Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 17 (25.4.1866)
- Date
- 1866-04-25
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Homer 1× ep/1025156
- Rashi 1× ep/1002670
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67 68 Jer. Chag. 6. h.) findet, dort nämlich heisst es: zwei Fromme lebten in Askalon u. s. w. als Einer von ihnen starb, da ward ihm kein grossartiges Leichenbegräbniss zu Theil, während dem Verstorbenen Sohne des Zöllners Maor ein solches wirklich zu Theil wurde; darüber kränkte sich der Fromme und machte sogar seinen Verdruss in ärgerlichen Worten kund — in einem Traume jedoch wurde er belehrt. Der ״Fromme“ hatte nur eine leichte Sünde abzubiiseen und er sühnte sie also durch das unstattliche Leichenbegräbniss, dass ihm zu Theil wurde — während des Zöllners Sohn eine Wohithat bloszuGute hatte und d i c ward ihm durch das ehrende Leichenbegräbniss gelohnt. — Nach einer Zeit sah der lebende Ghasid seinen todten Genossen in Gärten, Paradiesen zwischen rauschenden Wassörquollen spazieren, (wer merkte hier nicht eine Beschreibung des Elysiums nach Homer und Pindar!), während er die Zunge des Zöllnersprösslings am Ufer des Stromes nach Wasser schöpfen sah, ohne dasselbe erreichen zu können. Rabb. Back. 4. Selbstvernachlässigung eines Thanaiten. Der gefeierte R. Eleazar b. Arach, der nach dem Zeugnisse seines Lehrers alle übrigen Schriftgelehrten aufwog (Ab. 2, 8), vernachlässigte in der Folge das Studium des Gesetzes so sehr, dass er nicht einmal im Stande war, den Bibeltext korrekt zu lesen (Sabb. 147, b). Midr. Rabba und Jalkut zu Sohel. 7, 3. enthält hierüber folgende Notiz: פת הטין או סח שעורי׳ מי טב אוכלה בלפתן ולא ידע להשיבן; ר״א ור״י אומר,י׳ ב׳ תבשילין לסותין זה בזה• Die Erklärung R. Bär b. Nafthali’s z. St. macht aus einer Sinnlosigkeit einen Unsinn. Grätz, der in seiner Gründlichkeit nichts vom Belange übergeht, zitirt die, Stelle und erklärt dieselbe für eine komisehe Anekdote (8. 29)! Erlauben Sie nun, dass ich meine Ansicht äusere, welche, wie ich glaube, den Stempel der Wahrheit an sich trägt. In einer Miachna (Negaim 13, 9) heisst es. ״Wer ein mit Aussatz behaftetes Haus betritt, ist sogleich unrein. Kleider und Schmuck- Sachen, die er am Körper hat, bleiben roin, es sei denn, dass er ברי אכילת סרס , d. i. so lange im Hause verweilt, dass er während dieser Zeit ein Stück Brod verzehren könnte, welches nach Rasch! die Grösse von 4, nach Maim. die von 3 Eiern hat. Was für Brod ist hier gemeint? Die Mischna erklärt: Weizenbrod und nicht Gorstenbrod; ersteres wird nämlieh schneller verspeist. Die Mischna bestimmt das Zeitmass noch näher, indem sie hinzufügt, dass vom Genüsse des Brodes mit Zugemüse (בלפתן) die Rede ist. Unser Räthsel ist nunmehr auf die einfachste Weise gelöst. R. Eleazar sollte Aufschluss geben, welches Brod sich leichter mit Gemüse verzehren lässt, Weizen- oder Gorstenbrod, um dadurch zu zeigen, dass pr die, in jener Mischna enthaltene Bestimmung nicht vergessen habe. Aus dieser Mischna erhellt aber, dass Brod mit ״Liftban“ schneller verzehrt wird, als ohne ״Lifthan“, was dadurch bewirkt wird, dass Letzteres mit dem Brode eine Verbindung eingeht, und den Genuss beschleunigt. Hieraus erklären, sich die Worte: ב׳ חבשילין לסותין זה בזה» womit das Wort Lifthan sprachlich erläutert werden soll. Augsburg. Dr. Hirschfeld. Sowohl die.Mischnaerklärer, als R. Nathan berufen sich zum Behufe der Erklärung des schwierigen שרולים Kelim 26, 3. auf das Lateinische ל׳ רומי• R. Nathan hat die unverständlichen Worte: ובל' ר׳ היד שירי□• Was bedeuten diese Worte und welche Bewandniss hat es mit der Herbeiziehung des Lateinischen? L. Was bedeuten die Worte Aben Esra’s Ester 10, 2., welche derselbe zu dem Worte המלך fügt? Back. Berichtigung. R. Baruch Kauder, ein sehr geachteter hiesiger Talmudist, machte mich in Bezug auf meine Bemerkungen in den ״Forschungen“ (Nr. 3. Sp. 46) darauf aufmerksam, dass in der fraglichen Tossafoth- Stelle ein Schreib- oder Druckfehler vorwaltet. Die Abbreviatur בה״ ג wurde in Halachoth Gedoloth aufgelöst, während sie: בתשובת הגאונים gelesen werden muss, wie aus Raschi Erub. 26, a. Schlgw. להרע klar zu ersehen ist. Da Rasch! die Auflassung der Gaonen ausdrücklich gutheisst, so ist es nicht nöthig, das ולן in ולי zu emendiren*). Gelegentlieh bemerke ich, dass in MaimonidesEinleitung zur Mischna 92, a (2. Zeile v. unten) statt והכניס folgende zwei Worte gelesen werden müssen: והי הכניס In Pocockes porta Mosis findet sich in der That diese richtige Leseart. Ernst Wehli. *) Dieselbe Berichtigung kam uns v. Hrn. Sim. Bacher zu. Hr. B. glaubt, dass für die L. A. אבזרגקי das griech. dßqov — Maulberbaum verglichen werden könne. Bemerkungen. Aus Mangel an Raum mussten Beiträge von Duschak, Harkavy, Neubauer, Deila Torre und Anderen für die nächste Nummer zurückgelegt werden. Inhalt. lieber die Familie des Patriarchen R. Gamliel I. Von Rabb. Dr. M. Zipser. — Zur talmudischen Geografie. Von Kreisrabb. J. Wiesner. — Historische Analekten. I. Der Fasttag des 9. Tebet; II. Papa ben Nazar. Von Nehemias Brüll. — Zur Testeskritik der Aboth des R. Nathan. Von Rabb. L. Eisler. — Beth vaad lechachamim. Von Wiesner, Feitl, Bacher, Stössl und Pineies: — Neuer Kolbo. IV. Tantalus im Talmud von Rabb. Back. Ein Tanaite von Rabb. Dr. Hirschfeld. — Fragen. — Berichtung. — Bemerkung. Druck von Sigmund Bürgerin Szegedin 1866.