Nachrichtendienst
- Journal
- Nachrichtendienst
- Volume
- 1925
- Issue
- Heft 1 (Februar 1925)
- Date
- 1925-02-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Zahl der Zahl der belegten Plätze Es können ausgenommen Ort und Straße Name der Anstalt vorhandenen Plötze werden: m. | ro. | Wann I ömhÄh Bemerkungen erholungsyeime: Baden-Baden Eranz an der Ostsee, Gesch. St. Königsberg i. Pr., Fr. Freitag, Mitteltragheim 36 Äorderney, Gesch. St. Hannover, Rathenauplatz 141 ^Legeberg Wyk a. Föhr Jsr. Erholungsheim Baden- 21 Eröffnung 150.— M Baden 1. Mai monatlich! inkl. Bäder - Erholungsheim für berufstätige 15 . ' cldung en für die 3.50 JC Frauen u. Mädchen Zeit vom 1. 7. — 1.9. täglich -? 1926 |! ' Kindererholungshelm der Zion- . 94 Eröffnung Anmeldungen 5.— JC Loge il. O. B. D. a. Norderney 1. Mai erwünscht 9.— JC Erholungsheim des Ist. hum. 80- -90 Eröffnung 80- 90!! 1. Mai 2.— JC Frauenverems in Segeberg j - 1. Mai ■ ( tagt. u.! weniger Hamburgische Kinderheilstätte, 5 o ■ 50 gleich n. Abt. Seestern *! Ostern Ausilah,»«- flcfudic crtuiinfdit au Frau <5 oli». Frankfurt a.M. Oslendsir. i> Anmeldg. erwünscht Tic Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden beabsichtigt mit dem Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde, Berlin und der Jüdischen Kinderhilfe, Berlin, einen Kursus 'für Heilpädagogik vom 15. Mai bis 25. Juni zu veranstalten. Folgender Lehrplan ist vorgesehen: .1. Einführung in die allgemeine Kinderpsychopathologie mit praktischen Vorführungen im Zusammenhang mit beit Grundlagen der Kinderpsychologie. 2. Untersuchungs- und Beobachtungsmethoden normaler und anormaler Kinder mit praktischen Hebungen im Zusam-; mrnhang mit praktischen Aufgaben der Kinderauslese. 3. Grundlagen der Heilpädagogik (für zurückgebliebene Kinder) und Psychopathenfürforge. 4. Unterricht und Erziehung für zurückgebliebene Kinder.' 5. Besondere Erziehung der sittlich und sozial Gefährdeten. 6. Hilfsschulwesen. 7. Gemeinschaftsleben und Spielen normaler und anormaler Kinder. 8. Grundzüge der Jndividualpsychologie. 9. Tic neuen Strömungen der Pädagogik in ihrem Zusammenhang mit der Heilpädagogik. Der Kursus wird mit praktischer Arbeit in entsprechenden "Anstalten und Einrichtungen verbunden fein. Die Teilnahme kommt für Personen in Frage, die schon Erfahrungen auf erzieherischem und fürsorgerischem Gebiete besitzen und sich .zur Teilnahme an dem ganzen Kursus verpflichten. Die Teilnehmergebühr beträgt Mk. 10,—. Gegen Einsendung dieses Betrages erfolgt dir Abgabe der Teilnehmerkarte. Anmeldungen find an die Zentralwohlfahrtsstelle zu richten." v. Zugcnübewcgung und lugmüpklcgc. Aus der Tätigkeit des Reich sausfchusses der jüdischen Jugendverbände, über dessen Organisation eingangs berichtet wurde, fei folgendes mitgeteilt: Die Propagierung des Gedankens der sozialen Arbeit geschieht durch Vorträge (bis jetzt in Berlin und Magdeburg) über die verschiedensten Gebiete der sozialen Arbeit und durch Mitteilung in den Zeitschriften der Jugendbewegung. Es ist Aufgabe der Wohlfrchrtsämter, die Mitglieder der Jugendverbände zur Arbeit in einer Form heranzuziehen, wie sie z. B. in der durch die Zentralwohlfahrtsstelle verschickten Denkschrift skizziert und in Berlin bereits durchgeführt wurde. Wichtig ist, daß die Jugend nicht nur Objekt, sondern auch Subjekt der Fürsorge ist und sinngemäß in den Satzungen der Wohlfahrtsämter unter den Trägern ansgesührt wird. Eine soziale Tätigkeit kommt in erster Linie in Form der Selbsthilfe in Betracht, d. h. eine kameradschaftliche Betreuung von schutzbedürftigen Jugendlichen durch Jugendliche, ferner die Hilfe für Alte und Kränke,' auch bietet das Zusammensein mit Kindern und Jugendlichen auf Wanderungen, beim Spiel und in Anstalten ein weites Feld für soziale Betätigung der Jugendlichen. Aus dem Gebiet der E r h o l n n g s s ü r s v r g e sei erwähnt, daß der Markenhosbei F r e i b u r g im Schwarzwald von dem Besitzer pachtfrei für ein Erholungsheim der Jugend überlassen und schon in diesem Sommer von den Angehörigen aller Jugendorganisationen beschickt werden soll. Es können dort - jährlich 500 Jugendliche gegen Ersatz der Verpflegungskosten Ausnahme finden. Um den Gesundheitszustand der Jugend festznstellen, werden gegenwärtig Vorarbeiten für eine ärztliche Untersuchung gekroffen, die ans einheitlichen Fragebogen im ganzen Reiche von den Jugendverbänden durchgeführt wird und im Bedarfsfälle prophylaktisches Eingreifen ermöglicht. Nachdem das Reichsgesetz für Jugendwohlsahrt iu allen Ländern — .außer in Bayern — eingeführt und damit die Organe der Jugendämter überall geschaffen sind, hielt cs das Reichswinisterium des Innern für notwendig, eine Anssprache mit den Vertretern der freien Jugcndwohlsahrtspflege herbeizuführen. Die Aussprache sollte Klarheit darüber schaffen, ob nach den Erfahrungen der freien Verbände der Grundgedanke des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes, nämlich das Zusammenwirken von öffentlichen und privaten Organen in fruchtbringender Weise zur Geltung gekommen ist. — Es sollte im Anschluß daran Gelegenheit gegeben werden, solche Fragen zur Sprache zu bringen, die der freien Jugendwohlfahrt als ungeklärt in der Praxis ausgefallen find. Dementsprechend war die Konferenz gegliedert in eine Besprechung über