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Nachrichtendienst · 1925-12-01 · Heft 4 (Dezember 1925) · p. Seite 11

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1925
Issue
Heft 4 (Dezember 1925)
Date
1925-12-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Waisenhäuser, von Rabbiner Dr. Siegfried Behrens, Nürnberger isr. Gemeindeblatt, Nr. 1. Gefährdetensürsorge, von Dora Silbermann, Blätter des jüd. Frauenbundes, Nr. 1t). Die Erziehungsanstalt in Cöpenick, von Margarete Schäfer, ebenda. Wenn das Tor sich schließt, von Hannah Karminiski, ebenda. Wie schützen wir unsere Jugend vor den Gefahren des Großstädtlebens, von Lotte Stiebet, ebenda. Der 1. Internationale Kongreß f. Kinderwohlfahrt in Genf, von Bettin Brenner, Blätter des jüdischen Frauenbundes, Nr. 1 und Gemeindeblatt d. Isr. Gemeinde Leipzig, Nr. 6. Eine jüdische Fürsorgeschwester für Königsberg, von Arthur Cohn, Königsberger jüd. Gemeindeblatt, Nr. 2 Eingegangene Bücher. Muthesius Hans: Wohlfahrtspflege. Verlag I. Springer, Berlin. Inhaltsverzeichnis: Einleitung. B. Die Leistungen der Fürsorge. C. Die Lasten der Fürsorge D. Verhältnis der öffentlichen Fürsorge zu anderen Fürsocgeleistungen. E. Der Hilfsbedürftige, seine Pflichten, seine Rechte. 148 S. Holbeck Dr. O. v.: Die Grundzüge der Organisation der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Hans Robert Engelmann. 23 S. Lic. Steinwe g: Die Neuregelung der öffentlichen Wohlfahrtspflege und die evang. Kirche. Wichern-Verlag, Berlin- Dahlem. 54 S. Tr. B r u n o I u n g; Das materielle Fürsorgerecht. Wichern- Verlag, Berlin-Dahlem. D. Ulrich: Wohlfahrtspflege und Persönlichkeit. Wichern- Verlag, Berlin-Dahlem. 43 S. Dr. Otto Wölz: Aufgaben deutscher Wohlfahrtspolitik. Seebach und Sohn, Berlin. 71 S. Amtshauptmann Hardraht: Die gegenwärtige Entwicklung des öffentlichen Fürsorgewesens auf dem Lande. Verlag L. Braun, Karlsruhe. 133 S. Tr. Maria Hey nach er: Die Berufslage der Fürsorgerinnen. Verlag I. Braun, Karlsruhe. 74 S. Tr. rer. pol. H. Weber: Die Wohlsahrtspflegerin. Verlag H. Paetel, Berlin. 96 S. Kirchliche Wandersürsorge. Wichern-Verlag, Berlin-Dahlem. Die Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft 1923/25. Verlag, Quelle & Meyer, Leipzig. 280 S. Tr. A. P h ilip p'sb o rn: Das Aufwertungsgesetz vom 16. 7. 25. Für die Praxis der Wohlfahrtspflege bearbeitet. Nr. 1 der Veröffentlichungen der Liga von Hauptveröänden der freien Wohlfahrtspflege. Gerichtshilfe für Erwachsene. Der Sinn der Hilfe. S. Jakobi, F. Tromp, B. Freudenthal. 41. Jahrbuch der Gefängnisgesellschaft für die Provinz sachsen-Anhalt. 105 S. 41. Jahrbuck; der Gefängnisgesellschaft für die Provinz Sachsen-Anhalt. 105 S. Schatzrat Dr. Hartmann: Fürsorge für männliche jugendliche Wanderer vom Standpunkt der Jugendfürsorge. Verlag G. Braun, Karlsruhe. 74. S. Pastor Beutel: Kirche und Jugendwohlfahrt. Wichern- Verlag, Berlin-Dahlem. 186 S. Pfarrer I. Diering: Das ländliche Jugendamt. Caritas Verlag, Freiburg. Bürgermeister E. Werner: Jugendpflege und Jugendfürsorge, ihre Organisation, Einrichtung und praktische Durchführung innerhalb und außerhalb des R. I. W. G., sowie die Aufgaben und der Aufbau der Jugendwohlfahrtsbehörden, (Band 27 der Bücher für Recht, Verwaltung und Wirtschaft. Verlag Kameradschaft Verlagsgesellschaft m. b. H. Berlin. Die Altersstufen der Minderjährigen in der Reichsgesetzgebung. Deutsches Archiv für Jugrndwohlfahrt. Bericht über die 3. Tagung über Psychopathenfürsorge Heidelberg 1924. Verlag I. Springer. 36 S. Handbuch für den Einzelvormund. Herausgeg. vom Verband für Einzelvormundschaft. Frankfurt a. M., Stiftstraße 30. 72 S. Deutsche I u g e n d w o h l f a h r t, Denkschrift anläßlich des Allg. Kinderwohlfahrtskongresses herausgeg.ben vom Deutschen Roten Kreuz, dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge und dem Archiv für Jugendwohlfahrt. Das Buch kann nicht als eine lückenlose Darstellung betrachtet werden, da bei der Frage der Mittelbeschaffnng unter den Organisationen die Zentralwohlfahrtsstelle der Deutschen Juden und der 5. Verband nicht aufgeführt sind. Der Ueberblick über das Sachgebiet, wird den in der Jugendwohlfahrt tätigen Kräften willkommen fein. Wege und Ziele der Gesundheitsfürsorge unter dem Gesichtspunkt der Planwirtschaft. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft sozialhygienischer Reichsfachverbände. Preis 5 Mark. Das Buch enthält den Bericht über den 1. Fortbildungstehrgang der deutschen Gesundheitsfürsorgeschule. Die Schrift wird Fürsorgerinnen und Schwestern sehr willkommen sein. Bestellungen werden an die Z.W.St. erbeten, da eine Ermäßigung des Preises bei größerer Bestellung eintreten kann. Mitteilungen der ftauptftelle für Mische wanüerfiirsorgc und Nrbciunachwcifc. Nachdem in den Vormonaten die Reorganisationsarbeit der Hauptstelle für jüdische Wandersürsorge und Arbeitsnachweise wesentliche Ergebnisse in Sachsen (Provinz sowohl als Freistaat), Bayern, Schlesien, Rheinprovinz, Westfalen und Hannover gezeitigt hatte, fand am 6. September d. Js. in Berlin unter dem Vorsitz des Herrn Rabbiner Salomonski die Tagung des Brandenburgischen Verbandes für jüdische Wohlfahrtspflege statt. Neben anderen Problemen der Wohlfahrtspflege wurde auch die Wandersürsorge eingehend besprochen. Die Diskussion wurde eingeleitet durch ein Referat über den gegenwärtigen Stand unserer Organisation, gehalten von dem Geschäftsführer der Hauptstelle Herrn Rudel. Während einzelne Gemeinden von der Existenz der Hauptstelle nichts wußten, erklärte z. B. der Vertreter von Brandenburg, daß ihm vor seiner Abreise zur Sitzung von dem Gemeindevorstand aufgetragen wurde, der Versammlung mitzuttilen, daß seitdem die .Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge und Arbeitsnachweise ihre Tätigkeit ausgenommen habe, eine wesentliche Besserrlng der Verhältnisse eingetreten sei und die Gemeinde nur noch einen viel geringeren Zustrom von Turchwanderern aufzuweisen habe. Die Versammlung beschloß, dem Antrag der Hauptstelle, in Frankfurt a. O. keine Provinzialkasse zu errichten, stattzugeben, hingegen über den Vorstand des Provinzialverbandes zu ersuchen, zusammen mit der Hauptstelle eine finanzielle Regelung mit den östlich von Frankfurt a. O. gelegenen Provinzialkassen vrozunehmen. Am 8. November tagte der Verband sächsischer Religionsgemeinden zu Leipzig, um insbesondere über die Erfahrungen zu beraten, die man in den vergangenen vier Monaten mit der Neuordnung der Wandersürsorge im Freistaate Sachsen gemacht habe. Dr. Kreutzberger erstattete Bericht über den Stand der Gesamtorganisation und konnte insbesondere an Hand statistischen Materials zeigen, daß der Durchwandererverkehr der Gemeinde Leipzig, die für den Freistaat Sachsen zentrale Aufgaben zu leisten hat, rapide zurückgegangen ist. Während im Monat Juni 67 Petenten mit Fahrkarten versehen wurden, sind es im August 43. Auf der anderen Seite zeigte allerdings die Statistik mit aller Klarheit, daß die Kleingemeinden, die die Abfertigung in unsachgemäßer Weise, vornehmen, einen erheblichen Zuwachs an Turchwanderern zu verzeichnen hatten. Während z. B. die Gemeinde Plauen im Monat Juni nur 5 Petenten meldete, sind es im August 43. Schon aus diesen Zahlen Leipzigs und Plauens ist ersichtlich, daß die Wanderer, die aus bestimmten Gründen in Leipzig abgewiesen werden mußten, sich nach der Provinz gewandt haben. Deshalb ist es notwendig, das Meldesystem im Freistaat Sachsen genauer durchzusühren, d. h. die Zentralkasse Leipzig muß täglich von sämtlichen Abfertigungen alle acht angeschlossenen Gemeinden benachrichtigen. Tie Diskussion, an der sich die Vertreter aller Gemeinden beteiligten, ergab, daß man mit den Richtlinien und der Arbeit der — 11 —

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