Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 10 (1867)
- Issue
- 3 (1.2.1867)
- Date
- 1867-02-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Forschungen des wissenscliaftlich-talinudischen Vereins. Nr. 18. 1867» . (Beilage zu ״Ben Chananja“ Nr. 3). Dem Vereine sind neuerdings Mgetreten. Herr A. Berliner, Dirigent der Talmud- Thoraschule in Berlin. Herr J. J. Bi 81 ing in?rag. Notizen 2ur SeegruxLie?Llästinas. Von T)r. N. B r ü 11. H. Weingegenden. Ausserdem, dass in der Mischna gelegenheitlich des Weines von Saron Erwähnung geschiebt (Nidda 2, 7) und dadurch auch diegern der blässere Wein von Karmel in der babylonischen Gemara gegenübergestellt wird, (Nidda 21, a) , findet sich in dem ersteren Werk noch eine belehrende!Stelle über Ortschäften, in deren Umgebung die Rebe besonders gedieh (Menachot 8, 6) מאין היו מביאין את היין קרוחין ועטולין >תלס4ת ליין שניים להן בית רימה ובית לבן בהר וכסר סגנא בבקעה .,Woher brachte man den Wein (zu den Opfern)? Karn eh im und Et ulin sind das Alpha betreffs des Weines, ihnen reihen sich an Bet-Rima, Bet-Laban, das auf dem Berge liegt, und Kefar-Sayna im Thale. Das erstere ist Kogeou (Jos. ant. 14. 3, 4; bj. 1. 6, 5) unweit von Bet-Schean, wie bereits Grätz bemerkt (Geschichte der Juden 4. 8. 454). עטולין oder הטולים nach dem blossen Mischnatexte ist wol auch, wie derselbe weiter behauptet, mit dem mehrere Male vorkomwenden היתלו oder עייתלו identisch, jedoch kann ich seiner Meinung, dass darin das BcurvXova des Buches Judith steckt, nicht geradezu beistimmen. עטולין oder היתלו halte ich für 6sXXa, das nach Josefus b. j. 3. 3, 1 am Jordan lag (xm/ty§ ’logdcivov yütovoq) und der südlichste Punkt von Obergaliläa war. In Judith 4, 6; 10, 7, 6• schreibt der Syrer ביתסלו für Bnhvlovu und da בית und ברת oder בירת in Ortsnamen, wie weiter ein Beispiel zeigen wird, mit einander verwechselt werden, so kann man fast nicht umhin, sich an בירת הסליא (Edujot 7, 3) zu erinnern. Vielleicht schwebte dem Chronisten dieser Ortsname vor, wenn er הסלטי d. i. aus Bet-Pelet 2 Sam. 23, 26 in הסלוני umschrieb (1 Chr. 11, 27). Auch nach der Leseart des Textes im Buche Judith ist׳ auf Bet-Elim oder Bet-Elohin hinzuweisen, das nach dem Midrasch Mechilta cd. Weiss 74, a. (Ber. r. c. 99) in der Nähe des Tabor lag למה תרצדון .... היו ההרים רצים ומדיינים .- . . . חבור בא מבית אלים 1ברמל מאם סמי א Schwarz (d. h. Land 8. 90) nennt ein Dorf Bet- Uli a auf dem Wege von Qheb-;.׳ ron nach Jaffa, dass er für בית דלי hält. Zunz (gottesdienstliche Vorträge S. 125 Anm. a) bemerkt kurz: ״Bethulia, wenn der Name nicht fingirt ist, könnte בני חול (j. Maaseroth c. 2. §. 2) in בית חול verwandelt.seinf^UNach der aus Josefus nachgewiesenen ׳gHechv.1 Schreibung des Namens היתלו ^dürfte eine der. letzteren Ansichten sich eher zur Erklärung des Bcuzvkova eignen. f ' Für Bet - Rima weist Schwarz (a. a. 0. 8. 141); ein Dorf Rama, 3/,, Stunden südlich Uscha auf. Wenn man Bet-Rama lesen könnte, so wäre anzunehmen, dass Bet-Ramta, das ehemalige Sehalischa gemeint sei. (Midr. Sam. 13 s. Schwarz S. 122). Zu בית לבן bemerkt Schwarz (das.): ״Aus alten Urkunden ersah ich, dass die Stadt Nazaret die weisse Stadt hiess, weil die Häuser derselben von weissen Kalksteinen und sie an dem Abhange eines Kalksteinberges liegt.“ Wer die Berufung auf die ״alten Urkunden“ will gelten lassen, der thue es. Ich glaube, dass בית לבן die Heber- Setzung von Lenke, dem Namen einer felsigen Erhebung bei Masada, ist. Jos. b. j. 7. 8, 5 zig st-o^r/ Tzizgag svßsyi&r/g . . .* jlsvxtjv dt avtijr mvofux^ov. Auf diesem Felsen mögen vielleicht einige Häuser erbaut gewesen sein, die Bet-Laban hiessen. כסר סגנה kömmt auch in Kelim 5, 4 vor. Die Form כסר סוגנא (Tos. Kelim c. 4) *) stimmt mit der Schreibung *) Während ich diese Zeilen niederschreibe, macht mich mein gelehrter Vater, Rabb. J. Brüll, aufmerksam, dass Edujot 7, 8 das Adjectiv. dieses Ortsnamens סגנאי sieh findet. Mei'ri, Einleitung iu den Traktat Abot ed. Stern p. 11, b. hat in der Mischna die Leseart א1^ן סונא״ für בן ס׳ in den Ausgaben. Da B. Menachem Färber war, so dürfte vielleicht diese Vermuthung darin eine Stütze finden, dass nach der Mischna (Kelim 1. c.) in סגנא gewisse Oefen wareu. die wahrscheinlich für Färbergewerke eingerichtet wurden vgl. das. 5.