Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1866-07-11 · 28 (11.7.1866) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
28 (11.7.1866)
Date
1866-07-11
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2542917-2543175-2543203--4889-2548929
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

528 527 sind. An der Spitze der Gemeinde steht noch immer der in diesen Bkätrern bereits gewürdigte biedere Herr Nathan Löbl. welcher fich immer mehr Verdienste um die hiesige Gemeinde erwirbt und der rin beson» derer Schul- und Jugendfreund ist; außerdem hat die hiesige Schule auch das Glück, in Sr. Ehrwürden dem Kula-Verbäßer Bezirksrabbiner, Herrn D. L. Straffer, einen Direktor zu besitzen, der ein tüchtiger Fach« uiann und ein wabrer Freund der Lehrer ist. Sal. Blum. V>- Szentes, 2. Juli. Daß unser ehrw. Rabbiner auch die Leitung der Volks,chule übernahm, versteht fich von selbst. Die Der« dienste, welche fich Herr weck. Dr. Pollak um die Schule erworben, werden uns unvergeßlich bleiben, und hat Herr Jak. Neumann nur dem Gefühle unserer ganzen Gemeinde Ausdruck gegeben, indem er dies öffentlich ausspcach. L. M. B. Pest, 6. Zuli. Es scheint Verhängniß zu sein, daß sich eine jede Nummer des ״B. CH." mit Jtzig Spitzig beschäftigen muß. Für beute muß ich den ״B. CH." hierzu veranlassen, um jene Anschuldigungen, die in ZHig SpitzigS letztem Briefe gegen die hiesige Normalhauptschuie geschleudert werden, mit aller Energie zurückzuweisen. Ist vielleicht auch dem H. Jtzig Spitzig die Thatsache nicht bekannt geworden, daß an den hiesigen Gymnasien und Realschulen die ungarischen Sprach« kcnntniffe der Normalschüler sehr gelobt werden; so sollte er doch das sehr günstige Urtheil kenne», welches die betreffende Kommission des isr. ung. Vereins über die Normalschule abgegeben, da er doch selber Mitglied dieser Kommission ist. A. B. C. Pest, 8. Zuli. Wie wir aus glaubwürdiger Quelle erfahren, wird demnächst eine Kommission von Fachmännern zusammen« treten, um mit den Herren Lehrern an der k. isr. Musterhauptschule zu dem Behuse eine Prüfung vorzunehmen, damit fich herausstclle, ob und wie weit die Herren dem bewußten Aufträge der k. ung. Stattholterri nachgekommen find. So weit wir die Herren kennen, find sie bis auf drei Eingeborene der ungarischen Sprache nicht mächtig und läßt na« mentlich ihre Pronunciation gar viel zu wünschen übrig. Das israeli« tische Publikum darf daher mit Recht erwarten, daß die hohe Regie« ruiig, welche seit einiger Zeit die hiesige Musterhauptschule mit wach« samem Auge beobachtet, die für das ganze ungarische Judenthum so wichtige Anstalt den Wünschen der öffentlichen Meinung gemäß reorga« uifiren werde. , א״ת• Pest, 9. Juli. An der hiesigen kön. isr. Musterhäuptschule und Präparandie finden die Prüfungen am 30. und 31. d. M., sowie am 1. August statt. Der erste Tag ist für hiesige Präparanden der zweite für AufbesseruugSprüflinge und der dritte für Zöglinge der Hauptschule bestimmt. Literatur. A. Göttittgen, im Juni. Herrn Hartwig DerenbourgS Abhandlung über die Bildung des Plurals im Arabischen und Aethiopischkn ist von der hiesigen Universität in der Sitzung vom 4. d. M. mit dem Preise gekrönt worden. Paris, Ende Juni. Am 26. d. M. hielt der Verein, der sich hierorts zur Verbreitung der jüdische» Literatur und Wissenschaft gebildet, seine erste konstituirende Versammlung. Die Einladung zu der« selben erfolgte mittelst eines Rundschreibens der Herren L- Isidor. Grandrabbin und S. Trenel. Direktor des Seminars. Die erste Vorle« sung hielt letzterer über Hillel den Aeltern. Dergleichen Vorlesungen veranstaltet der Verein viermal im Jahre; die ״Archives israelites“ denen wir diese Notiz entnehmen, versprechen die vorzüglicheren Arbeiten zu veröffentlichen. Bk. Pest. 8. Zuli. Wie wir vernehmen, soll die Eristenz des ״Izraelita magyar Közlöny“ in hohem Grade bedroht sein, und dürfte dieses Blatt vielleicht schon zu erscheinen aufgehört haben. Wir hatten dies vorausgesehen und gewünscht. Möge der ״Mainzer Israelit", der es seiner Zeit mit so lebhafter Freude begrüßte, seinen Schmerz über das zu frühe Hinscheiden seines GünstliugS mildern: dieses jüdischungarische Organ war keineswegs das Organ der ungarischen Indenheit und verdient nicht betrauert zu werden, da sein Eingehen gar keine Lücke zurückläßt. Pest, im Zuli. In Folge meines in diesen geschätzten Blättern erlassenen Aufrufes um literärische und musikalische Beiträge für das von mir projektirte nndinBälde herauSzugebende ״Sulzer-Album" sind mir aus verschiedenen Gegenden und von achtbaren Seiten mehrere werthwolle und passende Arbeiten zugegangen. Derarttge Arbeiten aber erfordern, um geprüft, geordnet und zusammengestellt zu werden, viel Zeit und Mühe, die ich ihnen, da ich doch zunächst meinen Amtspflichten obliegen muß, noch nicht in gebührendem Maße zuwenden konnte. Ich bitte daher die?. T. Herren Einsender um Entschuldigung, wenn ich Ihnen noch nicht geantwortet habe. Seiner Zeit werde ich die Namen der Herren Gelehrten und Künstler dankend veröffentlichen. Beson« derS ergeht diese meine EntschuldigungSbitte an jene Männer, welche gleich und ungesäumt, nachdem ich meinen Aufruf erlassen hatte, ihre Beiträge theils elnsandten, lheils solche anmeldrten. Diese sind die׳ Herren: Literat Aler. Schorr in Drohobycz. Bezirksrabbiner NeuhauS in Tapolcza. Oberkantor Löwenstein in München. Ministre-Offiziant Naumburg in Paris. Lit. Finkelstein in Paris. Bauer in London. Kön׳ Musikdirektor Lewandowski in Berlin. Kantor Flamm in Teschen. Kan« tor Prager in Tabor. Kantor Silber in Karlsburg und Regenschori Grünzweig in Arad. Oberkautor Friedmann. Berichtigungen. In einer Note zu der von mir von mir in Nr. 5 der Forschungen 8. 84 gegebenen Berichtigung des Aruch s. v. ׳שרולין wird gesagt, dass dieselbe, wie Herr Josef Goldberger in Fünf- Kirchen bemerkt, sich schon im הפלאה שבערכין״" findet. Dem ist aber ganz entschieden nicht so! Der Verfasser des הפלאה (Editio Rosenkranz 1859) sagt nur, dass das Wörtchen ״היד״ im Aruch zu streichen sei; von einer Emendation jedoch des לבלירומי' in "ובל׳ארמי" sowie von einem Hinweise auf Targ. Jonathan zu; J08. 3, 19., worauf es hier doch zumeist ankommt, ist bei demselben auch nicht im entferntesten die Rede. Hiernach ist es mir wirklich ganz unbegreiflich, wie meine Berichtigung mit der des הפלא ה identifizirt werden konnte, da ja beide mit einander durchaus nichts gemein haben. Eiwanowitz, 21. Juni •1866. Leojt. Eisler. In meiner in Nr. 27 erschienenen Korrespondenz bitte ich■ mehrere Druckfehler berichtigen zu wollen. Gleich in der ersten Zeile soll statt Nr. 28 Nr. 25 heissen; in der 14. Zeile von oben ward Beschwerdegründe für Beschwerdepunkte gesetzt ך in der nächstfolgenden Zeile statt wird lies ward; in der 25 Zeile־ von oben statt den lies dem; Seite 510 Zeile 18 von oben statt dem vergifteten lies den; Zeile 28 von oben ist der wegzulassen; Zeile 30 von oben soll es statt melden, zu melden heissen. In dem Originale soll der ״Amtsmissbrauch“ erhellen, im abgedruckten Artikel das Verdikt, auf welches jener Ausdruck gar nicht anwendbar ist; da ein Verdikt wol aus• einer Amtshandlung resultirt, doch nicht erhellen kann. Ujhely, 8. Juli. Direktor Stern. Bemerkungen. Herrn R. Z. in S. A. N. Ich erbitte mir Ihre weiteren Mit- Heilungen. Herrn Rabbiner St. in L-—i. Erscheint nächstens. Szegedin,! Leipzig, Arlbjlvrrlag der Ledakliou. ' Üommisjions-Vrrlag von Jran; Wagurr. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.