Nachrichtendienst
- Journal
- Nachrichtendienst
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 1 (September 1924)
- Date
- 1924-09-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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September \m berausgegeben von der IM« ZentralwovTatzrtsfteUe der üeutMm Juden gemeinsam mil dem NrvcilerMrtorgeamt der Milchen organifationen DeuMlandz, veuttch^trZelitilchen Semeindevund, JücUfdtjcn Frauenbund. GnS S\9 G\S G\S S>3 ©\S «NS S\» neben dem Nachrichtendienst der 1 irdischen IDo&lfabrts pflege gibt die Zcntralrooblfabrtsflelle die Zeltfftrift „Ztdahab“ heran». G\® Gs© «vß ©N© ©s® ANS ©s© ©\© Verantwortliche Schrifticiknng: Eugen Casparp, vr. SrgaU, bilde Otteubeimer. öefdjäftsftelle: vcrlin C. r, Rofcnftraße m Celepbon: Amt Norden Nr. 9739 Nachdruck nur mit Quellenangabe gestattet! 0\S 0S0 S\S 0NS SxS 6\S S\S 0n3 Bezugsbedingungen: für Mitglieder unentgeltlich, für MchtmUglieder «o Pfennig. Beflellungen bei deroeschäsustelle. ©\© ©\© 6\S ©v© 0\S GVD 6>© G\9 Zcntralwohlkahrttstclle der deutschen Juden. SeschästzsteNe: vertin c.r. RosenstraAe 2/4. I. Organifation. Seit November letzten Jahves fanden 5 auch von auswärts besuchte Arbeitsausschußsitznngen statt. Sie befaßten sich u. a. mit nachstehenden Gebieten: der Auswertung der Erziehungskonferenz, der Hiilfstätigkeit des Auslandes (Verteilung der Jointspende), der Vorbereitung der Jüdischen Welthilfskonferenz in Berlin im Februar ds. Js., dem Verhältnis der Z.W.St. zu anderen Organisationen der- Wohlfahrtspflege, der Verteilung von Reichsspenden, der Vorbereitung einer Tagung der Landesverbände und örtlichen Zentralen und der Beratung über die zu tu ä stige Organisierung der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland. dcrn und Flüchtlingskindern in den einzelnen Anstalten hat der Verein die Zentralwohlfahrtsstelle stark unterstützt. Durch die Initiative von Vertretern der jüdischen Jugeud- 'bewegung aller Richtungen wurde vor kurzer Zeit in Verbindung mit der Z.W.St. ein Reichsausscbuß der jüdischen Jugendverbändc gegründet, dessen Aufgabe u. a. die Mitarbeit der Jugend aus sozialem Gebiete ist. Mit der praktischen Arbeit wurde in Berlin bereits begonnen. Richtlinien für die Tätigkeit im ganzen Reich sollen in Kürze rufgestellt werden. Dem Reichsausschuß gehören Vertreter nachfolgender Jngendverbände an: Arbeitsgemeinschaft der jüdischen liberalen Jugendvcrcine, BarKochba, Blau-Weiß, Blau-Weiß Mädchenbund, Jüdisches Volksheim, Deutsch^-jud. Jugendgemcinschast, Hechaluz, Jung-Jüdischer Wanderbund, Jugend-Organisation der Agudas Jisroel, Kameraden, M:s rachi-Jugendgemcinschaft, Verband der jüdischen Jngendvcreine. * Der im Anschluß an die Erzichungskonferenz gebildete. Fachausschuß für Sozialreform trat bis jetzt viermal zusammen. Die Beratungen erstreckten sich ans das Gebiet der Satzungsreform in den Anstalten, der Wirtschaftsführung, einer Besoldungsreform und mit Ausbildungsfragen des Anstaltspersonals. Um die hauswirtschaftliche Ausbildung jüdischer Mädchen gründlich und systematisch durchzuführen, wurde ein Verein zur Ausbildung jüdischer Hausbeamtinnen gebildet, der im Einvernehmen mit der Z.W.St., den jüdischen Frauen-Organisationen, denr Arbeitsamt und den. Anstalten im Laufe des letzten halben Jahres sehr viele Mädchen zur hauswirtschaftlichen Ausbildung untergebracht hat. * Als Folge der Erziehungskonserenz ist die Bildung des Vereins der Leiter und Leiterinnen jti di scher Erziehungsanstalten Deutschlands zu betrachten. Es handelt sich hierbei in erster Linie um eine Berufsimd Standesvrganisation, jedoch hat sich der Verein auf einer Tagung, bei der die Z.W.St. vertreten war, u. a. auch mit den Fragen der Aufnahme von schwer erziehbaren Kindern, in den Heimen und mit der Satzungsreform beschäftigt, deren Durchführung gemeinsam von der Z.W.St. mit dem Verein erfolgt. Der Verein soll den Ausgangspunkt bilden für einen in Kürze zu schaffenden Fachverband für Erziehüngssürsorge. Bei der Unterbringung von schjwererziehbaren Kin- Der Bund der jüdischen Kranken- und P fle g can stall te n, der seit 1920 besteht, ist in der letzten Zeit' stärker als bisher in Tätigkeit getreten. Der Bund ist eine Teilorgnnisativn der Z.W.St. Er umfaßt alle Einrichtungen der Alters-, Ge-undheits- und der Erholungsfürsorge, bei welcher der ärztliche Einfluß mehr als der pädagogische überwiegt. In den Arbeitsausschuß der Z.W.St. ist ein Vertreter des Bundes zugczogen.worden. Es ist wünschenswert, daß auch zu der Tätigkeit der Zentralen und Landesverbände überall der betreffende Vertreter des Bundes hinäUü^zogen wird. Bei einer Vorstandssitznng des Bundes, in welcher über dessen zukünftige Organisation beraten wurde, war die Z.W.St. vertreten. Im Februar dieses Jahres fand in Berlin eine Tagung derJndifchenWelthilfskonferenz statt, welche sich mit der Notlage und den Selbsthilsemaßnahmen der deutschen Judenheit befaßte. Es waren bei der Tagung folgende Länder vertreten: Deutschland, England, Frankreich, Holland, Oesterreich, Schweden, Schweiz, Tschecho-Slowakei. * Ende Juni dieses Jahres war auf allseitigen Wunsch in Berlin eine Tagung der Vertreter der örtlichen Zentralen und Landesverbände für jüdische Wohlfahrtspflege veranstaltet worden. Sie hatte den Zweck, über die neuen Strömungen in der jüdischen und nichtjüdifchcn Wohlfahrtspflege zu orientieren. Es wurde zunächst über die Mitwirkung der jüdischen Wohlfahrtspflege bei der Durchführung der Verordnung über die Fürsorgepflicht und des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes beraten; sodann