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Ben Chananja · 1867-02-15 · 4 (15.2.1867) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
10 (1867)
Issue
4 (15.2.1867)
Date
1867-02-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Zehnter Jahrgang. Nr. 4. Szegedin, den 15. lehruar 1867. Erscheint am 1. und 15. eines jede»! Monats 3 Bogen stark. : Prämimerationspreis: Ganzjährig 8 fl. zz 5 Thlr. 10 Sgr.. halbj. 4ff.-2Thlr. 20 Sgr.. viertel!. 2 fl. ö. W. Für Rabbiner, Lehrer und Kantoren ganzjährig 6 fl., Halbjahr. 3 fl. Inserate lverden billigst berechnet. GeineindeWwelche ganz!, pränunlenren, zahlen für 1-malige Insernan'ihrer Konkurse nicht. - Zeitschrift für jüd. Theologie und für jüd. in Gemeinde, Synagoge und Schule. Herausgeber und Redakteur: je«m*c»sU:*» Oberrabbiner zu Szegedin. Man adonnirt imZnlandbei allen Postämtern: i>n Auslande bei Herrn ^ränr Wagner in Leipzig: in Wien CcblU bei der k. k. Haupt-ZeitungS- Erpedition; in Prag bei Hrn. Lenders und grandeis. Die genannten Bnchhandlui!-.. gen nehmen auch Inserate .für uns an. . |fö Saloinou Munk. Jg |H׳ Gel), zu GUogau 1802; gest. zu Paris Ä 5. Februar 1867. -:״I :r:. ■.,ד: ,• I. ״Ich hoffe, dass es mir gegönnt sein wird, ,: mich meiner. Aufgabe vollständig zu entledigen, in- , dem ich dM. nunmehr vollendeten Noreh einen ei- ^geneu.vBand^hinzufÜgen werde, der. die Prolegomena zum ‘Möreh'.bilden, und eine systematische Darstel- ׳ lung'der Lehfeffenthalten soll, zu denen sich Maimonides in diesem grossen Werke, sowie in anderen, Zum Theil 1^theologischen und filosofischen Fragen gewidmeten Schriften bekennet.“ So 11688 sich Munk im Juli vorigen Jahres, in der Vorrede zum dritten Theile des Moreh, vernehmen. Diese Hoffnung ist durch Gottes unerforschlichen Rathschluss vereitelt worden. Der unermiidete, der Wissenschaft mit unbeschreiblicher Hingebung lebende Forscher wurde von seinem irdischen Wirkungskreise abberufen, bevor er die Freude hatte, sein grösstes Werk, die Frucht vieljähriger anstrengender Studien, durch die Herausgabe der Prolegomena der gänzlichen Vollendüng entgegengeftihrt zu haben. So empfindlich aber auch diese Lücke den Freunden der betreffenden Stndien erscheinen mag, so ist sie doch unbedeutend, in Vergleichung zu derjenigen Lücke, die der Verewigte durch sein dreissigjähriges schriftstellerisches' Wirkes so ruhmvoll ausgefüllt hat. Munk gehört zu den seltenen Geistern, die in ihrem Kreise neue Bahnen brechen, ohne dass sie in der Folge nöthig hätten, daran zu erinnern, um das Urtheil über ihre Leistungen zur Milde und Nachsicht zu stimmen. Sie beginnen ihren Lauf, ohne Vorbild vor sich zu haben, und sie dienen Andern zum Muster und Vörbilde, indem sie ihren Lauf beschliessen. Munk war einer der ersten jüdischen Adepten der arabischen Sprache und ־Literatur, deren Studium von den jüdischen Gelehrten gänzlich ver:;v nachlässige! worden war, wiewol es seit dem siebzehnten Jahrhundert, nicht an Anregung dazu , fehlte. Da aber die Sprache der christlichen Orientalisten die von den allerwenigsten jüdischen Gelehrten verstandene lateinische war , so ging der ., Aufschwung, den die arabischen und syrischen St.u־!>r dien seit dem siebzehnten .Jahrhundert allmälignah- .. men, an den jüdischen Schulen ganz;:spHrlps.HAK über, und selbst von Eduard Pocockes ״R. .Mosis^: Maimonidis porta Mosis“ wurde in׳ denselben :keine;-; Notiz genommen (1655). Erst im dritten Jahrzehent... unseres Jahrhunderts stellten sich einige.;. jüdi״;־ sehe Jünglinge unter die Fahne eines umfassemdem semitischen Sprachstudiums, unter denselben.; befand sich Salomon Munk* der in seinem Geburts- . orte Glogau. schon in seiner frühesten Jugend: eine nicht gewöhnliche Vertrautheit mit Bibel und Tal: mud erlangt hatte, und in Berlin unter der Aegide : des Kulturvereins in die Gymnasialstudien einge־:.; führt worden war. - ,יי Mit besonderer Vorliebe widmete er sich der j ü d i s c h־arabischen Literatur des Mittelalters zu, und es lag ihm sehr am Herzen, für die Pfiege die- 8er Literatur Propaganda zu machen. Schon im Jahre 1838 schrieb er: ״Könnte ich doch dadurch,; — durch die ״Notice“ über R. Saadia Gaon, —׳... die Aufmerksamkeit unserer jüngern Rabbinen auf die in arab. Sprache geschriebenen Werke unserer Lehrer richten, welche den glänzendsten Theil cler rabbinischen Literatur, bilden.“ Ferner: ״Zur Erlangung einer gründlichem-JSfenntniss der rabbinischen Theologie des Mittelalters ist das Studium der arabischen Originalwerke unentbehrlich, und in unserer Zeit, wo sich die jüdischen Theologen nicht, mehr-j auf den Talmud beschränken, und die Nothwen-; digkeit fühlen, sich umfassenderen Studien; zu wid^M men, und sich zu der Höhe ihres Berufes, zu erhef״! ben, hat die arabische Sprache einen doppelten An-!: sprach die ganz besondere Aufmerksamkeit derselben auf sich zu ziehen; als Schwester der hehräi- -

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