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Nachrichtendienst · 1926-11-01 · Heft 5 (November 1926) · p. Seite 8

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1926-1927
Issue
Heft 5 (November 1926)
Date
1926-11-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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- 8 - Ort und Straße Name der Anstalt Zahl der vorhandenen Plätze Zahl der belegten Plätze m. w. m. w. Es können ausgenommen werden:! Wann m.! zu welchem Verpflegungssatz Bemerkungen Tinstatten äer 6etunützett5Mrlorge: Kreuznach Jüd. Kinderhcilstütte ca. 60 3.50 M. f. Kinder 5.50 M. f. Erw. Nordrach im Schmarzwald Rothschild'che Lungenheilstätte 51 40 11 sofort 6.50 M. täglich Segeberg, Bismarckallee 3 Jüd. Erholungsheim 100 90 10 sofort 2.50 M. täglich Wolfratshausen im Jsarthal Jüd. Landheim E. B. 70 30 40; sofort 3.50 M. täglich Ntter5türforge: Aachen Jsr. Asyloerein E. B. 22 17 5 | sofort 150 M. monatl. Berlin N 54, Gormannstraße 3 Jfr. Hcimathaus 68 79 2 i sofort 42 M. monatl. Dortmund Jfr. Altersheim 15 , 27 13 25 4 sofort 120 M. monatl. Speyer Jfr. Altersheim f. d. Pfalz 40 10 22 8 sofort 150 M. monatl. Bremen Jfr. Altersheim - - 10 sofort 125 M. monatl. Aus* und Fortbildung Die Zeutralwohlsahrtsstclre der deutschen Juden hat, wie bereits durch die Presse mitgeteilt wurde, von der Großen Ausstellung Düsseldorf 1926 für Gesundheitspflege, sozial? Fürsorge und Leibesübungen (Gesolei) die goldene Medaille erhalten. Der Wohlfahrtssilm „Ein Freitag-Abend" wurde bisher in Berlin 19mal und im Reiche 47mal aufgeführt. Es liegen noch feste Bestellungen auf 15 Ausführungen vor. Alle Gemeinden und Organisationen, die bisher eine Ausführung noch nicht veranstaltet haben, werden gebeten, Bestellungen baldigst an die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, zit richten. Der Film steht ab Ende März zur Verfügung. Die, Ausstellung der freien Wohlfahrtspflege (Liga), an der die Zentralwohlfahrtsstelle durch ihre eigene Verbandskoje in den einzelnen Fachabteilungeu sehr stark beteiligt ist, wird im Frühjahr d. Js. als W a n d c r - a n s stellung zunächst in Stuttgart eröffnet werden. Der R e i ch s a u s s ch u ß der deutsche it I u g endverbände veranstaltet im Lause dieses Jahres eine Ausstellung, welche den Namen „D a s junge Deutsche l a n d" trägt. Die Ausstellung hat sich zur Aufgabe gestellt, einen Gesamtüberblick über die soziale, gesundheitliche und geistige Lage der Jugend zu geben und auf Grund dieses Ueberblicks in allererster Linie für den Gedanken der Notwendigkeit einer ausreichenden Freizeit der Jugend zu werben. Zur Vorbereitung der Ausstellung hat der Reichsausschuß einen Berwaltungsausschuß gebildet, in welchem alle in Frage kommenden Reichs- und Landesministerien und di? übrigen Staats- und Kommunalbchörden, ferner die Spitzenorganisationen der Wohlfahrtspflege, unter ihnen die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, vertreten ist. Die eigentliche Ausstellungsarbeit erfolge in Fachausschüssen, in welchen alle in Frage kommenden Organisationen Vertreter entsenden sollen. Es sind gebildet worden: 1. ein technischer Ausschuß', 2. ein Fachausschuß für allgemeine Statistik (Gesamtdarstellung der Lage der Jugendlichen, Arbeits-, Wohnungs-, Gcsundheitsverhältnisse, 3. ein Fachausschuß für die Verwendung der Freizeit der Jugend auf kulturellem Gebiet, auf dem Gebiet der beruflichen Fortbildung, auf dem Gebiet der Körperpflege, 4. ein Fachausschuß für Jugend und Kultur. Die Zentralwohlsahrtsstelle ist ausgefordert worden, für alle diese Fachausschüsse und ihre Untergruppen Vertreter zu benennen. Die Vertretung erfolgt im wesentlichen durch Mitglieder des Reichsausschusses der jüdischen Jugendveröände. - Ilm diesen Ueberblick zu geben, sollen die Jugendverbände über ihre Arbeit und ihre Aufgaben berichten. Aber auch aus der Tätigkeit der freien Wohlfahrtspflege soll gezeigt werden, was sie auf dem Gebiete der Jugendpflege leistet. Zu diesern Zweck sind an die jüdischen Wohlfahrtsstelle'w vor einiger Zeit durch die Z.W.St. Fragebogen -geschickt worden, um deren baldige Beantwortung gebeten wird. Der Gutachterausschuß für das öffentliche Kranrenhauswesen (Sitz Düsseldorf) beschäftigte sich in einer Besprechung am 2. Dezember 1926 in Berlin eingehend mit den Fragen eitler Reform der S ch w e st e r n a u s b i l d u n g, die insbesondere hinsichtlich der hauswirtschaftlichen Vorbildung nicht mehr den modernen Ansprüchen genügt, ferner auch einett beklagenswerten Mange! an Nachwuchs gut vorgebildeter Spezialschwestern aufweift. Das Ergebnis der Aussprache ergab folgendes: 1. Es wird eine einheitliche Regelung der Ausbildung in Krankenpflege durch das Reich gewünscht. 2. Als Mindest-Ausbildungsdauer werden 2 Jahre gefordert unter der Voraussetzung, daß die Schülerinnen eine ausreichende hauswirtschaftliche Vorbildung mitbritigen, andernfalls müssen sie einen besonderen, mindestens halbjährigen hauswirtschaftlichen Kursus durchmachen. 3. Abschluß der Ausbildung wie bisher mit Examen, Approbation, jedoch frühestens 1 Jahr nach Beendigung der Ausbildung. 4. Spezialausbildung (als Diät-, Operations-, Säuglingsschwester etc.) grundsätzlich nur im Anschluß an die allgemeine Krankenpflegeausbildung. Für die Röntgenschwester wird als Uebergang em.e vorhergehende allgemeine kcankenpflegerische Vorbildung vorgeschlagen. Erwünscht ist für die Zukunft auch für diese die volle Ausbildung. In der letzten Zeit sind an die Zentralwohlfahrtsstelle häufig Anfragen gekommen, Heime zu benennen, in welchen Kindergärtnerinnen nach Ablegung ihres Examens ein Jahr lang praktisch arbeiten können, bevor sie ihre A u s - bildung zur Jugendleiterirr vollenden. Wir haben zu diesem Zivecke Heime festgestellt, die den staatlichen Anforderungen zur Ausbildung von Praklikaittinnen genügen und bereit zur Aufnahme sind. Es sollen daher nachfolgend die

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