Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 14-15 (11.4.1866)
- Date
- 1866-04-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M 14 Ulli) 15. .faulet Jahrgang. Erscheint jeden Mittwoch 1—2 Bogett stark. Prämunerationspreis: Ganzjährig 6 fl..—5 Thlr. 10 Sgr., Kalbs. 4 st. — 2 Tlilr. 20 Sgr., viertelj. 2 fl. öst. W. Man abonnirt im Jnnland bei allen Postämtern; im Ans- ,lande bei Herrn Fra») Wagner 11 Leipzig; in Wien bei Herrn HcrMd & San er (Praterstr.) Szegedm, den II. April 1866. >m Öllramntjii. wochenklatt für züdijche Theologie. Herausgeber und Redakteur: LEOPOLD l^ÖW, Inserate) welche in das Fach des Blatt lcS einschlagen, werden an« genommen. Die 4spaltige Petitzeile wird bei mehrmaliger Insertion mir 6 kr., der einmaliger mit 8 kr. berechnet. Stempelgebühr besonders 30 kr. Oberrabbiner zu Szegedin. Mit besonderen homiletischen, didaktischen nnd wissenschaftlich talmudischen Beilagen. Inserate übernehmen im Anslande Fra») Wagner in Letpzig; in Wien Hcrzscld LSancrs Buchbandluug. Inhalt. iS dcr^Gegcnw. Pränum.-Einl. — Der wiffensch. Talmud-Vereins. Vom HerauSg. — Ist nach der Zerst. des jer. TcuipelS geopfert' worden? Von Z. WicSner. — Reformen in Preßburg. — Wiener Briese.LV. — Beitrag zur Lösung der Frage. ״Ist bei einer Eheschciduug ein Bethdin vonnöthen?" Von Heinrich Deutsch. — Miökolczer Zustände. — Wo bl- Ihätigkeitsanstalten. —Korrespondenz. AIIsland. Berlin. Gleinitz. Bukarest. Inland. Wien. Wien. Prag. Lemberg. Pest. Pest. Miskolc;. — Zur Bernbigung. — Spende. — Bemcrkuugen. — Berichtigung. — Inserate. Homiletische nnd didaktische Beilage. Rede, am Sarge Sam. David Luzzalto'Sj, gehalten von Pros. Letio bella Torre. — Zustände der jüdischen Gemeinde in Amsterdam. Von Oberrabbiner Kahn. (Fortsetzung.) — Neuestes. Beuthen. — Etngeseudet. UBF״ Mit 1. April begann das II. Quartal des neunten Jahrganges. Die P. T. Herren, deren Pränumeration mit Ende März erlosch, Litten wir, das Abonnement baldigst erneuern zu wollen. Rückständige Pränumerationsgelder bitten wir einzusenden. Man pränumerirt im Auslande bei Herrn Franz. Wagnerin Leipzig; in Wien Lei Herren Herzfeld und Bauer (Praterstraße), in Prag bei Herren Senders und Brandeis (Rittergasse), sowie bei allen Postämtern. den geehrten Vereinsmitgliedern gelingen, dem Vereine auch in dieser Richtung unter die Arme zu greifen, und werden wir uns glücklich schätzen, wenn die in dieser Rücksicht erzielten Resultate uns in den Stand setzen, die gelehrten Mitarbeiter an einem angemessenen Honorare partizipiren zu lassen. Der Redakteur d. Bl. wird keine Art von Nemnneration für sich in Anspruch nehmen. Ueber Einnahmen und Ausgaben wird zu Ende eines jeden Jahres öffentlich Rechnung abgelegt. Wir erlauben uns wiederholt die Freunde des Fortschrittes um ihre wohlwollende Theilnahme zu bitten. Die eingeschlagene Bahn muß zum erwünschten Ziele führen, weil die Wahrheit unter dem Schutze des Allmächtigen steht. Szeged in, 8. April 1866. Lö w. Zn Angelegenheit des wissenschaftlich - talmn- -ischen Vereins. Von verschiedenen Seiten werden wir aufgefordert, die ״Forschungen des wissenschaftlich-talmudischeu Vereines" in kürzeren Zwischenräumen, wo möglich von Woche zu Woche erscheinen zu lassen. Die literärische Theilnahme der Freunde;;tu־־ bischer Studien ist nun allerdings so regsa, nnd thätig, daß wir jede Woche eine Nummer fiv Umfange der bisher erschienenen Nummern liefech .öimten, w e n n d i e m a t e r i e ll e Un t e r stütz u n g mit der literärischen gleichen Schritt halten würbe. In letzter Zeit sind einige gelehrte Forscher in I t a l i e n und Rußland dem Vereine beigetreten, deren Namen wir in der nächsten Nummer der Forschungen mittheilen werden, und wird uns von Paris nnd S t. P e t e r s b u r g auch materielle Unterstützung in Aussicht gestellt. *) Hoffentlich wird es *) Herrn H—p iu St. P —g Iniun wir. etwaige Geldbeträge durch die von ihtn bezeiclniete Buchhandlung au Franz Wagner in Leipzig gelangen zu taffen. Aus der Zegemimrl. Ihren zweiten Artikel über ״die wirthschaftlichen Bedingungen der Emanzipation der Juden" beginnt die ״Konstitutionelle österreichische Zeitung" mit einer Betrachtung über die Juden-Erzesse in Böhmen: ״Die bedauerlichen Szenen sind nicht Folgen eines gelegentlichen Konfliktes״, sagt sie, ״sondern offenbar Nesnllate eines lang genährten, weit verbreiteten feindseligen Gefühls der Czechen gegen die Israeliten. Es genügt daher nicht, daß man die Schuldigen bestraft, die Opfer entschädigt, sondern es müssen die umfassendsten Maßnahmen ergriffen werden, um solche Fälle fernerhin unmöglich zu machen. Jene feindseligen Gefühl e müssen nicht bloß zurückgedrängt, durch Strafen und Dro- Hungen niedergehalten, sie müssen in der Quelle beseitigt werden." Wo ist nun diese Quelle zu suchen? Die ״K. ö. Z." bleibt die Antwort nicht schuldig. Ihre Worte lauten: ״Die Hauptaufgabe fällt in dieser Richtung offenbar der Schule und der Kanzel zu. ES ist begreiflich, daß, so lange einer ungebildeten und rohen und deshalb leidenschastlichen, dem blinden Gefühle gehorchenden Masse das Judenthum nur iu einem feindseligen Lichte gezeigt wird, schon im Kinde eine gewisse Antipathie gegen dasselbe entstehen muß. Mit dem ersten Religouöunterricht saugt meist die Heranwachsende Generation jene Gefühle ein, welche, so