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Nachrichtendienst · 1925-06-01 · Heft 2 (Juni 1925) · p. Seite 6

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1925
Issue
Heft 2 (Juni 1925)
Date
1925-06-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Verteilung von Reichsmitteln durch« den V e i e i u Landaufenkhatk f II f # t ft 8 t r t h 6 $?« Dem Verein Landaufenthalt für Stadtkinder wurden seitens des Reiches für das vergangene und für das beginnende Rechjnungsjahr mehrere 100000 Mk. zur Ausschüttung an Kinderheilstätten, in erster Reihe zur Bekämpfung der offenen Tbc., in zweiter Reihe auch, zur Bekämpfung von Herz-, Niecenunb ähnlichen Erkrankungen zur Verfügung gestellt. Tie Z.W.St. hat diese Zuschüsse für eine ganze Anzahl jüdischer Kinderheilstätten in Anspruch genommen und wird in der nächsten Zeit bereits Mittel in Höhe von ungefähr Mk. 20 000 für diese Zwecke erhalten. Auch hier wieder handelt es sich, vorzugsweise um Summen, die für notwendige Ergänzungen der Einrichtung und Umbauten beansprucht werden. ' Gleich den übrigen Spitzenverbänden hat auch die Zentralwohlfahrtsstelle in den letzten Wochen eine Enquete unter den angcschlossenen Anstalten'zur Erlang urig eines Ueberblicks über die für die AufwertunginFragekommendenBermögensbestände durchgeführt. Der größere Teil der Anstalten hat die Enquetebogen bereits eingesandt, die Zusammenstellung der Ergebnisse wird gegenwärtig vorgenommen. Tie in der Liga der freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossenen Spitzen verbände werden auf Grund des nunmehr gesammelten Materials versuchen, durch direkte Verhandlungen mit der Reichsregierung für die angeschlossenen Anstalten Vergünstbgungen gegenüber der allgemeinen Aufwertungsregelung zu erlangen. Ueber die Resultate wird zur gegebenen Zeit berichtet werden. Der Zentralwohlfahrtsstelle ist durchs Erlaß vom März d. I. die Fracht frei heit bei der Versendung von Liebesgaben wiederum zugcstanden worden. Allerdings beschränkt sich nach den neuesten Bestimmungen die Vergünstigung nur noch auf Lebensmittel und Kleidungsstücke. Jeder Mißbrauche der mit den Frachtbriefen getrieben wird, wird vom Reichsverkehrsministerium streng bestraft werden. Erst jetzt ist eine durch den Zentralausschuß für die Auslandshilfe im Dezember v. I. angekündigte Textilspende eingetroffen, die nach den Bestimmungen der Spender an 7 Anstalten der Gesundheitsfürsorge für Kinder verteilt worden ist. Auf Grund einer Umfrage, welche die Z.W.St. analog ftKBiWH JtW&ilitMt UöküUstatM Yük, fjrtf sich. öMiflf, daß die Gründung einer Pensionskasse der freien Wohlfahrtspflege unter den Angestellten der jüdischen Wohlfahrtspflege großes Interesse erregt hat. Tie Kasse, die inzwischen begründet wurde, will den Mitgliedern, d. h. den „Personen, die unmittelbar oder mittelbar einer Anstalt oder Einrichtung der freien Wohlfahrtspflege angehören, bei Eintreten der Dienstunfähigkeit und im Alter, sowie den Hinterbliebenen eine ausreichende Versorgung gewähren". (§ 3) Als Altersgrenze für die Aufnahme ist das 50. Lebensjahr, bis zum 31. Dezember 1925 das 80. Lebensjahr bestimmt. Als Leistungen der Mitglieder kommt ein einmaliges Eintrittsgeld von Mk. 5,— und die Versicherung von mindestens 4, höchstens 30 Anteilen in Betracht. Für jeden Anteil sind regelmäßige monatliche Beiträge zu leisten, die sich nach dem Alter und Geschlecht abstufen. Der monatliche Mindestbetrag für männliche Mitglieder beträgt Mk. 2,—, für weibliche Mk. 1,35, der Höchstbetrag Mk. 3,35 bezw. Mk. 2,70. Tie Kasse leistet eine laufende Rente vom 65. Lebensjahr ab oder bei Berufsunfähigkeit. Tie Höhe des Ruhegehaltes wird nach den geleisteten Beiträgen berechnet, und zwar erbringt jeder für einen Anteil gezahlte Vierteljahrsbeitrag eine Rente von Mk. 1,— jährlich,. (Z. B.: Ein Mitglied hat 30 Jahre lang 4 Anteile versichert. In einem Jahr sind somit l6 Bierteljahrsbeiträge, in 30 Jahren 480 Beiträge geleistet worden. Folglich beträgt die Gesamtrente jährlich Mk. 480.) Anfragen bezüglich der Pensionskasse erbittet die Z.W.St. Satzungen und Merkblätter stehen zur Verfügung. VI. Nuzkunll, Betarang-und Archiv. Es sind in den letzten Wochen wiederum «ine Fülle von Einzelfällen (100) von der Zentralwohlfahrtsstelle bearbeitet worden. Ferner wird die Zentralwohlfahrtsstelle dauernd um Ueberlassung von Material für die verschiedensten Zwecke gebeten (bei Gründung von Wohlfahrtsämtern, zu wissenschaftlichen Arbeiten usw.). Reichsarbeitsminister Tr. Brauns hat der Z.W.St. für das V e r z e i ch n i s der geschlossenen und halboffenen Einrichtungen der jüdischen Wohlfahrtspflege besonderen Tank ausgesprochen. Das Verzeichnis sei ein für die Oeffentlichkeit wertvolles Nachschlagewerk und ein Beweis für das segensreiche Wirken der freien Wohlfahrtspflege der deutschen Juden. Das für alle beruflich, und ehrenamtlich arbeitenden Kräfte unentbehrliche Verzeichnis kann von der Z.W.St. bezogen werden. Preis Mk. 1,60. Meldung offener klätze ln lvohffahrttanffailen im Mai 1925. Ort und Straße 'Name der Anstalt Zahl der vorhan- Plätze m. I w. Zahl der belegten Plätze Es können ausgenommen werden: Wann Verpflegungssatz kungeir Vcrlin-Niederschönhausen, Augustaftraße 87 Berlin 9t 54, Gormannstraße 8 Fürth (Bayern) Theaterstr. 36 Hamburg. Sedanstr. 3 Nürnberg, Iohannisstraße 17 Sontheim bei Heilbronn Gesch. St. Ist. Landesasyl und Unterstützungsver. f. Württbg. e. D., Sontheim bei Heilbronn Würzburg, Gerbrunner Straße 20 Merzheime: Hilfsverein für die jüd. Taub¬ 43 17 20 6 30 M monatlich stummen in Deutschland e. V. Verein Israel. Heimathaus und Volksküche E. V. 16 84 16 83 1 sofort 40 M monatlich III. Klasse Ist. Hospital m. Pfründnerabtlg. 7 8 S i jederzeit 4,20 Ji täglich Altenhaus der Deutsch-Israel. 47 45 2 jederzeit Gemeinde | ' Lazarus und Bertha Schwarzsche Altersversorgungsanstalt 2 0 2 18 2 1 jederzeit Nach Vereinbar. Isr. Altersheim „Wilhelmsruhe' 12 20 10 19 i Ist. Kranken- und Pstündner» haus-Stiftung 16 22 14 22 2 jederzeit 6 u.8 täglich — 6

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