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Ben Chananja · 1866-02-28 · 9 (28.2.1866) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
9 (28.2.1866)
Date
1866-02-28
Page
– (sequence 18)
Language
German
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147 gezwungen, so ■wird diese Hypothese durch eine weitere Bemerkung v. Hutschmidts (die nabat. Landwirtschaft und ihre Geschichte in Ztschr. d. DMG. 15. 8. 80) noch mehr erhärtet. ״Die Erzählung des Ilamzah (Ispahani) Buch VI S. 97.“, sagt er, von dem Kriege Ardeschirs mit beiden Nabatäerkönigen Ardawän in Irak und Baba dem' Aramäer . spielt zwar in Irak, aber nach Babylonien Weist nichts hin; Baba ist ohne Zweifel der in jüdischen Quellen als Zerstorer von Nahardea vor komm ende Papa b.Nazar, welcher der palmyrenisehen Dynastie angehört und wahrscheinlich sogar mit Odenath idem tisch ist.“ Dieses von den jüdischen Chronographen erzählten Einfalles in Nahardea gedenkt aber auch, ohne b. Nazars Hamen zu nennen, der babylonische Talmud selbst: Erub. 14, b. .... Nun היייא פולמסא ראחא לנר-ר אמר; להי ר׳ נחמן סוקו. Dass unter קמצא und כר קמצא Eieasar und Anania selbst zu verstehen sind, leuchtet mir ebensowenig, wie Herrn Derenbourg (Forsch. 8. 131) ein, wiewol der historische Hintergrund der Sage riehtig ermittelt ist. Zu der Stelle Gittfn 55, b. ff. ist noch Ecba rabba zu Tliren. 4, '2 zu vergleieben, wo dasselbe mit einiger Veränderung erzählt wird. 80 war nach der dortigen Belätion Secharja b. Amphikalos der Zelotenfükrer (Jost Geschichte der Israeliten II. Ahh. 98, 14) selbst bei der Mahlzeit anwesend, ferner macht daselbst Bar Kamza die Anzeige zuerst beim שעטון (Landp'fleg^r״dam. Gessius). Auch Josippon, aus dem e& Jechiel Heilprin (Sed. 11a-D0r I. p. 29) entlehnt hat, erzählt, dass Eieasar b. Anania ein von Nero geschicktes, geschmücktes Opferthier nicht angenommen und die Gesandten erschlagen habe, in Folge dessen der Aufstand gegen Gessius 64 entstand. Die Sage will einfach den starrsinnigen Zelotismus in religiösen Dingen, zu dem Zecharja b. Amphikalos gut den Typus abgeben kann (8. Jos. b. j. 4, 4, 1), geissein und, als. Veranlassung zu schwerem Unheil darstellen. An die ׳Namen קמצא und ב״ק schloss man deshalb an, weil sie eben unbedeutende Thiere bezeichnen, locusta ist auch im Lateinischen eine Frauenname, der Spruch , ist analog nach אתרעולא וכו gebildet. Dass aber der Volksmund ursprünglich unter 'לן und ב״ק Thiere bezeichnete, beweist die Fassung in Ecba!•. הדא דבריאתא אמרין כין קמצא ובין בן קמצא חריב מקרשא. Hoch möge hier darauf hingewiesen werden, dass nach Git. 1. c. B. Meir ein Abkömmling Neros war. Grätz (Gesch. 8. 468) erblickt in dieser agadischen Notiz einen polemischen Hintergrund; 448 er meint, dass .die jüdische Agada diesem Kaiser deshalb einen jüdischen Sohn oder Enkel gegeben habe, weil in christlichenKrei- Sen der Glaubö verbreitet War, Nero sei nicht gestorben, sondern sei irgendwo verbörgen, um bald als Antichrist*zu erscheinen. Es ist dies etwas weit hergeholt. Nero trat allenfalls nach der dortigen Angabe zum Judentkume über und gab der Judenheit den beliebten B. Meir (vgl. Sed. had. II. p. 52); aber die Pointe der Anlehnung liegt hier in etwas Aeusserlichem. B. Meir hiess bekanntlich auch B. Nehrai, dieser Name wurde: zuweilen auch Norai geschrieben und ausgesprochen, wie גורי p ר״י; die Lautähnlichkeit der Norai und Nero ist die Unterläge der agadischen Behauptung. Endlich möge Herr Dr. Zipser betreffs Ben- Batiach noch Bappoport Er. Mil. s. v. אבא סקרא nachschlagen, wo sehr lehrreiche Auf- Schlüsse geboten werden. Dr. N. Bitill. ־ Berichtigung. Die Erklärung und Uebersetzung1 des כפניות von Eisler (Forschungen Nr. 8 8. 132) ist unrichtig. Da die Erklärung des Aruch סרי של תמר שאינו מתבשל לעולם , nicht wie Eisler meint auf כפניות, sondern, wie jeder Unbefangene im ersten Blicke sieht, auf das letztere Wort פגי תמר א sich bezieht. כפניות ist vielmehr eine Verwechslung mit כפריות von כפר unreife Dattel, Datteln, die noch :,nicht zur Beife gelangten, währenddem פגי תמרא eine Palmfrucht bedeutet, die nie zur Beife gelangt, Hrn. Dr. Duschak gebe ich bekannt, dass in meinem Aruch das Wort קסום sich findet, das Landau mit Epkeu=:xt0Y;oc übersetzt, aber nur das in Oholot 8, und Kilaim 2, vorkommende קיםזס, das הארוס והקיסוס in Sukka aber übersetzt er Narkissus. קשואיין findet sich im Aruch in der Anmerkung zum Artikel מלפפון. M. Morgenstern. ^Inhalt: Zum Schlüsse des Jahres. Vom Herausgeber. — Eine Aufgabe. Vom Herausg. — Die Judenfreundlichkeit der persischen Königin Ifrä. Von Dr. N. Brüll. — Zur talmudischen Botanik. Von Babb. J. Wiesner. — Bruchstücke aus dem babylonischen Talmud. Von Dr. J. Jolowicz. — B. Secharja b. Hakazaw. Von Df. J. Derenbourg. — Beplik. Von Dr. N. Brüll. —- Berichtigung. Von Babb. Morgenstern. Druck von Sigmund Burger in Szegedin 1866.

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