Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 10 (7.3.1866)
- Date
- 1866-03-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2542917-2543175-2543186--4667-2548665- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Tokaj 1× ep/1045849
OCR text
M l«. Jfeanter Jahrgang. Erscheint jeden Mittwoch 1—2 Bogen stark. krLQNMsrLtiousxrsls: Ganzjährig 8 fl.,—5 Thlr. 10 Sgr., balbj. 4 fl. — 2 Thlr. 20 Sgr., viertel;. 2 fl. oft. W. Man abonnirt im Znnland bei allen Postämtern; im An«- lande bei Herrn Frau) Wagner in - Leipzig; in Wien bei Herrn Hryfeld & ßautt (Praterstr.) Vochenktatt für jüdijche Theologie Herausgeber und Redakteur: Obercabbiner zu Szegedin. Mit besonderen homiletischen, didaktischen und mjseuschastiich talmuoischen Beilagen Inserate, welche in das Fach dt« Blatte« Einschlägen, werden an- > genommen. Die 4spaltige Petitzeile wird bei mehrmaliger Jniertion mit 6 kr., bei einmaliger mit 3 kr. berechnet. Stempelgebühr besonders 30 kr. Inserate übernehmen im Au«- lande Fran) Wagner in Leipzig; in Wien HerMd LSauers. Buchhandlung. Inh alt. Schweigen hat seine Zeit.— Dr. Jos. Rüzsay. — Da« Reinigungsbad. Don Dr. Grünebaum. — Zustände der jüd. Gemeinde in Amsterdam. Don Z. Kahn. Obecrabbiner. — Neueste exegetische Forschungen. — Korrespondenz.».A u S l a n d. Paris. Inland. Wien. Wien. Wien. Wien. Gran. Kaschau. Tokaj. S. A. Ujhely. VeSprim- Neusohl. Nagy- Körös. Palänka. Neu-Verbäß. Neu-Verbäß. Lemberg. Prag. — Schulwesen. Bvnyhäd. S. A. Ujhely. MiSkolcz. — Ltterä rische An, zeige. Pariser Bericht. Bespr. von Hrrm. Brill. — Bemerkungen. — Inserate. — Beilage. Die Losonczer Gitterfrage. ״Seine Zeit hat schweige», uni) seine Zeit hat reden!" Pred. Tat. 3, 7. Lr. Pest, 4. März. Wie wir vernehmen, sind an den hiesigen Vorstand von verschiedenen Seiten Aufforderungen angelangt, eine Demonstratiou zu Gunsten Deaks und Manojlvvits zu veranstalten^ Sof unter Andern von Kaschau und S. A. Ujhely. — Es liegt nichts näher, als dem Gefühle seiner Dankbarfeit Ausdruck zu verleihen. Wenn aber die hiesige Gemeinde dies doch nicht für ihre Pflicht gehalten, so hat sie dies mit gutem Bedacht gethan. Denn aus kompetentester Quelle können wir versichern, haß die genannten Herren selbst sich im Interesse der Sache alle Demonstrationen, allen offiziellen. Dank verbeten. — Mögen die Gemeinden in der Provinz dies zur Notiz nehmen, und nicht etwa durch irgend einen übereiltenSchritt ihrem eigenen Intereisse zuwider handeln. Eine Persönlichkeit, die als Stimmführer des anfgeklärten Judenthums in Ungarn'gilt, war dieser Tage zu Besuch bei Deük und wir haben aus deren Munde mit Befriedigung die Bestätigung der liberalen Denkweise dieses Statsmannes über das Maß der zu gewährenden Freiheiten vernommen. Deäk äußerte sich im Laufe des Gespräches solcher Art über unsere Glaubensgenossen, wie man es von diesem liberalen Manne nicht anders voraussetzen konnte.— Er sprach auch die Hoffnung aus, daß, nachdem die Juden sich überall assimilirten, sie auch hier zu Lande keine Ausnähme machen würden.׳—Gewiß nicht! Eine ..;:1■ :e höchst treffende Aeußerung: Deäk's verdient wol ausgezeichnet zu werden.»— ״Gläsiben - Sie mir", äußerte er im Laufe!des Gespräches, ״daß die Gegner der Judenemauztpation alle einen ungleich schwierigeru Stano- Punkt ein nehmen, als wir. Denn in ihrem Innern j leb't das Gefühl des Unrechtes, das sie rhuu, und so ist es ihnen unmöglich, mit jenem warmen Muthe für ihre Sache einzustehen, wie wir." Nr Joses Lszsug. ■HF. Pest. 4. März. Den Lesern dieses Blattes wird aus den Tages blättern die Auszeichnung bereits bekannt sein, deren Herr Dr. Rozsay bei der Schlußsteinlegung des Elisabethinums theil- Hastig wurde. — Berührt es uns auch stets angenehm, wenn die Bahn eines unserer Glaubensgenossen mit ehrenden Zeichen der Anerkennung geschmückt wird, so müssen wir uns doppelt gehoben fühlen, wenn es ein ungarischer Jude ist, der sich diese^ Anerkennung erwirbt, und möchten wir einem solchen Vorkommnisse eben in• heutigen Tagen eine größere Bedeutung und eine günstige Beeinflußung der öffentlichen Me.inung zuschreiben. Dies um so mehr, als die Art und Weise, wie Dr.Rözfay "Ritter des Franz Josefs- Ordens wurde, eiu desto schmeichelhafteres Licht auf dessen Verdienste wirst. Denn es wurde ihm das Ritterkreuz des Franz Josefs-Ordens auf direkten Wunsch Sr. Majestät des Katsers verliehen, ״der mit,Freuden die Gelegenheit ergriff, um ihn für seine wolbekannten Verdienste auf ärztlichem und literarischem Gebiete zu belohnen." Uns und unserer Stadt sind diese Verdienste gar wol bekannt.— Dem weitern Leserkreise dieser Zeilen wollen wir es erwähnen, daß der seit 27 Jahren in unserer Mitte Wirkende Mann während dieses Zeitraumes feinen Mitbürgern häufige Gelegenheit bot, ihn nicht nur als eifrigen Juden und Patrioten, sondern auch als edlen Menschen - freund wie als Gelehrten , kennen und schätzen zu lernen. — Für letztere Behauptung bürgt wol seine Wahl zum Mitglied der, ungarischen, wie der Erfurter Akademie , des Erlangener naturwissenschaftlichen Vereines; der übrtgen heimischen Associationen, wie z. B. des Vereine s für Naturwissenschaften, für Geologen, jenes für Aerzte und Naturforscher gar nicht zu gedenken.. Er war es ferner, der im Vereine mit mehreren Gleichgesinnten im Jahre 1843 ben Izraelita magyaivegylet gründete und so viel dazu beitrug, die Kluft zwischen uns und unseren chriftl. Mitbürgern zu überbrücken; ׳der im Jahre 1661 als Präses der Kom- Mission des .Jsraeliten-Spitals, dieses Humanitätsinstifut einer Musteranstalt würdig einrichtete; der seit 17, Jahren im Armenhause und mehreren - ändern städtischen.׳-Instituten