Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1867-02-15 · 4 (15.2.1867) · page 32

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
10 (1867)
Issue
4 (15.2.1867)
Date
1867-02-15
Page
– (sequence 32)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2542917-2543273-2543278--5226-2549261
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

18.'3 184 seits ist zu prüfen, weiche Vergehen und Verbrechen man ihnen vorwerfen konnte und welches die Proportionszahl ihrer in allen Stufen erlittenen gerichtlichen VerurtheiJungen war. — Hierauf sollen auf Grundlage des Verhältnisses der jüdischen zur gesammten Bevölkerung allgemeine Betrachtungen den statistischen Tabellen folgen. Beigegeben sei der konkurrirenden Schrift eine analoge Arbeit, welche eine der Länder Europas zum Gegenstand habe, wo die Lage der Israeliten dieselben Vergleichungspunkte bietet. Die kostpieligen Nachforschungen , welche diese Arbeit nothwendig macht, liessen uns den Preis auf die Summe von 3000 fs. erhöhen. Die Arbeiten der Gelehrten veröffentlichen, ist eine Form der Aufmunterung zur Wissenschaft. Es gibt auch eine andere, und die ist, die Männer zu honoriren die ihre Existenz ihr geweiht haben. Einer der berühmtesten Gelehrten unserer Zeit, Luzzatto, ist gestorben und hinter- Hess für ,Alle als Erbe Werke, welcheMonumente von Gelehrsamkeit sind, doch seine Familie blieb in Armut. Es ist gerecht, dass die Familie von allen Israeliten adoptirt werde. Durch ein italienisches Comitö ist eine Subskription eröffnet worden zur Veröffentlichung der Werke Luzzatos; die Alliance hat an dieser Subskription Antheil genommen, mit dem Bedauern, nicht in der Lage zu sein, das Zeichen der Dankbarkeit gegen diesen gefeierten Gelehrten bis zur Höhe seiner Bewunderung erbeben zu können. Zu gleicher Zeit hat sie beschlossen, dass der von einem Mitglide des Subkomitö’s der Publikationen erstattete Bericht, in ihr für die Öffentlichkeit bestimmtes Protokoll aufgenommen werde, um die Subskription den Israeliten der ganzen Welt zu empfehlen. Die auf Anregung des H. Albert Cohn durch . das Centralkomitö zur Aufmunterung von Gelehrten gemachte Fondation ist dieses Jahr durch die Grossherzigkeit unseres Comitös von Barranquilla vermehrt worden. Sie findet sehr leicht ihre Anwendung, man muss es zur Ehre unserer jüdischen Gelehrten sagen, dass unter den Männern, die in der Pflege der Wissenschaften ihrer materiellen Sorgen vergessen — zwei Gelehrte, und zwar Herr Goldberg, ein gelehrter Philologe, Herr Letteris, 61 u Poet, der in der Hebersetzung des Racine und des Goethe die ganze Schönheit der hebräischen Sprache zu erhalten wusste, haben Dank, dieser Stiftung, den Beweis der hohen Achtung ihrer Glaubensgenossen erhalten. Die Darstellung unserer Arbeiten ist beendiget. Sie wissen, der Weg, den wir gemeinschaftlick zurückgelegt, ist vom Ziele weit entfernt; es scheint, dass unser Horizont sich in dem Masse, als wir vorwärts schreiten, erweitert. Wenn wir den Israeliten Beistand leisten, Schulen gründen, die Wissenschaft aufmuntern, haben wir noch nicht genug gethan. Alles hängt mit der Entwicklung des Menschen zusammen; wenn wir dessen moralischen Stand verbessern wollen, müssen wir seine materieilen Verhältnisse verbessern, müssen ihn dem Elend entreissen, und so sehen wir uns hingeleitet, für die Kinder für die Männer Arbeit zu suchen. Den Schülern unserer Schulen mussten wir Handwerke, den Israeliten Palästinas Boden und Unterricht im Ackerbau geben. So entwickelt sich unser Werk unendlich, es sind nur die Mittel für unsere Thätigkeit nach der Bedeutung des Gegenstandes herbeizuschaffen. Keiner muss dazu sein ganzes Vermögen opfern , aber ein jeder , der die Tragweite unseres Werkes zu begreifen fähig ist, soll Theil daran nehmen, es ist nöthig dass alle Israeliten dabei thätige und energische Helfer werden und es jeder Zeit und überall verbreiten. Die Israeliten aller Länder mit uns vereinigend, können wir den erhabenen Anblick einer Familie liefern, zerstreut auf der ganzen Erde, anstrengend alle Kräfte des menschliehen Geistes, alle Arbeiten der Wissenschaft, benützend alle Quellen der Moral, um die Lage ihrer Mitglieder zu verbessern, und indem wir in der Mitte der Völker der Typus jener moralischen Grösse werden, für welche wir zuerst die Lehren ertheilt haben, dient unsere Zerstreuung dem Fortschritte der Menschheit, und das ist die Bestimmung des Judenthums. Die Alliance ist geschaffen, um sie zu erreichen. Der Kassier, Herr E. Levy Alvares, berichtet über die finanzielle Lage. Meine Herren! Indem das Centralkomitö die General-Versammlung auf die letzten Tage des November verlegte, bestimmte sie auch, dass der vorzulegende Bericht über die finanzielle Lage die ausgeführten Operationen vom letzten Rechnungsausweis am 15. Mai 1865 bis zum 30. September 1866., d. i. 16 Monate umfasse. Aus dem nachfolgenden Ausweise entnehmen Sie die Ausgaben und Einnahmen des Vereines in diesem Zeiträume und den Cassastand vom 30. Sept. sowie den Zuwachs von Mitgliedern der Alliance i s r. universelle. Ausweis über Einnahmen und Ausgaben vom 15. Mai 1865 bis 30. Sept. 1866. Einnalunru. Beiträge der Mitglieder, wirkliche Einnähme . . . . . ׳ .39.121 fs. 67 Zur Gründung von Schulen.6.12122 ״ Spenden .. . . . . . . . . . . 915 40 ״ Diverse EinnahmenEinkassierung von Coupons und Int. . . . . . . <17,, 2.606 ' ׳

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.