Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 31 (1.8.1866)
- Date
- 1866-08-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2542917-2543175-2543206--4916-2548959- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
575 Besonders vermißt man bet denselben fast jedes charakteristische Gebet, jo das Ja'ale we Zawo , die besonderen Gebete im Schemone Gßre selbst auch sür N"")».und 1 ,יוהכ״ם" sogar «inen Theil des Al Ehe»., für Pexach die geringste Erwähnung der Haggada u. s. w. u. s. w. Ueber Haupt ist auf die häusliche Andacht gar keine Rückficht genommen, wie auf das Kiddusch für Sabbath und die Feste, dagegen finden fich für alle Festtage wieder viele Stücke aus dem Machsor. — Noch einzelne kleknere AuSstellnngki, in diesem Kursus. S. 19. sollte Aschre vor Zehallelu stehen, S. 20 sollie doch der Schluß desselben aufgeführt sein, da diese Verse doch im Ehore gesungen werden, Seite 22 das Adon Olam ist auch noch zu schwer sür diese Klaffe und könnte für diese waö Leichteres und -Erbauliches gelehrt werden, S. 25. könnte von dem Awinu Malkenu mehr aufgenommen sein, S. 32 fehlt Par. Zizith. Für den zweiten Kursus gibt der geehrte Verfasser in 4 Paragraphen kurze grammatische Regeln, die in dieser Kürz» sehr gut bargestellt find. Zch vermisse hierin nur die Leseregeln, besonders über Schewa und Dagesch, die doch sehr nöthig find. Zn der Auswahl der hebräischen Stücke für diesen Kursus (S. 49) vermisse ich wieder das Ja'ale w׳-Jawo (was der Verf. ausdrück, lich ausschließt); warum das? die schönen Stücke des Mußas von fl"*) und dos Al Chet fehlen. Zu den wenigen aufgcnommenen Stücken aus der Hagada führt der Vrf. auch das Lied Ki lo Nach auf, das doch in Sprache und Inhalt unbedeutend ist. Warum nicht hiefür ein anderes Stück? Wenn ich auch manches in diesem Buche auszustellen halte, so kann ich selbes dennoch wegen seiner vielen Vorzüge bestens empfehlen und möge der geehrte Vers, aus meinem etwas weitläufigen Eingehen in seine Methode ersehen, welches große Interesse ich daran genommen habe. — Nr. 2. ist ein allen jüdischen Schülern sehr zu empfehlendes Büchrlchen und sagt mir unter den vielen dieser Art keines so zu, wie dieses. Der geringe Preis von 5 Sgr. (gebunden) macht dessen allgemeine Einführung noch leichter. Gewiß wird die Verlagsbuchhandlung bei Abnahme von größer» Partieen den Preis noch ermäßigen. Folgende ZnhalSangabe zeigt schon den reichlichen Stoff desselben. Der erste Abschnitt von S. 7—36 gib! in 40 Nummern die Fibel, welche mit den Vokalen beginnt und das Kind zu den mehrshlbigen Wörtern führt, und das alphabetisch nach der Lautirmethode zusammengekellt ist. In dieser zweiten-Auflage ist der Lesestoff durch vier- und fünfsylbige Wörter, durch den Meteg und Makkef,c. bedeutend erweitert, so daß dieser Abschnitt ganz vollkommen ist, und das Kind, nach diesem unterrichtet, gewiß in der kürzesten Zeit das Hebräische gründlich erlernt, und zugleich auch mit den Hauptleseregeln, dem Scheva und Dagesch u. s. w., vertraut gemacht werden kann. Der zweite Abschnitt von G.36—75 gibt in 61 Nummern Uebersetzungsstücke, unter welchen die deutsche Uebersetzung der einzelnen hebräischen Wörter ausgesührt ist; mit Ausnahme der Nr. 63 bis 69, — die 10 Gebete, Morgengebet Mode Ani Lefanecho, beim Händewaschen, Segensspruch der (?) Schausäden, das Gebet Schwa, bei welchem die vollkommene deutsche Uebersetzung zur Seite steht, ist. was ich sür recht zweckmäßig halte, damit das Kind diese wichtigen Stücke vollkommen versteht. Die Nummern 41—63 find vom Verfasser selbst geschaffene Stückchen, die vom Leichtern, von einsylbigen Wörtern, zum Schwerer«, zu mehrsylbigen, daS Kind führen. Sehr zweckmäßig sind in den Nummern 45—48 die Zeitabtheilung, die hebräischen Monate und ZahreSzeiten und die Zahlwörter, Grund- und Ordnungszahlen ausgeführt und kann das Kind dieses alles sehr leicht lernen. Die Nnmmern 69 bis zum Schluffe dieses Abschnittes enthalten die wichtigsten Gebetstücke aus unserm Gebetbuche, nnler welchen fich auch die Hanptsegeusfprüche beim Genüsse, das Kadisch, das Tischgebet (in paffender Abkürzung)׳ und das Nachtgebet (ebenfasts kurz) befinden. — Das Kind hat durch das Erlernen dieser Gebete schon einen Theil des Gebetbuches inne und kann 576 nachher mit Leichtigkeit die anderen größeren und schwereren Gebete erlernen. Hierauf folgt ein anderer (zweiter ist wahrscheinlich irrthüm, lich überschrieben) Abschnitt, der eine Anleitung zur jüdisch-deutschen Leseart enthält, welche Anleitung nur 4 Seiten faßt, und ganz vorzüglich ist. Dann eine kurze Betrachtung ״Vom Gebete" in sechs kleinen, sehr guten deutschen Gebeten ausgestellt. Eine kurze Darstellung der Buß-, Fest, und Fasttage und eine große Gedächtnißlafel zur biblischen Geschichte schließen dieses Merkchen. Bei der Vorzüglichkeit desselben kann ich um so weniger unterlassen, folgende Ausstellungen zu machen. Vor allem bemerke ich, daß einige vom Verf. selbst angrfertigten UebersetzungSstücke keine echt hebräischen, sondern mehr deutsch.hebräische find, und in denselben manchmal gegen den klassischen hebräischen Ausdruck in ver Grammatik verstoßen wird. Sogleich im ersten Satze des ersten (41.) Stückes nehmen wir solches wahr: Nr! ־־ הר;N דע בני כי ^ל• Es ist an fich schon unbiblisch, zu dem אחד״ in Beziehung auf Gott noch das אך hinzuzufügen, aber auch nicht hebräisch, dieses Wörtchen in der Bedeutung von ״nur" zu nehmen, wie der Verf. es hier nimmt, da es: ״weiter nichts" oder ״nur noch" nach biblischem Sprachgebrauche heißt, (vgl. 1. M. 7. 26, 2. M. 16. 17). Ist aber Gott weiter nichts, als einzig » ist er denn nicht auch ewig u. s. w.? הד kommt auch nicht vor, chaldäisch heißt eS הד; auch צור in der Bedeutung von Schöpfer ist nicht hebräisch, eS heißt vielmehr ״Fels" und צור ישר^ל auf Gott angewendel, die Zuverficht Israels. DaS Wort בן ist hier ebenfalls unkorrekt, da es בן heißen muß. Der weitere Ausdruck אןי מן מ1רצון אל את הוא הלום ebenfalls unhebräisch, da es כר8ון heißen muß. Warum das אה weiblich stehet, ist edensalls nicht einznsehen, da das Stück doch mit בנו beginnt. Der Verf. durfte in seinem Vorsätze haben, nur einsylb. Wörter aufzuführen, aber keine sinn« und sprachwidrigen hinzusetzen. — Nr. 81: לבני כסילים im Sinne von albernen Kindern, ist falsch, es muß heißen: לכנים Nr. 68: ist das יותר überflüssig »nd in diese Konstruktion nicht hebräisch. Bekannt ist ja die bezügliche Bibelstelle, in derselben Nummer תצפון הטוב אהרי אשר בהנתו will mir auch nicht Zusagen. Nr. 55 : בהנכם warum nicht:תבהננר Nr. 56 : השבעו לי אם תעשו dos אם nach השבעו ist nicht hebräisch , es muß אשר heißen Nr. 58: אם לא תהי רעה טהדבר אשר אתה עשה, dieser Satz ist auch nnhebräisch. ebenso Nr. 61 u. s. w. Auch haben fich viele Druckfehler, besonders in den Vokalen eingeschlichen; das עוטר nach קול טלהטה in Nr. 60 ist zu streichen. Bei einer etwaigen fernern Auflage möge der geehrte Verfasser auch noch den Inhalt der Bibel, sowie die Glaubenslehren beifügen. Zch scheide von dem Verfasser mit dem Wunsche, daß sein Büchlein die größte Verbreitung erlange. Berichtigungen. Am Schluffe der Nr. 29. d. Bl. Zeile 2 von unten ist durch ein Versehen ״der Lehrkörper" statt ״die Lehrer" gesetzt worden. Red- NE" Die Herren Abonnenten, -Le mit den PrännrnerationS-Beträgen entweder ganz oder theilweise noch im Rückstände stnd, werden ebenso höflichst als dringend ersucht, dieselben ehebaldigst an die Redaktion einsenden zn wollen. Szegedin, Srlbjlvrrlag der ttedakliou. Leipzig, Lommlsstons-Vrrlag von iranf Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.