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Ben Chananja · 1867-02-01 · 3 (1.2.1867) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
10 (1867)
Issue
3 (1.2.1867)
Date
1867-02-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Journal de Belfort publkzirt ein Schreiben, welches über Cernay den Stab bricht/ die Bemerkung hiyzüfügeud, daß ein von schönen Augen entzückter Proselyt für feine neue Religion keine wichtige Eroberung sei: Der Redakteur ׳ der ״Archives Jsraelites" meint mit Recht, daß man denselben Grundsatz auch auf die Ueberläufer vom Judeuthüme zum Christenthume anwenden sollte. K. Prag< 15. Dezember. ״Siehe m e i n e Garbe erhob sich und stand aufrecht (1 M. 37, 7)!" Diese Worte will ich nicht etwa auf meine dem ״Ben Chananja" zu machenden Mittheilungen anwenden; keineswegs! Wollte ich zu ״B. CH."׳ von biblischen Garben reden , ich würde mit dem h. Dichter wünschen, daß er in Jubel einziehe in jedes gebildete jüdische Haus, tragend seine Garben (Ps. 126, 6), die gereiste Frucht bieten, während so mancher Schriftsteller leeres Stroh drischt. Ich will aber nicht von den Verdiensten ״B. CH.'S" reden, die ein Geiger anerkennt. Vielmehr will ich berichten, daß die Eingangs angeführten Worte von einem unserer Prediger als Tert benützt, und der Romantik in den Mund gelegt wurde. Meine Garbe, sagt die edle Matrone, erhebt sich und stehtaufrecht; die Garben der Reformer müssen sich in Demuth vor ihr beugen! Sehr geistreich und — wahr. Denn wie Joses von seinen Tränmen sprach, so spricht die Romantik von ihren הלומות l! Allein insoferne manche dieser romantischen Prediger auch Männer der Wissenschaft sein wollensollten sie sich vergegenwärtigen, daß sie als solche ihr System auch Wissenschaftlich zu vertreten haben. Prof. Hengstenberg in Berlin ist ein orthodorer Protestant, und er scheut, sich als solcher nicht, sogar die Authentie des Danielbucheö mit den-׳Waffen der Gelehrsamkeit, zu vertheidigen. So müßten auch unsere wissenschaftlichen-- Konservativen zur Ehrenrettung der ׳ vulgären Traditionslehre darzuthun suchen, daß Samgar und Ehud, Jeftah und Samson gelehrte Talmudisten waren. Das scheuen sie . sich aber zu thun. Sie geben die-Tradition und vieles Andere Preis; dabei lassen sie von ihren Kanzeln herab orthodoren Donner ertönen. In kleinen Landgemeinen -mag es chingehen; aber in Präg giebt es gottlob noch Laien geuug, die sich bei gewissen Veranlassungen an die Worte deS Profeten Jeremia erinnern: ״Der Profet, dem ein Traum zu Theil ward, erzähle einen Traum, und der, demmein Wort:zu Theil ward, rede mein Wort getreu, was soll das Stroh beim Korne? Dies ist des EwigenSpruch (23,28)!" Paris, 1. Inner. Die Wahl des ehrw. Grand-Rabbiners Isidor zum Grand-Rabbiner des Zentral-Konststoriums ist durch ein kaiserliches?Dekret bestätiget worden. Herr Zadok Kahn, Direktor der Talmud-Thora, ist zumRabbinats-Adjunkten ernannt worden.? ׳ Srüffel, im Jäner. Diehiesige Gemeinde hat׳ ihrem-׳ bisherigen Rabbiner, Herrn Loeb, einen prachtvollen, mit dem Bildnisse des Empfängers geschmückten silbernen Pokal überreicht. Auf demselben ist eine Statuette Moses, wie er die Bundestafelsi trägt, angebracht. Die',He.pÄati.y»,, die, den siZpkal überreichte , wurde von Rabb. Astruc angeführt. Den Pokal verfertigte ein jüdischer Künstler, Herr Louis ׳- WolftM(Arch. Jsr.). t - ß. Mlckflttt a. M 16. Zauer. Hier Hai sich 'das rächt verbreitet, der in Z ü r i ch als ProfjängesteÜke Dt/ME Düdinger habe sich t a u fe tt lassen. Sollte das Gerücht sich bestätigen, so ließen manche Reflexionen sich hieran knüpfE' Wir wollen diese jedoch noch zurückhalten und erst die Bestätigung abwarten. In Wie n, wo derselbe lange sich', auf- ‘ hielt, würde die Nachricht viel Sensation machen und dort wird man wahrscheinlich auch Näheres wissen/ - N. I.1nschelberg (Böhmen), 3. Jäner. Herr Rabb. Ignaz Back ist zum hiesigen Rabbiner gewählt worden, nachdem seine Probepredigt die ganze Gemeinde entzückt hat. K- Kaposvnr, 16. Dezember. Unser Rabbiner ist - nun, wie es scheint, nahe daran, für seine orthodoxen Ostentationen belohnt zu werden: er soll nach Päpa berufen werden. Der Preßburger Fischmann ist sein Gegenkandidat. Beide werden aber nur von den Gemäßigteren proponirt^? die von dem Rabbiner erwarten, daß er auch mitidem Vizegespan sprechen könne. Ob dieselben durchdringen werden/׳' ist sehr fraglich,, da die Pilpulisten und ihre Anhänger gerade -׳ einen exklusiven Talmudisten zum Rabbiner wählen wollen, der? sich mit weltlichem Wissen gar nicht befaßt. Der: DruKräuBl in Päpa, der in Breslau nicht das Seminar,: sondern Tiktia-j besuchte - und auf die progressiven Rabbinen׳!aufrichtig schimpft, konnte , wie ich aus einem Päpaer Briefe ersehe; nicht einmal Dajjan daselbst werden: ^er hat Filosofiel stu-K dirt!" sagen in Päpa die Talmudisten und die 7— Gerber!^ □ Süt0r-Ä.lja-D)ell), 13. Jäner. Herr Alb. Wed-' lieber, ist zum ersten Vorsteher der hiesigen Gemeinde geM wählt worden, wozu sich dieselbe nur gratuliren kann. Zum ׳ ersten:Male wählten auch unsere Lehrer, und erhielt Dr.> Stern 19 Stimmen als Gemeinderepräfentant.- Der Ober--״ studiendirektor, Dr. Norbert Juhäß, visilirte unsere Muster- - schule und prüfte zur-Freude der Jugend - auchMus dem Hebräischen, welches von dem: braven I. H: Löw ffo:!treff-is lich gelehrt wird. - ׳ -i. ׳ 8. Neutra <10. Jäner. Allerdings kränkelt die Hie- ׳ sige Gemeinde an einem Nebel, dieses kanniabor durch keindn"׳ Vorstand unmittelbar beseitigt werden:/ Wir sind' seit-sechs -> Jahren: ohne Rabbiner und daher-.ohneU öffentliche ׳BelehM rung! Herr :Dr?Schmiedl wäre!für uns in - jeder BeziehüW/ der geeignete ׳ Mann gewesen; allein die Fupcht vor ׳ vinW« gewissen Partei, die von- Preßburg aus geleitet? wird, hieltden trefflichen Mann ■ab)■ unserer Vokation Folge ^n leisten A Hoffen wir zu Gott,!daß die verblendetePartei bald izur^ Einsicht dessen gelangen wird, was der Gemeinde vor Allein- Noth thut, und das ist ein tüchtiger Rabbiner!' / Abauj-AMtö, im Dezember.' In der nur-30 Fami-'' lien zählenden, zum hiesigen RabbilläisspreUget 'gehörend^Ä' Gemeinde zu Korlät wird eine neue - S^Wogle'''geba«t.'׳'S^^. die kleine׳ Gemeinde, die von einer Feuersbrunst ׳heimgesucht wurde,׳ nicht die Mittel besitzt, die Baukosten selber zu be-^l streiten, ist ׳sie genöthigt, auswärtige׳ Hilfe י in'׳Anspruch ^'zü'׳ nehmen. Hoffentlich wird derselben diese Hilfe zu Theil׳ werden.-׳ ׳' -^ —e'L/Mftncz, '20. Jäner? 'Ein' Mitglied'"unserer^ Gemeinde ׳ließ sseine'Tochter, di^Gdti!0iU!?WeffügäHeO'ü!^^

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