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Ben Chananja · 1866-02-28 · 9 (28.2.1866) · page 1

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Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
9 (28.2.1866)
Date
1866-02-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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tontet Jahrgang. M 9. 8zegel»in, den 28■ Mnmt 1866; ü cn (i’luuuutja. fcÄ4״t=Ä’ä wochenktatt für jüdijche Theotogre. Sgr., vierietj. 2 fl. öst. W. Herausgeber und Redakteur: ־ Man abonnirt im Jnnland UEJOPOlLiH 6־ia(l15״S»M״ttm1! imSIM. °° Ob»-°b«i»״ j° Si-g-di». / ande bei Herrn Fra») Wagner l» Leipzig; in Wien bei Herrn Mit besonderen homiletischen, didaktischen und wijsenschastlich -Kcyfeld L üancr (Praterflr.) talMUdischeN StilagkN Erscheint jeden,Mittwoch 1—2 Boqeii stark.' Prännmerationsprei8: , Juserase, welche in. dü»' '^är^'de- Blatres ei'nschlägen, werdenl'angenommen. -.[•■ן Die^ 4spal»ige Petitzeile wird bei mehrmaliger,I»,ertion mit ° 6 fr., bei einmaliger' Mit 8 kr. berechnet. Stempelgebühr besonders 30 kr. Inserate überrirhmeli iin Aus» lande Fra») Wagner in Leipzig; in Wien Hcr)>cId LSauer» Buchhaiisiiiiig. Inhalt. Die Emanzipation der Inden im ungarischen Reichstage I. II. III. — Eine althellenische Stimme über Inden und jüdische Opfer. Vom HerauSgeber.׳ — Die Inten in?Persien. Bon Kreisrabbiner I. Wiesner. (Schluß). — Bcthviii bei Ehescheidungen. Von Fasset.,— Juden als Staaroperatenre. Bon Dr. —r. — Literärische Briefe. Bon Neubauer. — Korrespondenz. Ausland. London. Inland. Pest. Pest. Pest. SzenteS. Böhmen. — Beilage. Kula. S. A. Ujhelh S. A. Ujhelh. Lemberg. — Die Lehrer und die Romantik. — Zustände der jnd. Gemeindr in Amsterdam. Bon I. Kahn. Oberrabbiner. — Bemerkungen. Die EmanMlion der Inden beim nag. Reichstage. ■ ■ .1 ■ ׳■■■■ . Ungarische Blätter melden: Zu Alinea 35. der Adresse, welche den PaffuS enthält: ״von den Grundprinzipien der. Verfassung ausgehend, wird Gerechtigkeit und Billigkeit gegenüber allen Klassen derStat'sv'ürger ohne Unterschied der Religion und Sprache immer die Richtschnur unseres Wirkens bleiben'", hatte Manojlovics ein Amendement eingereicht. Er beantragte nämlich, statt der Worte ״a hon polgarainak“/(Der Statsbürger oder der Bürger des Vaterlandes) die Worte ״a haza lakosainak“ (der Bewohner des Vaterlandes) zu setzen. Er motivirte sein Amendement mit folgender Rede: Dieses Amendement habe ich, geehrtes Haus, zur.Beruhigung jener Volksklasse eingebracht, welche darum, weil sie denselben lebendigen Gott nicht nach der Weise VeS christlichen Bekenntnisses verehrt, vollkommen vom Genüsse der bürgerlichen Rechte ausgeschlossen ist, ich meine die in diesem Lande lebenden Israeliten. Ich will es zwar glauben, und glaube es auch, daß die Absicht besteht, die in Alinea 35 zugesicherte Gleichberechtigung aller Bürger des Väterlandes auch auf die Israeliten auszudehnen. Aber da nach meiner unmaßgeblichen Meinung unter der Benennung ״Bürger des Vaterlandes" staatsrechtlich nicht sämmtliche Bewohner des Landes , sondern nur jener Theil des Bolkes verstanden wird, der, indem er dieLasten trägt, auch im Vollgenuffe der bürgerlichen Rechte sich befindet; und da bei der jetzigen Stellung der Israeliten sie kaum unter dem Namen ״Bürger des Vaterlandes" begriffen werden könuen : halte ich es für zweckmäßiger/ daß statt des Ausdruckes ״Bürger des Vaterlandes" die von mir beantragte Venennung ״sämmtliche Bewohner des Landes" gebraucht werde. Denn nur durch einen solchen 'Universalbegriff kann dem Vorurtheile begegnet werden, als bezöge sich die Alinea 35 bloS auf die Bekenner der gesetzlich rezipirten Kulte. Hirauf erhob sich Franz Denk und sagte: Geehrtes Haus! In der in Rede stehenden Alinea kommt der Ausdrück vor: ״die Bürger' des Vaterlandes ohne Unterschied der Sprache und Religion." Ich' wünsche nicht, daß Sie hier eine neue Idee verborgen glauben; ich will vielmehr die Idee deutlich aussprechen, welche in derselben enthalte» ist.; 1 WaS erstens den Ausdruck ״Bürger des Vaterlandes" anbelängt, so - glaube ich, daß jeder Einwohner Ungarns, gleichviel welcher Religion/ oder Nationalität er angehöre, ״Bürger des Vaterlandes"' ist, folglich auch die Israeliten, welche-sich durch die Religion von den übrigen Bürgern unterscheiden und denen die bisherigen Justitutionen ihrer Religion wegen weniger Rechte gaben, als den übrigen Bürgern.! Indem wir aber das Wort ,/ohne Unterschied der Religion" itf tMAdreffe i'äüfttahmen? möge ja Niemand glauben, daß wir darunter etwas Anderes verständen Haben, als ohne allen Unterschied der Religion, und folglich auch jene Bürger des Vaterlandes., welche Anhänger der mösaischen Religion sind. - Indem wir sagten ״ohne allen Unterschied der Reli gionen", haben wir dies sö verstanden, daß wir, ob nun Jemand dieser, oder jener Religion angehöre, auf die Rechte desselben so achten, und die Gleichheit ebenso auf ihn änstdehnen werden, wie auf den Anhänger jeder'ändern Religion. Die Komiffion verstand die Sache so; wenn sie das g. HauS nicht so versteht, (Allgemeiner Ruf: wir verstehen sie ebenso)...?.-Ich will hier noch hinzufügen, daß wir hier das Prinzip ausgesprochen haben) ׳jenes Prinzip; welches, wie ich glaube/ Niemand leugnet. (ZüstimmüW) ׳ Die Wage der Emanzipation würde, wenigstens in unserem Kre^e, erwähnt? Ich g läü be, die einfachste Form deD Emanzipation ist׳ diese, daß wir überall, wo das Gesetz b ischer einen ׳Unterschie dm achte zwisch e n de n R e lig ionen, b e i ällen betreffenden Punkten dieser Gesetze erklären: ohne allen Unterschied der׳ Religion, Mitinbegriffen auch 0ie ISräelitesi, — und ich h a l te - die s für v i e l zw eck mä ß ig er, a l s w e nü wir׳ ü'her das׳ Prinzip' ^Emän^ipatiön" din etgenes Gesetz kreiren würben. ( 1 r M Ich liebe im׳ Allgemeinen dieses Wort nicht; es ist zwarsein acceptirtes׳ Wort? Über htfchämend vorder Welt^ als ob wir Sklaven hatten haben wollen. Ihne» (den ISraeliten) hätte mit Recht längst jene Basis gebührt, und indem

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