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Nachrichtendienst · 1925-07-01 · Heft 3 (Juli 1925) · p. Seite 6

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1925
Issue
Heft 3 (Juli 1925)
Date
1925-07-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Dem Hajhjähresb er icht der Sammlung' „Jüdische Not", abschließend mit dem' 20. Mai, entnehmen wir folgende Daten: Es wurden unterstützt: 16 geschlossene Anstalten der Alters-, Siechen- und Gesundheitsfürsorge für Erwachsene mit 759 Plätzen^ 15 geschlossene Anstalten der Jugendwohlfahrt mit 697 Plätzen, 6 halboffene Anstalten der Kinder- und Jugendfürsorge mit 464 Plätzen, insgesamt 37 Anstalten mit 1920 Plätzen. Diesen Anstalten wurde in der Zeit vom 20. November 1924 bis 20. Mai 1925 ein Betrag-von 76 366 Mart zugeführt, der sich zum allergrößten Teil aus monatlichen Beiträgen von 50 Mark znsammensetzt. Unter diesen Anstalten befinden sich nicht ausschließlich Groß-Berliner Einrichtungen, sondern auch die 3 Anstalten des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes (Repzin, Copenick und Beelitz), sowie die Neichsanstalten Lehrerinnenheim, Taubstummenanstalt, Blindenanstalt, das Kinderfiüchtlingsheim und 2 aus'läudische^Einrichtnngeu. Im November 1924 betrug die Zahl der Spender 45, im Mai 1925 320. Diese einheitliche Sammelaktion, welche anläßlich j.edcr Verteilung den Bedarf jeder einzelnen Anstalt prüft und die Beiträge ohne Abzug von Berwaltungstüfteu den Anstalten zuführt, erfreut sich steigender Beliebtheit, weil sie manche nicht immer würdige Formen des Sammelwesens abgelöst hat und wird daher trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die gerade in letzter Zeit aufgetaucht sind, mit verhältnismäßig gutem Erfolg weitergeführt. Wir können den Wohlfahrtszeutralen au den größeren ' Plätzen und den bereits fester organisierten Landes- und Provinzialvecbänden diese Art der Sammlung nur wärmstens empfehlen. Die Geschäftsstelle der Z.W.St. ist bereit, beratend und ausknnftserteilend bei der Organisation solcher Sammlungen milzuwirken. Aus den Mitteln R e i ch s f a m m l u n g „Brüder i n N o t", der „Deutschen N o t h i l fe", aus Mitteln des Zentralausschusses für die Aus l a nd s h il fe, sämtlich Organisationen, in denen die Z.W.St. mita.rbeitet, sowie ans Mitteln des Fonds für die Rhein- und Ruhrverdrängten wurden in der letzten Zeit der Z.W.St. 3400 Mark zugewiesen. Die große Fülle von einzelnen Unterstützungsanträgeu, für die mangels jedes leistungsfähigen Trägers in Form einer Gemeinde oder eines Wohlfahrtsvelbandes leider nur die Z.W.St., eintreten kann, hklben diese Mittel bereits wieder gänzlich erschöpft. Die P e n s i o n s k a s s e der freien Wohlfahrts - pflege ist unter Beteiligung, der Z.W.St., die einen Aufsichtsratssitz erhalten hat, begründet worden. „Caritas" und „Innere Mission" haben sich chr angeschlossen, obzwar diese Verbände bereits eine eigene Pensionskässe für ihre Beamtengruppen besitzen, und werden einen bestimmten- Teil der ihnen ange.chwssenen Beamten in die Pensionskasse entsenden. Meckolattec und Statuten der Pensionskasse sind von der Geschäftsstelte zu beziehen. Wir fordern alle Wohlsahrtszentralen, -anstalten und -einrichtungen aus, uns umgehend mitzuteilen, wieviele ihrer Angestellten voraussichtlich die Mitgliedschaft der Pensionskasse anstceben werden. vi. flushunfr, Beratung und Archiv. Die Geschäftsstelle der Zentcalwohlfahrtsste.le hatin der letzten Zeit ein umfassendes Z e i t sch r i f t e n - A r ch i v angelegt, das in systematischer Anordnung die wichtigsten Zeitjchris en der algemeinen Wohlfahrtspflege umfaß:, und zwar: .Gesetzliche Bestimmungen (4), Allgemeine Wohlfahrtspflege (13), Sozialpolitik (2), Jugendwohtfahrt (3), Jugcndp.lege (2), Gesundheitsfürsorge (6). Ferner umfaßt das Zeilschcifteu- Archiv der Zeiitralwoh!fahrt?stelle alle jüdischen Zeitungen, Zeitschriften und Mitteitungsblätter in Deutschland, soweit' sie für die jüdische Wohlfahrtspflege wichtig sind. ES sind dies 21 Gemeindeblätter und Zeitungen, 3 Zeitschriften der Frauenbewegung, 14 Blätter der Jugendbewegung und Jugendpflege, 4 Zeitschriften der Wohlfahrtspflege und je 6 Zeitschriften aus dem Gebiet der Wirtschafts- und Sozialpolitik uild Wissenschaft und Kultur. Ein jüdisches Zeitschristen-Archiv in diesem Umfange dürfte wohl das einzige seiner Art in Deutschland sein. Auf Grund des Archivs ist die Zentralwohlfah^tsstelle in der Lage, zu allen eiuschlügigen Fragen entsprechende Literatur-Nachweise zu geben. In der letzten Zeit sind an die Zeutralwohlfahrtsstelle .verschiedene Anfragen aus dem Ausland gelaugt, in denen um Ratschläge gebeten wurde, wie die ausländisch e jüdische Wohlfahrtspflege nach deutschem Vorbild organisiert werden könnte. So beabsichtigt z. B. die Verwaltung der Israelitischen Kultusgemeindo in Lemberg eine Zentrale für die gesamte Wohltätigkeit zu schassen und die Straßenbettelei zu bekämpfen. Es soll dort ein Armenkataster angelegt werden, um die Armenpflege einer gewissen Kontrolle zu unterziehen. D:e Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge, Wien,/ will Auskunft über den Ausbau der jüdischen Wohlsahrtspf ege in Deutschland, um gegebenenfalls dort Einrichtungen ähnlicher Art zu schassen. Die Federation des Zionistes belgiques interessiert sich besonders für die Entstehung und Entwicklung des jüdischsozialen Berufsbeamtentums in Deutschland und über die Möglichkeiten zur Ausbildung und .Schulung der jüdischen ,Frau. mubegrünüete MWe Anstalten und einrichtungen. Ort " 9?ante der Anstalt Gründungsjahr Träger Vorsitzender Zahl. der Plätze Aufnahmebedingungen SejHwllene fiirforge: Bremen, Gröpelinger Heerstr. 167 Jüd. Altersheim Mauschaw Hasekenim 1925 Isr. Gemeinde Jakob Meyer. Bremen 8 Für Mitglieder der Bremer Gemeinde (Mittelstand) Berlin N., Auguststraße 14 15 Mädchenwohnheim ll des Jüd. Frauenbundes. Ortsgr.Berlin 1925 Jüdischer Frauenbund. Ortsgr. Berlin Frau Falkenberg. Bin.. Lottumstr.22 10 Für in der höhere» Ausbildung stehendeMüdche» Niendorf bei Lübeck, Villa Martha, Geschäftsstelle Berlin C. 2. Rosenstr. 2 4 Jüd. Frauenbund Erholungsheim des Jüdischen Frauenbundes 1925 Jüdischer Frauenbund Bettina Brenner, Leipzig. Ferdinand Ahodestr. 22 10 Für Sozialarbeiteriunen u. evtl, andere berufstätige Frauen, täglich 4,50 Ulf. .Berlin, Kottbuser Ufer 48,50 Kinderhort «Süden Neukölln" des Wohlfahrtsamtes der jüdischen Gemeinde kawossene fürforgc: t Wohlfahrtsamt der jüd. Gemeinde Hannover, Ohestr. 9 Isr. Kindergarten des Isr. FrauenoereinsHannooerE D. 1925 Isr. Frauenoerein Han- Fr. Kauffmann, nover Hannover, Georg- » straße 3 80 Für schulpflichtige Sinder. Eröffnet 2—7 tlhr. 60 Für 3—6 tährige Kinder. Geöffnet »/.U—1 Uhr. 6

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