmidt, Lina Morgenstern, Jeanette Schwerin, Josefine Levy-Rathenau, Alice Salomon u. a.). Eine eigene jüdische Frauenbewegung trat um die Jahrhundertwende im Einschluß an einen internationalen. Frauenkongreß in Berlin m Erscheinung. Der „Jüdische Frauenbund" wurde damals von Berta Pappenheim ins Leben gerufen (1904). Es schlossen sich in ihm zunächst 42 jüdische Frauenvereine zusammen, deren Zahl rasch wuchs und heute 430 beträgt. Die Gründungsstatuten sahen als Arbeitsgebiete in erster Linie die Wege und Ziele sozialer Hilfstätigkeit an. Ein Vergleich mit der heute geltenden Satzung zeigt, daß das soziale Arbeitsfeld vor allem durch Maßnahmen der Bevolkerungspolitrk und der Bekämpfung der Volkskrankheiten erweitert wurde. T?e praktische Gestaltung der aus den Delegiertentagungen geäußerten sozialen Forderungen bestand in der Schaffung einer Reihe von Einrichtungen, besonders aus dem Gebrete des Erziehungswesens und durch