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Nachrichtendienst · 1927-04-01 · Heft 6 (April 1927) · p. Seite 10

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1926-1927
Issue
Heft 6 (April 1927)
Date
1927-04-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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— 10 — Lausende Unterstützungen wurden an 37 Personen monatlich.Mk. 768,— bewilligt, insgesamt also .Mk. 9216,— Die Chanukkaspende betrug .... Mk. 400,— Die Kartoffclversorgung 237 Zentner im Betrage von .Mk. 829,50 Für Mazzothversorgung waren erforderlich Mk. 358,50 Ferner wurden 22 jüdische Strafgefangene am Pessachfefte rituell verpflegt. Dazu kommen Leistungen des städtischen Wohlfahrtsamtes, die durch Anregung und Vermittlung der Zentralwohlfahrtsstelle gegeben werden: an 38 Kleinrentner .Mk. 1355,— an 5 Sozialrentner .Mk. 85,— an 21 Personen Armenunterstützung . . Mk. 494,— an 2 Kriegsvcrletzte je . . Mk. 33,40 an 2 Kriegerwitwen je Mk. 34,50 an 3 Kriegerwaisen je . . . Mk. 13,— an 5 Kriegshinterbliebene je : Mk. 11,90. Breslau. Jüdisches Wohlfahrtsamt. Bericht vom 1. 4. 1926 bis 31. 3. 1927. Insgesamt wurden im Berichtsjahre etwa 1350 Familien und 580 atteinfteljenbe Personen betreut. Unter diesen waren ungefähr 780 Erwerbslose, in der letzteren Zahl sind gegen 240 jugendliche Erwerbslose mit inbegriffen. Die Gesamtseelenzahl der Betreuten ist auf etwa 5000 Menschen zu veranschlagen. Das Jahr 1928/27 erforderte folgende Ausgaben laut untenstehender Tabelle. Seitens der Gemeindebehörden waren für den angegebenen Zeitraum 120000,-- Mk. zur Verfügung gestellt worden. Dieser Betrag ist um rund 42 840,— Mark überschritten worden. Die Gesamtsumme sämtlicher Barunterstützungen (monatlich, einmalig, Jugend- und Kinderfürsorge usw.) betrug insgesamt rund 129 880 Mk., während an Sachleistungen (Naturalien, Kohlen, Mazzoth, Kleidung usw.) rund 32 960 Mk. erforderlich waren. Die einzelnen Monatsunterstützungen für eine Person oder Familie schwankten zwischen 3 und 40 Mk., desgleichen in der Jugend- und Kinderfürsorge zwischen 5 und 60 Mk. Die niedrigste Jahresunterstützung für eine Familie hat 90 Mk., der Höchstsatz 650 Mk. betragen. An Einnahmen hatten wir außer den erwähnten Zuwendungen insgesamt 9870 Mk. zu verzeichnen. Es waren 5650 Posteingänge zu bearbeiten unb 5805 Postausgänge zu verzeichnen. Hierbei sind nicht mitgezählr Massenausschreibungen, z. B. Anweisungen für Kohle, Mazzoth, Kleidung, Lebensmittel usw. Es waren 2809 Hausbesuche und Ermittlungen notwendig, während unsere Bedürftigen in 16 195 Einzelfällen bei uns vorgesprochen haben. Die verschiedenen Ausschüsse des Wohlfahrtsamtes haben insgesamt 203 Sitzungen abgehalten. Die Rechtsschutzstelle, die erst seit einiger Zeit arbeitet, konnte in 71 Fällen eintreten. Ebenso kurze Zeit besteht die Tuberkulosenfürsorge, tue eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Jüdischen Frauenbund darstellt. 44 Fälle find hier zur Bearbeitung gelangt. Die Be treuung der hier in Frage kommenden Personen hat außerordentlich gute Erfolge gezeitigt. Der Ausschuß für Gesundheitsfürsorge hat — in Gemeinschaft mit anderen Einrichtungen — in 104 Fällen Beihilfen zu Erholungs- oder Badereisen gewährt. Seitens der Kinderfürsorge sind 560 Fälle bearbeitet worden, während durch die Jugend- und Gefährdeten-Fürsorgc 410 Fälle zur Erledigung gelangt sind. Die Gemeindeschwester hat 1281 Besuche mit 2492 ambulanten Hilfeleistungen erledigt, während seitens der Hilfsfürsorgerin 529 Hausbesuche und 256 Gänge im Interesse der Bedürftigen erforderlich gewesen sind. Zahl d. Fälle aufgew.Betrag Laufende Monatsunterstützung . . 3 599 42150,48 Speisung . 18 568 P. 8 781,45 Lebensmittel .1516 P. 6 951,32 Brotmarken und Semmel . . . 14 074 4 030,14 Gemeindegeschenk . 902 17104,— Einmalige Unterstützung .... 2 235 47 027,42 Jugendfürsorge . 552 13 734,52 Strafgefangene . 45 701,50 Durchwandererfürsorae . 639 8 285,60 Peab . 620 1513,30 Mazzothbeihilfen 1926 . . . '. 1 137 2076,45 Heiratsbeihilsen . 7 950,— Bade- und Erholungsreisenbeihilfen . 104 4 612,— Danzig. Jahresbericht der Jüdischen Zentralwohlsahrtsstelle vom 1. April 1923 bis 31. März 1927. Charakteristisch ist für die Wohlfahrtspflege im Gebiet der freien Stadt Danzig, daß sie im Dienste internationaler Wohlfahrtspflege geleistet wird. Aus dem Bericht geht hervor, daß die Danziger Negierung, die staatlichen Wohlfahrtsstellen sowie das polnische Kommissariat eng mit der jüdischen Zentralwohlfahrtsstelle zusammenarbeitcn. Die Gesamtsumme, welche 1926/27 für Wohlfahrtspflege ausgegeben wurde, belief sich auf Gulden 184 773,21 Davon sind für nicht ansässige Arme, für durchwandernde Kranke und staatenlose Glaubengenossen G 97 292,04 verwendet worden. Für die direkt der Leitung der Zentrale unterstehende Einrichtung der Wanderfürsorge find G 7 636,— für die Unterhaltung der Küche, G 9 377,88 aufgewendet worden. In der Wanderfürsorge wurden rund 1000 Personen betreut, die Küche hat im letzten Jahre 21000 Portionen Essen verabreicht. Mit Hilfe einer Pessachsammlung konnten 750 Personen mit einem Kostenaufwand von G 7 200,— bedacht werden. Zu erwähnen sind Anfänge von Jugendfürsorge (Uebernahme von Schulgeld, Ausbildung usw.). Neuerdings ist auch eine jüdische Leihkasse auf geschäftlicher genossenschaftlicher Basis begründet worden, die sich zur Aufgabe stellt, schwache jüdische Gewerbetreibende, Handwerker usw. durch Gewährung von Darlehen zu stützen. M a n n h e i m. Wohlfahrts- und Jugendamt der israelitischen Gemeinde. Der vorliegende Bericht erstreckt sich auf die Tätigkeit des neu begründeten Wohlfahrts- und Jugendamtes für die Zeit vom Oktober 1926 bis März 1927. Zurzeit stehen in der Fürsorge des neuen Amtes 138 Fälle, davon find 57 Mittelstands- und 81 ArmenfMe. 23 der Fälle stehen in behördlicher Fürsorge und 32 in laufender Unterstützung des jüdischen Wohlfahrtsamtes. Bei 11 Fällen wurden gesundheitsfürsorgerische Maßnahmen, bei 22 Fällen Maßnahmen der Erziehungsfürforge eingeleitet. Die Sprechstunde wies im Februar einen Besuch von 263 Besuchern auf. Die Mittel für die Unterstützungen werden in -erster Linie von den zahlreichen Mannheimer Vereinen gegeben. Mit der Errichtung des neuen Amtes ist die Einführung von Pflegschaften eingeleitet worden. Verheißungsvolle Ansätze sind vor allem auf dem Gebiet, der Jugendfürsorge vorhanden. Geschäftsführer ist Fräulein Minka T h a l m a n m

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