Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 33 (15.8.1866)
- Date
- 1866-08-15
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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€07 608 שירי; S. 41, 6 und 50, 2 5עלו S. 43, 6 י,לו; S. 45. 3 v. u. הארי i S. 46, 12 צרס״ ohne 1; S. 57, 3 v. u. -עופו (ibid lies מאושרת); S. 5». 6 ותור; S. 60, 19 (der letzte Vers)גופו: S- 62, 3 v. u. חוף ohne ב■ Sehr entstellt find die Verse auf S. IS; der erste ist durch die Streichung des ,ר vor מלאכה oder des zweiten סור , der dritte durch die Lesearlen ביוררי ,חוף (die auch vom Sinn gefordert wird) u»d מערכה herzustellen; im zweiten ist viesteicht 1 für אשר zu lesen. Neben diese» Fehle!» der Metrik, dir wir leicht vermehren könnten, kommen auch noch einige andere vor, besonders wieder im zweiten Abschnitt. Druckfehler sind häufiger als wünschenswerth, und das. merkwürdigerweise selbst von Druckfehlern nicht freie (Z. 4 lies פועלים; und der in 3• 9 angegebene Fehler steht aus S. 37. nicht 36) Vcrzeichniß am Ende erschöpft fie bei weitem nicht alle. Wir heben hervor S. 8 , 19 2)1לר>- für 17 ,16 י©;$יי1לרגן אלמתקצב für אלמקחצב; S. 20. 5 המינו für הימנו; S. 59, 2 steht אל zweimal, 8 v. u. steht כעולים für בועלים; S. 64, 6 steht ואמה für ואמח u. s. w. u. s. w. Auch von den oben angeführten Fehlern mögen einige bloße Druckfehler sein. Ausfällig ist, daß S. 25. 4 v. u. die Bivelstelle 2 Kön. 3. 15 nicht richtig abgedruckt ist. Doch genug der kleinen Ausstellungen! Hoffen wir. daß der HerauSgeber in seinen Bemühungen fortfahren werde, die Geistesprodukte jüdischer Gelehrten des Mittelalters, namentlich so weit fie rein wissentchaftlich sind, aus dem Dunkel der Bibliotheken ans Licht zu fördern. Kiel. Th. Nöldeke. Erzählungen und Belehrungen auö den heil. Schriften der Israeliten, nebst einem Anhänge: Begebenheiten in den Tagen Mathathjahu's und feiner Söhne Dargestellt für die reifere israelitische Jugend von B. H. Fl eh inge r, Bezirksrabbiner in Merchingen im Großherzogthum Baden. Dritte verbesserte Auflage. Frankfurt am Main, Jäger'sche Buch« Handlung, 1865. 8 272. Vorliegendes Lehr- und Lesebuch ist viel reichhaltiger, als man nach der Seitenzahl erwarten sollte. Durch die Buchstabenwahl und den kompreffen Druck konnte diese Reichhaltigkeit erzielt werden. Zn 160 Nummern wirv die biblische, in 13 Nummern die hasmonäische Ge« schichte Israels vorgeführt. Nach der in Deutschland jetzt sehr beliebten und weitverbreiteten Methode läßt der Herr Vrf. die Bibel selbst sprechen. In Schulen, in denen der hebr. Bibeltert nicht gelehrt wird, muß diese Methode nur gebilligt werden. Dagegen dürfte die Aufmerksamkeit der reifer» Jugend kaum gefesselt werden können. wenn man dieselbe nochmals in der Uebersetzung lesen läßt, waS fie bereits im Originale und in der Uebersetzung gelesen hat, wie dies bei der ersten Abtheilung: ״ans den fünf Büchern Moscheh'S" der Fall ist. Ja, die Schüler müssen hie und da sogar verwirrt werden, vorausgesetzt, daß bei dem eigentlichen Bibclunterrichte nicht schon auf das Lesebuch Rückficht genommen nurd. So übersetzt der Herr Vrf. 1 M. 4, 7 theilS nach OnkeloS und Anderen: ״Siehe, so du dich besserst, erhältst du Verzeiluing; besserst du dich aber nicht, so ruhet eine andere Sünde vor der Thüre, die dich beständig reizet, aber du kannst sie beberrlchen." Müssen die Schüler nicht verwirrt werden, wenn sie sich z. B. denselben Vers nach Zunz oder nach einer andern abweichenden Uebersetzung angeeignet haven? In den jüdischen Schulen Ungarns und überhaupt der österreich« scheu Monarchie könnte das vorliegende Buch nur beim Unterrichte der weiblichen Jugend wit Nutzen angewendet werden. Aber auch hier dürften manche Lehrer wünschen, zu erfahren, welchem Uebersetzer sich der Herr Vrf. angeschloffen habe, damit der Lehrer, namentlich der NeligionSlehrer, sich selbst Rechenschaft zu geben im Stande sei, weshalb die Stelle so und nicht anders wiedergegeben sei. Hat sich der Lehrer hierüber orientirt, wird er das Buch mit entschiedenem Nutzen gebrauchen können, und zwar den uachpenlaieuchischen Theil auch in Knabenschulen. Wo der Einführung .des« selben zum Lehrbuche äußere Hindernisse im Wege stehen, sollte es der Jugend, für deren reiferes Aller eS geschrieben ist, als Lesebuch empfohlen werden. Dieser Empfehlung würdig werden dasselbe wol auch diejenigen finden, deren Meinung mit der des Herrn Brs'S nicht >n allen Stücken übcreinstimmt. So hat Nr. 47 S. 53 die Ueberschrift: ״die Lehre und das Gebot Gottes״, während das Lehrstück selbst auch die ״Rechte" und die ,,Satzungen" behandelt. Auch ist nicht leicht einzusehen, warum der Vrf. S. 59 die Feste unter die Satzungen und nicht unter die ״Gebote der Gottesfurcht" subsumirt. Wenn das Verbot, das Bvcklein in der Muttermilch zu kochen, S 57 als ein Gebot der Liebe zu den Geschöpfen Gotte« angeführt wird, so hatte der Herr Vrf. ohne Zweifel P y i l o's Erklärung vor Augen: ״Der Gesetzgeber hält es für sehr ungerecht, das, was dem lebenden Thiere zur Nahrung dienen soll, zur schmackhaften Bereitung des geiödteten zu gebrauchen (de eharitate 6d. Franks. 711, C)." Aehnlich Thomas: ״crudelifatis speciem habere, si lac matris, quod ei pro nutriin ent o datum est, adhibeatur ad caraium ipsius consumtionem (f* Doch. Hier. I. 638). Verwandt damit ist vielleicht die Aufsassung der Karäer: שלא יחערב הסרה עם העקר שההלכ ככשר אמו.רומה לו לא חקה האם על הבנים (Aron b. Josef im Mibchar 47, b). Letzteres Verbot (5 M. 22, 6) zählt der Herr Vrf. ebenfalls zu den LiebeSgeboten. Manche werden ihm die Mischna Megilla 4. 9 entgegenhalten. Die Karäer erklären ausdrücklich: ואמריות לב לקה האם על הבנים (Mibch. zum 5 M. 18, b). Wenn man dies in Frankfurt und Mainz erfahrt, wird bas Buch des Herrn Rabbiners Flehinger wol schwerlich dem Interdikte der Orthodoxie entgehen. Da nun aber der Herr Vrf. einen freiem Standpunkt einnimmt, sollte er bei Veranstaltung der nächsten Auflage seines Buches erwägen, dieje, nigen Psalmen, deren Ursprung aus der haömonäischen Zeit bis zur vollständigen Evidenz erwiesen ist, an dem ihnen chronologisch gebüh« reuden Platze anzuführen, woraus natürlich folgen würde, daß die glorreiche Geschichte dieser Zeit nicht mehr als Anhang, sondern als integrirender Theil und als Abschluß der biblischen Periode erscheinen würde, was sie in Wahrheit ist. Denn Simon der HaSmonäer, mit welchem der Herr Vrf. sein Buch schließt, steht an der Grenzscheide der biblischen und talmudischen Zeit. Mit ihm beginnt die Geschichte der nachbiblischen Periode. Die eigenen Namen schreibt der Herr Vrf. nach der hebräischen Aussprache; die gewöhnliche Aussprache sollte aber ebenfalls angeführt werden. Statt Jom Kippur S. 59 sollte es Jom Kippnrim heißen. Die Ausstattung des Buches läßt nichts zu wünschen übrig. Berichtigung. Die Gesuche für die in der vorigen Nummer inserirte ReligionSweiserüstelle in Valpo find zu richten: ״An den Vorstand der ifr. Knltusgemeinde in Valpo״ (Slavonien). Konkurs. An der hierortigen ifr. Hauptgemeinde ist der vakant gewordene Posten des RabbinatSverweserS mit dem 24. Oktober d- Z. zu besetzen. ZahreSgehalt 300 fl., WohnnngSpauschale 100 fl., nebst den wit diesem Posten verbundenen bedeutenden Emolumenten. Bewerber müssen nebst einer zeitgemäßen Berufsbildung ihre Befähigung zu allen AmlSverrichtungen des Rabbiners Nachweisen התרת הוראה —, und wollen ihre mit den dresbezüglichen Originalzeugniffen belegten Offerte unter Angabe des Familienstandes bis zum 25. September an den gefertigten Vorstand einsenden. Stuhlweißeuburg, im August 1866. Der Präses: San.TU.e1 Kreizler. Eine cknmtie in Rrünn wünscht zwei Knaben, welche daselbst die Schulen besuchen, in gänzliche Verpflegung zu übernehmen und können dieselben auch im Hause in der französischen, italienischen und englischen Sprache, sowie im Klavierspiel Unterricht erhalten. Die Familie ist auch erbötig, elternlose Kinder für längere Zeit zur Erziehung und Verpflegung zu übernehmen. Ueber den religiösen und moralischen Charakter der genannten Familie, sowie über deren wissenschaftliche Befähigung wird die Redak« tion dieses Blattes gefälligst Auskunft erlheilcn. (1- 3) Szegedin, Selbstverlag der Redaktion. Leipzig, Lommisfions-Verlag vou Franz Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegediu.