Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 41 (15.11.1866)
- Date
- 1866-11-15
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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131 zur Wohnung des Wächters stand, welcher die Früchte gegen die Füchse und Schakale bewahrte. Diese Felder lagen ohne Zweifel' von den menschlichen Wohnungen weit entfernt, da Jesaias, wenn er von der Zerstörung ,Judas spricht, sagt: ״Was aber noch Übrig ist von der Tochter Zions, ist wie ein Häuslein im Weinberge, wie eine Nachthütte im-Gur? kenfelde,, wie eine verheerte Stadt.“ In Indien, jenseits des Ganges, sah Bischof Heber einen Mann, welcher von einer kleinen Hütte aus Bambus und Stroh ein* Gurkenfeld bewachte, was ihn natürlich interessirte, da es .derselbe Gebrauch ist, worauf sich Jesaias bezieht. Später bemerkte er nochmals'einen Gurken- Wächter, der bei einbrechender Nacht ein Feuer anzündete, um die wilden Hunde und Wölfe von seinen Früchten fern zu halten. An den westlichen Ufern des Jordan sah Burkhard ebenfalls Gurkenfelder. Die Gurke heisst in der Mischna. קישות, Kilaim 2, auch קסוס, Oholot 8, zuweilen כישות. In der Ausgäbe meines־ Aruch findet sich der Artikel nicht. Befindet er sich in einer, andern Ausgäbe? Ebenso finde ich קשואין .nicht, was aber in der Ordnung, da der Aruch Worte, die in der Bibel Vorkommen , nicht allegirt. Wollen die Leser des geschätzten ״B. Ch.“ in ihrem Aruch nachsehen. ב י ת ו עד לח כמים.:. 7. Eamza ben Kamza. und Chan. b. Gam. Manches in den *,Forschungen“ ist gewagt, aber auch hier ist es wahr, dass wer nichts wagt, nichts hat. Der קמצא בן קמצא des Herrn Zipser ist witzig , aber gewiss nicht Wahr. Die Legende, scheint es, hat den Kopxydg d rov Kdfiyov der, Vita josephi 9, in zwei gespalten und benützt, um das Geschichtchen damit zu bilden. Auch mit dem חנינאבן גמליאל, der den bekannten Hohenpriester •פנחס הסתת zu seinen Verwandten zählt, glaube ich, stets nicht ganz richtig. Dieser גמליאל p ist hier ebenso fehlerhaft als in der Mischna Bechorot 6, 11. An beiden Stellen muss בן אנסי גנוס gelesen werden. Denn der letzte War offenbar aus jener Zeit, besonders stolz auf seine Kenntniss der Fehler. (מו:ץ), die ein Thierstück zum Opfer untauglich machenderselbe, der darum die Gelehrten und ihre Kenntniss in dieser Beziehung verachtete: 8. Bechoroth 30, b., wo R. Jehiida vom Sohne dieses Gamaliel sagt: 'אביו של וה ביזה תלמידי הבמים'; oder besser wie Tosäfoth haben תלמידים שלנו, Im Gegentheil steht Nidda 23 , a. הנינא בן אנטיגנוס für הגינא בן גמליאל,. wie das נסיו י ן דברי ר״מ zeigt, und wie nuch die ס״א am Rande erkannt hat. Unsere Talmude sind so korrupt, dass man sich sehr in Acht nehmen 132 muss, ehe man sich zu einem Schlüsse gehen lässt. Wer weiss, ob nicht Gittin 7, a ebenfalls חנינא ב״ג für הנינא ב״א. steht; denn dies מטיל אימה יתירה על אנשי ביתו passt eher zum hochfahrenden Charakter dieses Priesters. An weiteren Belegen zu ähnlichen Fehlern ist kein Mangel. Paris. Derenboufg. , כ פ נ י ו ת. In Ber. 57, b. werden unter den Fruchtarten, deren Genuss dem Körper nicht zu träglich, auch ״כפניות״ genannt.• Dieses wird von Aruch durch ״פ;יי של חמר שאינו מתבשל לעולם" von Raschi durch ״מין תמרים רעים״ erklärt und Landau übersetzt gar schlechtweg ״Dattel“ (?). Allein da in unserer Stelle auch der פגי תמרה Erwähnung geschieht, so scheinen die ״כפניות״ eine von jenen ganz-: verschiedene Fruchtaft zu sein. Nach unserem Dafürhalten hat man פכניות—בפניות von ״ficus“ (griech. qvydg) ״Feige“ zu nehmen. Es .ist nämlich darunter die ״wilde Feige“, die' bekanntlich nie zur Reife gelangt , oder Was wahrscheinlicher, die ״Pfeilgiftfeige“ (ficus toxicaria) zu verstehen, wodurch das ואין הגוף״ נהנה מהן" vollkommen gerechtfertigt erscheint, indem die Pfeilgiftfeige wegen ihres ätzend scharfen Milchsaftes berüchtigt ist. Dass die Gemara das fremdsprachliche "״כפניות mit dem hebräischen weiblichen Plural gebraucht, geschieht eben zum Unterschiede von der gewohnlichen‘״תאנה״, die wie bekannt süss und wohlschmeckend ist. Leop. Eisler. Berichtigung. Die Erklärungen des פיטורי בפי ושט cou Harkavy(Forschungen Nr 5. 8. 81.) und vohStössel (Nr. 6.8. 100.) auf sich beruhen lassend, will ich■ nur darauf aufmerksam ■machen, dass Herr Prof. Stössel entschieden irrt, wenn er sagt: ״Raschi Jiat den Targum אטונין שושנין״" nicht verstanden.“ Ein Verbum אטך" in der Bedeutung ״Knospen“-, wie Herr St. meint, findet sich nirgends ׳in den Targumim, wol aber sehr häufig das substäntiv ״אטוך in der Bedeutung von *Seil, Strick“ (vrgl. J. Levg’s Chaldäisches Wörterbuch über die Targumim h\ v.) Raschi erklärt daher unser Targum sehr richtig ■durch,״חבלים״ ■d. h. ״Seilenförm . ähnlich geioundenen, 'eingeflochtenen Rosen.“ Es ist ,also nur anzunehmen, dass daS Targum in der 'Auffassung •des Wortes 1) פטורי. Kon. 6, 18) geirrt, keineswegs aber, dass der grosse Kommentator den Targum nicht verstanden hat. Le 0)p. Ei sler. Inhalt : Historische Skizzen aus dem Talmud. Von Dr. M. Zipser. Die Theilnahme der palästinensischen Juden an dem Aufstande in Aegypten 'gegen Trajan.: Von Dr. Neh. Brüll. Zum Kmnmentar Midoih Soferim. Von L. Eisler. •-׳ Zur talmud. Geographie. Von J. Wiesner. —Das Zinn im Talmud. Von Dr. M. Duschak. — Die Gurke: Von Dr. M. Duschak. — Kam,za ben Kamza. Von Derenbourg. — כפניות Von L. Eisler. — Berichtig. Druck von :Sigmund Burger in Szegedin 1866: