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Ben Chananja · 1867-01-01 · 1 (1.1.1867) · page 14

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Journal
Ben Chananja
Volume
10 (1867)
Issue
1 (1.1.1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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27 28 ״Die 8 zu wühlenden Curatoren sind nur aus Laien zu bestellen, da für die religiösen׳Zwecke 'bereits׳ durch3 aus Nabbinen bestehenden Kuratoren gosorgt ist." - u Ferner stellt Hn Aronsohn die Frage auf, ob der Ort, wo die Cultus-Landcs-Vcrsaninilnug abgehalten werden soll, dem hohen Eubcrninm namhaft gemacht werde? Diese Anfrage ׳ wurde einstimmig mit j a beantwortet; worauf der Vorsitzende abstimmen ließ, welche Stadt für die Vcrsanimlung vorgcschlagen werden soll. In Folge!der Einigung der Mitglieder wurde Maros-Vnsrtthcly zum Versammlungsort gewählt, da schon das hohe Cultueminisicri'unl in sei׳ ncm diesbezüglichen hohen.Erlasse, Zahl 13200—1860 diese Stadt zum Versammlungsort designirte. lieber die von Leopold Hirsch angeregte Frage, was bezüglich der bestehenden Nabbinen geschehen. sollte, falls diese durch die neue Ordnung in ihrem Eiulonimen geschmälert würden, wird beschlossen, daß es dem Landes- Curatorium zur Pflicht gemacht werden solche Fälle gcuan zn crnireu und auf geeignete Art und Weise, eine angemessene Entschädigung derselben aus dem Landesfondc zn gewahren. Die Conferenz beschließt in ihrer Gesammtheit die Ansicht ini Prcto-!olle uicderznlcgcn, daß selbe die Ilebcrzcugnng hegt, ihr ganzes Bestreben und Wirken zur Verbesserung der Lage der isr. Glanbcuöbrüder hicrlauds sei ganz unnütz und vergebens, insolange das Hauplhinderniß fortLcsicht, so lauge nämlich an. der . Spitze der, jüdischen religiösen Vertretung im Laude der gegenwärtig fnngircnde Herr Abraham Friedman sieht. Zn Erwägung, daß Hr. ALr. Friedman während seiner 20-jährigen Amtirnng nicht nur die'Wahrung der jüdischen Schul- und Cultns-Jntcresscn außer Acht gelassen, sondern im Gcgenlheil in derselben jede fortschreitende ׳Entwickelung dadurch unmöglich gemacht , daß er, namentlich wo Schulen tM.'׳Hrdnm1g ' «i' 'ken' ^ememlien ei,»geführt werden sollten,' durch hervorgeiüfene Zerwürfnisse in den Gemeinden diese nur gehindert; — > An Erwägung, daß, wie die Conferenz mit Sicherheit anznuehmcn -glaubt, nicht wenige Actcnstücke selbst bei dem hohen Larides-Gnberninm erliegen dürsten, die feilte, gegen jede Moral und Religion, namentlich gegen die jüdische, erhobenen Verleumdungen zur Genüge ans Licht treten lassen; — . ZnErwägnng, daß derselbe durch die vorgcführtcn, selbstverschlildeten traurigen Verhältnisse eine Unpopnlarüät im Lande gegen sich hcrausbcschworen, die eine normaleja stets steigende geworden; — Zn Erwägung endlich, daß Hr. Abr. Friedman׳ selbst als Karlcbnr- M Lokalrabbiner auch die dieöfällige Stellung im Sinne des bezüglichen, mit der Gemeinde Karlöburg, abgeschlossenen und von derselben zn prcdnzirenden- Vertrags, durch häusige seine Entlassung bedingende Ilebcrtretnugen d eösclben längst verwirkt habe; beschließt die Conferenz:; Der LandcS-Cnttnü-Vcrsammlung dringe»»d auzuempfchlcn, daß die Enthebung des LandeSrabbincrö sofort zu veranlassen sei; ferner, obwohl derselbe weder vom Laude gewählt worden, noch besoldet wird, namentlich in; Berücksichtigung der vorangesnhrtcn Erwägungen ans Versorgung von Seite, des Landes keinerlei rechtmäßigen Anspruch zn niachen berechtiget ist, doch ans Billigkeitsrücksichtcn dcniselben bei Erfolg der Enthebung seines Amtes eine Pension ans dem Landesfondc von jährlichen fl. 400, oder aber eine Abfertigung ein für allemal von fl. 2000 bewilliget werden soll. Es gelangte hierauf ein schriftliches Anerbieten der beiden hiesigen Lehrer Ncnmann und Erüufcld bezüglich der Errichtung einer isr. Lehrer- .Pxäpatvndie^ zn Klatlsenbnrg zur Verlesung. Die Conferenz beschließt diese Zuschrift seiner Zeit der LaiidcS-Cnllnü- Versammlung zur Berathnilg vorznlegen. Die Sitzung wird hierauf geschlossen ׳ und bis ans weiteres vertagt. -i׳ Sitzung am 5-ten Zuni, Vormittags 40 Nhr. ' Anwesend sind die Herren : Israel Gr»'»»» als Vorsitzender, L. Aronsohn; A. issohn , Bäuinel , Langfelder, Dr. Adler, Aron Hirsch und Regie- . ^«'ngSkonimiMp' Hr.' von' Gleies.׳'י ,,,"""" "Äachbem" Vorfitzeni>er' die ''Äitznng eröffnet, legt Hr. Aronsohndie Frage vor, ans welche Art die beiden Nabbiuen-Cnratoren gewählt werden sollen. ‘ :' " Nach längerer Debatte einigten sich' die 'anwesenden Herren dahin, ersten ׳Wähl der älis Rabbinen des;Laildes zn ׳wählende» zwei Cn- >r«toren werden von ׳.'.dkk'!'ckchk>HmhUen" CuMö'ress' nüd" 'dem' LandeSrabLiner 6 Candidatcn ׳den Siiniinführern vorgeschlagen, von welchendtestlbeni z»oci mit relativer Stimmenmehrheit zu wählen haben." ׳׳•.:׳:׳; Bei erneuerten Mahlen werden die: 5 Candidaten von» fungirenden Gesammtcuratorinm den Stinimführern vorgcschlagen werden. - - Herr Aronsohn wünscht ferner, daß es genan präcisirt werde, wann, wen,, und wies hoch Ncisepauschalien ans dem Landesfonde vergütet werde!» sollen; hierauf wurde bestimmt, daß zn Punkt 33.^ Leigefügt werde: ״Der Laudesrabbiner hat für eine jährliche Bereisung des Landes ans einen Pauschalbetrag von ff. 200 für Reisekosten aus dem Landesfonde Anspruch"; ferner soll zu Pn,1kt 19. Alinea 2. beigcfügt werden: ״und haben auf Ersatz der Reisekosten keinen Anspruch" endlich aber dort folgender Zusatz: ״blos der» 2 Nabbincr-Cnratoren und den» Sekretair, »venn diese über Anordnnng des Curatorinnis zu Landeszweckeil reisen müssen, sollen nebst den Führkosten auf ff. 2 Diäten ans den» Landesfonde vergütet ,werden" eingeschaltet tverden. Gleichzeitig wurde noch beflinimt,s daß zn Punkt 35 folgender Zusatz nach Alinea 2. anfgenomnien »vcrde: ״der Landeörabbincr leitet eine höhere Talmndschnle und crtheilt den Unterricht selbst, »venn jedoch die Zahl dieser Schüler 15 übersteigt, hat׳ das Curatorinm dem Landesrabbiner auf Kosten des Landesfondes einen Ravbiuatö-Assessor zur Aushilfe beizugeben." Schluß der Sitzung 7 Uhr Abends. Sitzung am 6-tcn Zuni 1866, Vormittags. Nachdem der Vorsitzende die Sitzung eröffnet, erklären die Herren ■ Moses und Josef Mcndl sich ermächtigt, im Namen der Gemeinde Karlsburg, die im Elaborate als Verpflichtung, für die Hauptgcmeinde bezcichneten Lasten zu übernehmen, »venn Karlsburg als, die Hauptgcmeinde ertlärt nild angenomnien wird. Es stellen nun mehrere Mitglieder den Antrag, darüber abznflimnien, ob die Gemeinde Karöbnrg als Hauptgcmeinde der Landes-Cultns-Versam»!- lung vorznschlagen sei? Herr Arorischn spricht für KarlSbnrg und niotivirt es mit Folgenden,: Nachdcm Karlöburg der Mittelpunkt des Landes, ferner die zahlreichste und älteste Gemeinde im Lande ist, welche zur Errichturig derLandesanstatten größtcuthcilö die Loealitaten auch schon besitzt, und auch bisher stets der Sitz des LandeSrabbincrö gewesen; so soll diese als Hauptgcmciude um so mehr der LandcS-CuilnS-Versamnilnng empfohlen »verden, als die Herren Moses n»ld Josef Mendl im Naineu der Eeineinde Karlsburg die Verpflichtung übernehmen. Vorsitzender flinnnt gegen dici'cn Antrag, indem er motivirt, daß, nachdem Karlöburg bisher immer eine Snprcinatie auf die übrigen Gcmcitldei» sich angemaßt, jetzt aber die Rcchtsbasis dadurch hergestellr ist, daß jede Geniciudc ihre Antononlie hat, somit findet Vorsitzender es angezeigt, Karlsbnrg als Hauptgemeinde um so welliger anzncmpfchlcr», als sonst der Fall cintreten könnte, daß Hr. Abr. Friedman wcitcr als Landesrabbiner bleiben könnte, und die Verhältnisse sich hiedurch nicht bessert» würden. Herr Laugfeld ist der Ansicht des Herrn Aronsohn und widerlegt die Motive des Herrn Vorsitzenden damit, daß, nachdem die Karlsbnrger Gemeinde durch ihre Vorsteher ein UeLercinkommcn cingcht, so unterstellt sich Karlöburg dcn neuen Anordnungen, und begibt sich seiner Snprcniatie; die Besorgniß des Herrn Präsidenten entfällt fomit. Herr Bänmcl findet die Motivirung des Herrn Langfeld nur so gerechtfertigt, »venn die Cmpsehlnng Karlsbmgs als Hallptgemeilide von der Bedingung abhängig geinacht wird, daß alle in» Statute vorgcschlagcnen Eiurichtnngen i>»s Leben treten »verden, so lange aber Hr. Abr. Friedman»» fort anitirt, kann Bäiimel Karlsbitrg nicht als Hauptgeincinde empfehlen. Herr. Langfeld meint, daß die ganze Coitfcrenz-Verhandlniig sich auf Institutionen basire, 'und insolange diese nicht ins Leben gerufen »verden auch dieser jetzige Entschluß bei den bisherigen Verhältnissen keine Ainvendung finden kann. ' He»-r s)r. Adler stellt einen Antrag, iiachdcm das hohe Gnbernii»»»» auch hier seinen Sitz hat, so verpflichtet sich derselbe ad peröoriatu , für die hicrortige Geinciltde dieselben Verpflichtungen zu übernehme», »venn Klausenburg die Hanptgemeinde wild. Es ciuiget sich somit die Majorität der Conferenz, daß Karlöburg in Berücksichtigung der angeführten Gründe als Hanptgemeinde der Latldes- CnltttS-Vcrsarnmlnug c»npfchlc»i »verde', jedoch mit Beibehaltnng der Bedir»- gnng, daß insolange die im Statute vorgcschlagcnen Acndernngen nicht ine Lebe»» treten, dies nicht in Ainvendung gebracht »verden ka»»r».

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