Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 36 (5.9.1866)
- Date
- 1866-09-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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faulet Jahrgang. M »«. 8zegedin, Seit 5. September MV. len MMMM. Mochenklatt für südliche Theologie. Herausgeber und Redakteur: «2 « Ze» «»» jl* «»־ym " Oberrabbiner zu Szegedin. Mit besonderen homiletisclicn, didaktischen und wissenschaftlich talmudischen Beilagen Inserate, welche in das Fach des Blattes cinschlagen, werden angenommen. Die 4spaltige Pctitzeile wird bei mehrmaliger Insertion mit 8 kr., bei einmaliger mit 8 kr. berechnet. Stempelgebühr bcsonders 30 kr. Inserate übernehmen im Anslande Franz Wagner in Leipzig; in Wien tjerzlelü L Sauers Buchhandlung. Erscheint jeden Mittwoch 1—2 Bogcll stark. Präntunerationspr eis: Ganzjährig 8 fl.5—״ Thlr. 10 Sgr., halbj. 4 fl. — 2 Thlr. 20 Sgr., Viertels. 2 fl. ö. W. Man abonnirt im Inland bei allen Postämtern; tin Auslande bei Herrn Franz Wagner in Leipzig; in Wien bei Herrn Herzfelb & üanrr (Praterstr.) Inhalt.;'ln die verehrten Vorstände der isr. Knltnsgemcinden in Ullgarn. — Das Hilfskomitö für isr. Soldaten in Wien. — Korrespondenz. Emanzipation und bürgerliche Verliältniffc. Altofen. Prag. Liiltns »uüiiltnsgemeknde. Pripa. Brüssel. Berlin. S. A. Ujhely. Arad. Achnlwcsen Arad. Prag. Wohlthatlglrclt und Wohlthättgtrektganstalten. Pest. — Neuestes. Pest. — Literarische Anzeigen. Element! tframrouiicali caldeo liiblico e del dialetto talmudico babylonese di Samuel Luzzatto. — Inhalt der Beilagen: Berichte über die Sitzungen der ״AlHance israslite universelle.“ — Rede, gehalten zum Eingänge des neuen Jahres 5626 von Dr. Stein. — Briefe ans der Somogy. Än die nercfjrten üot|Mnöe der ' " ׳ gemeinbeii in Jtiigatu. Be! den in diesem Augenblicke herrschenden Saniläts- Verhältnissen wird es kein denkender Arzt billigen, daß die Andächtigen an den bevorstehenden hohen Festtagen uuunterbrochen 6—8 Stunden, oder bezüglich den ganzen Tag in den überfüllten Gotteshäusern.versammelt bleiben. Wir enthalten uns, die Nächtheile zu schildern, und auf l>,ie bedenklichen Uebelstände hinzuweisen, welche hieraus hervorgehen können. Unsere geehrten Herren Kollegen ans dem/Lande werden es irr diesem Punkte sicherlich nicht an Belehrung fehlen lassen. Nichtsdestoweniger scheint eS uns angemessen, eie Initiative zu ergreifen, und die ehrenwerthen jüdischen Kultusgemeinden in Ungarn darauf aufmerksam zu machen, daß es vom Standpunkte der sanitätlicherr Vorsicht sehr heilsam wäre, an dem bevorstehenden Nenjahrsfeste eine eiumalige, und an dem Versöhnungstage eine zweimalige Unterbrechung des össentlichen Gottesdienstes eintrelen zu lassen, und während derselben die Gotteshäuser zu lüften. Den Zeitpunkt und die Dauer der Unterbrechung mögen die Gemeinven im Einverständnisse mir ihren ehrwürdigen Nabbinen selbst näher bestimmen. Wir beschränken uns daraus, den jüdischen Gemeinden und Seelenhirten im Vaterlande die angedentete Unterbrechung im Allgemeinen, als eine von den Umständen dringend gebotene Maßregel, angelegentlich ans Herz zu legen. Pest, 28. August 1866. Einige jüdische lerzte. Das Hilfskounls für israelitische Soldaten in Wien. E i n e K o r r e s p o n d e n z. I. Schreiben des Komitees an den Rabbiner Löw in Szegedin. Wien, 17. Juli. 1866. Ew. Hochwürden.' Es Icheiut miö Ew. Hochwürdeu gegeliüber nicht nttr überflüssig, sondern geradezu »»gebührlich, i» längerer AnSeinandersetznug erst die Motive darznlegen, welche stiisere Konstitnirnug vcranlaßten. Die reife Erfahrung, der klare Blick in unserc sozialen Verhältnisse, die richtige Erkcnntniß unserer thatsächlichen Zustände, der beständige Kontakt niit dem praktischen Leben, wie die hohe Stellung, welche Sie cinnchmen, liefern Ihnen mehr als znr Genüge den Beweis für die nnabweislichc Nothwendigkcit eines Hilfskomitäs für Soldaten isr. Konfession. Gestatten Sie uns demnach, daß wir mit Bcrnfnng auf Ihren allbekannten Wohlthätigkeitsinn, im Bewußtsein Ihres vielvermögcnden Einflnsscs mit der inständigen Bitte uns an Sie wenden, nnscre Nnternehnnmg in der Weise gütigft unterstützen zu wollen, daß Sic in Ihrer Gemcinde ein Filial-Komitö errichten, dessen Tendenz mit dem unseren korrcspondire. Zu diesem Bchnfe belieben Sie die nöthigcn Drncksorten in Empfang zn nehmen, wobei wir das höfliche Ersuchen stellen, «ns seiner Zeit die Namen der Komitömitglicder bekannt zn geben, um dieselben sofort offiziell zn pnbliziren. In der Zuversicht, keine Fehlbitte gethau zn haben, zeichnen wir, ״Hilfökomitä für Soldaten israelitischer Religion." A d o l f N c n st a b t. E. Ban m g arte u. P. S. Wollen Sie uns auch gefälligst gesinnnngsvcrwandte Nabbinen nennen, an die wir uns mit' Erfolg wenden könnten. II. Antwort Löw's an das Aomite. An das Hilfskomite für Soldaten isr. Religion in Wien. Löbliches Komitä! Sehr geehrt durch Ihr WcrtheS vom 17. d. M. erlaube ich mir, Ihnen zn bemerken, daß in hiesiger Stadt bereits eine bedeutende Zahl verwundeter und erkrankter Krieger untergcbracht ist. Ans morgen ist wieder ein Transport — wie ich höre, von 400 Mann — angesagt. Meine Gemeinde partizipirt nicht mir an den allgemeinen städtischen Lasten, sie hat außerdem noch ihr eigenes Spital dem Militär: geöffnet. Nehmen Sic dazn noch die Bedrängniß der Landwirthe und Geschäftslentc, und Sie werden leicht einsehen, daß cö mir in diesem Angenblicke nicht angczeigt scheinen kann, die Gemeinde zu neuen, nnerschwinglichen Opfern anfznfordern. Indem ich Ihren edlen Bestrebungen den besten Erfolg wünsche, zeichne ich n. s. w. Szegedin, 20. Inli 1866. III. Schreiben des Herrn Ad. Neustadt an Löw. Wien, 24. Inli 1866. Herrn Dr. Löw I > Geehrter Herr! Noch bevor ich Ihre werthe Zuschrift dem Plenum, des Komitss vorlege, erlanben Sie mir einige Worte. Mit tiefstem Bedauern entnehme ich, daß Ihre Gemeinde, weil ״eine bedeutende Zahl verwundeter Krieger dort nntergebracht" ist, ״das eigene Spital dem Mililär geöffnet" wurde, nnd ״die Bedrängnisse der Landwirthe und Geschäftsleute" obwalten, — daß aus diesen Gründen Ihre Gemeinde nicht ״zu neuen nnerschwinglichen Opfern anfznfordern" sei- Mit wahrein Stanllen lese ich diese Zeilen ans der Mer eines Seelsorgers als Antwort ans nnsere Aufforderung. ein Schärflein für sieche -Glaubensgenossen, ihre Witwen und Waisen nnd Angehörigen beizntragen! Auch Wien leistet Etwas, auch hier sind einige verwundete Soldaten, auch die hiesige Gemeinde öffnet ihr Spital dem Militär, die hiesigen Juden ׳ opfern Tausende, ja hnnderttansende ohne Unterschied der Konfession den. verschiedenen Vereinen, auch hier leidet Handel und Wandel und der Feind vor den Linien erschüttert alles Vermögen, jeden Erwerb, —• — aber dennoch finden sich offene: Herzen und offene Hände auch noch für israelitisch׳- Soldaten nnd deren unleugbare Vedürfsiisse. Noch wurde N i e m and hier