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Nachrichtendienst · 1926-04-01 · Heft 1 (April 1926) · p. Seite 6

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1926-1927
Issue
Heft 1 (April 1926)
Date
1926-04-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 schaft wegen des Erwerbes von zwei neuen A nstalte n für männliche F ü r f o r g c z ö g l i n g e Verhandlungen, geführt hat. Für schulpflichtige FürforgeZöglinge wurde die frühere Jakobfohn'fche Waisenanstalt in Seesen am Harz erworben, wegen der Aufnahme der Schulentlassenen schweben noch Verhandlungen bezüglich des Erwerbs der Simon'schen Stiftung in Peine. Es bars mit Sicherheit angenommen werden, daß auch diese Verhandlungen in kurzer Zeit zum Abschluß gelangen, so daß im Lause dieses Jahres das seit langer Zeit schmerzlich empfundene Bedürfnis nach geeigneten .Heimen für die Erziehung gefährdeter Knaben und Jugendlicher befriedigt werden kann. Die Anregungen der Jüdischen Gefährdeteufürsorge zur Begründung von Z u s l u ch t s h e i m e n sind aus fruchtbaren Boden gefallen. Auf Grund neuerer Mitteilungen bestehen solche Heime außer in Berlin z. Zt. in Breslau, Köln, München. Frankfurt mußte dagegen aus Mangel an Mittcln eine kleine Zufluchts und DurchaangSstation aufgeben. Es ist aber zu hoffen, daß sowohl dieses Heim wieder er öffnet werden kante, als auch alle größeren Gemeinden mit der Zeit zur Begründung solcher Durchgangsheimc kommen Die Errichtung der Zufluchtsheime steht in engem Zusammenhänge mit der jüdischen B a h n h o f s h i l s e, deren Ausbau auf Grund eines eingehenden Berichtes über ihre seitherige Entwicklung (f. Blätter des Jüdischen Frauenbundes vom Februar) eine weitere Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft ist. Die Grundlage der Bahnhofshilfe bildet eine Liste der jüdischen Schuhstellen und Vertrauenspersonen, die sobald die erforderlichen Mitteilungen bei der Geschäftsstelle eingegangen sind, im Truck veröffentlicht wird. Ueber die Vorarbeiten zum Ausbau der G e f ä n g u i s f ü r f 0 r g e, die zur Zeit im Gauge find, wird im nächsten Nachrichtendienst berichtet werden. Besonders eingehend befaßte sich die Arbeitsgemeinschaft mit der Frage der Fürsorge für psychopathische Kinder. Es ist anzunehmen, daß durch die Errichtung besonderer Erziehungsberatungsstellen -eine wesentliche Förderung solcher Kinder erwartet werden kann. Allerdings müssen solche Beratungsstellen unter fachmännischer Leitung stehen, zum mindesten ist die Mitarbeit eines heilpädagogifch vorgebildeten Arztes, eines Pädagogen und einer Fürsorgerin erforderlich. Die Jüdische Gesährdetensürsorge wird auch auf diesem Gebiet auf Grund von praktischen Erfahrungen Richtlinien aufstellcn. Die jüdischen Wohlfahrtsämter, soweit sie schon solche Erziehungsberatungsstellen besitzen, bzw. die Kinder an allgemeine Stellen verweisen, werden um die Mitteilung ihrer Erfahrungen gebeten. Der Reichsausfchuß der jüdischen Jugendvcrbände hat nunmehr vor einiger Zeit mit der Durchführung der Gesund hcitsenguete unter den Mitgliedern der Verbände begonnen. Die Untersuchung wurde bis jetzt bei den Berliner Ortsgruppen der Kameraden und des Jli vorgenommen. Die Untersuchung, die bei diesen beiden Gruppen zunächst versuchsweise uurchgeführt wurde, wird nunmehr auch bei den anderen dem Reichsausschuß angehörenden Verbänden in Berlin sowohl als auch im Reiche weiter fortgesetzt. Die Fragebogen können bei der Geschäftsstelle der Z.W.St. angefordert werden. Den Wohlfahrtsämtern werden noch eingehcrrde diesbezügliche Mitteilungen zugehen. Sollte auch in diesem Jahr bei Mitgliedern der Jugendverbände der Wunsch nach einem möglichst billigen Ferienauf enthalt bestehen, so wird um baldigste Mitteilung an die Z.W.Lt. gebeten. Das Interesse der Jugend an der sozialen Fürsorge ist in der letzten Zeit ein sehr reges geworden und es hat den Anschein, als ob die praktische Mitarbeit aus dem Stadium der theoretischen Erörterungen hinausgekommen wäre. In dem jüdischen Wohlfahrtsamt Berlin sind z. B. unter sehr aktiver Mitarbeit der Jugend besondere Jugendberatungsstellen geschaffen worden, die Jugend betätigt sich ferner an Recherchen, bei der Erholungsfürsorge und in den Anstalten. Auf Grund eines besonderen Einsührungskursus irr soziale Fragen haben sich eine größere Anzahl Jugendlicher dem jüdischen Wohlfahrtsamt zur Verfügung gestellt. Berichte über die Mitarbeit der Jugend liegen ferner vor aus Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart. In einigen Jugendbünden wurden Referate über soziale Fragen gehalten. Ferner hat der neutrale Verband eine Nummer seiner Verbandszeitschrift ausschließlich sozialen Fragen gewidmet und auch die Deutsch-jüdische Jugendgemeinfchaft wird demnächst ein soziales Heft herausgeben. Mclüimg offener riätzc. Ort nud Straße Name der Anstalt Zahl der vorhandenen Plätze Zahl der belegten Plätze m.! w m. w. Es können ausgenommen werden: Bemer- Wann zu welchem Verpflegungssatz kungen Anstalten üer SefunätzeitsMrforge: Verlin-Weißensec, Wörtdslr. 20 Dauerhcim für jüd. Schwachsinnige 30; 30 26 13 15! sofort! 2.20 pro Tag f. Deutsche 75.— Berlin-Weißensec, Parkstraße 22 Jsr. Taubstummenanstalt für Deutschland 32 24 32 22 2 Ostern für Ausl. 100 — Köln-Ehrenfeld Jsr. Asyl für Kranke und Altersschwache 90 SO 62 | 78! sofort 5.-, 6.—, 8.- : 12.— Nordrach (Bad Schwc.rzw.) M. A. Notschild'sche Lungenheilstätte! 51 i 36 15 I sofort 6.50 M. ausschließl. Nebenk. Würzburg Jsr. Krankenu. Pfründnerhaus 12 23 10 | 21 4 8.-, 6.- Schwesternheime: Berlin N, Exerzierstraße Il b f Verein für jüd. Krankenpfleger, j 16-18| j 14 f 3 |1 Jan.27.! Rltersbeime: Fürth i. B, Theaterstraße 36 Pfründnerabt. d. isr. Hospitals 7! 9 5 7 2; 2 sofort 430 M. Mainz, Gaisenheimcrstraße 11/13 Jsr. Krankenu. Psründnerhaus 11! 17 1. 8 17 2! 14. 3. 26 4.50, 6.50 M. 10-12 M.

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