Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 4 (24.1.1866)
- Date
- 1866-01-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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83 84 kUNg da^u bei, die so wichtige Angelegenheit in Fluß zu bringen, wozu besonders Herr Mor.. Steiner das Seinige. beizutragen bemüht ist. T. Aus der Baranya, im Jäuer. Die Wirksamkeit der Mnsterhauptschulen ist ui Nr. 2. d. Bl. viel zu strenge beurtbeilt. Die Musterlehrer in Fünfkirchen find wirklich etfrigst beflissen, die vrogresfive Strebsamkeit ihrer Kollegen aus dem Lande mit Rath und Thal zu unterstützen. Nagy-Körös, 21. Zäner. In Nr. 3 des geschätzten Ben Chananja wird die hiesige Schulkowmisston beschuldigt, daß selbe den Lehrkörper in seinem schweren Berufe nicht genügend unterstützt. — Bei dem Umstande, daß Herr Dr. Steiuer als Schuldirektor, sowie die zwei von der k. KomitatSbehörde zu weltlichen Schulaufsehern ernannten Herren, wie anch die übrigen Mitglieder der Schulkommisfion eS an nichts fehlen lassen, waS zur Wohlfahrt uud zur erwünschten Enttvicklung der biefigen Schule beiträgt, muß obige Angabe als eine Der« leumdung bezeichnet werden, welche, wenn selbe auch keinem verderbten Herzen zngeschrieben wird, doch gewöhnlich der rächende Erguß emeS höfftiuiigülosen Prätendenle» zu sein pflegt. Der isr. Kultusvorstand. Triest, Mitte Zäner. Unsere Stadt sucht, drei ihrer Bürger, die sich besonders um die Hebung ihres Handels verdient gemacht ha» ben , dadurch auszuzeichnen, daß fie Denkmünzen. mit dem Bildnisse dieser Männer versehen, prägen läßt. Unter diesen dreien befindet fich auch ,in Jlraelite, Herr P. Parente. . N. Prag, im Zäner. Herr Rabbiner Dr. Kämpf hielt den RabbinatSkandidaten einen Vortrag über die Unsterblichkeit der Seele, welcher nach Inhalt und Form ein wahres Meisterstück war, und veröf« fentlicht zu Weeden verdient. Dr. Kämpf erhielt von Jerusalem ein« Dankadresse für den Eifer, welchen er für die dortigen Hilfsbedürftigen au den Tag legt. 1 _ ־ Schulwesen. Stoch ein Wort über die Preisfragen. Zkeeskemvt, 14. Jäuer. I» Sachen der Preisfragen hat der verehrlichc Lehrkörper der Pester Normalhauptschule eine Erklärung erlassen, die manches unerklärt läßt. Unerklärlich will es mir zuvörderst erscheinen, daß unter ״so vielen', recht vielen tüchtigen Kräften aus dem Lehrstande, die an dem LösungSversucheHpartiziplrten" — eS auch nicht Einem gelungen, der ״Sache und der Form" zu genügen. Unerklärt ist ferner geblieben, was unter ״Form" verstanden worden. Sollten die Herren, die die Lösung versuchten, von laren stylistischeu oder gramma« tischen Prinzipien geleitet gewesen sein? Das ist nicht denkbar; da die Erklärung von vorzüglichen Arbeiten spricht. Wol ist es möglich, daß einige Arbeiten recht unangenehme Wahrheiten berührt haben mochten; allein wo es gilt, die ungeschminkte Wahrheit zu sagen, da läßt fich an der Form wenig modeln. — Unerklärlich ist es mir endlich, waS mit der Erhöhung des Preises bezweckt werden soll. Sollte denn der verehrliche Lehrkörper der Pester Normalhauptschule glauben, daß eS den Männern, die an dem Lösungsversuche theilnahmen, um den Preis zu tbun war, oder daS plus von einem Dukaten tüchtigere Kräfte zur Lösung anspornen werde? Ich hoffe nicht deSaoouirt zu werden, wen» ich im Namen Aller, die sich mit der fraglichen Arbeit befaßten, zu behaupten wage, daß Keiner den Preis, wol aber den Zweck vor Augen hatte, die wichtige Frage nach besten Kräften zu erörtern. Ist es aber Keinem gelungen, dies ״in erschöpfender Weise" zu thuu; so wäre es nun an den Herren Preisrichtern, die doch Schriftsteller, Dichter und erfahrene Schulmänner in ihrer Milte haben, selber an die Arbeit zu gehen. Eie Rliodus, hie salta! Leo Veiglberg. Replik. Pest, 15. Jäuer. Mit Recht setzt man von den Mitgliedern, namentlich von den bessern Ständen unserer hauptstädtischen Religionö» gemeinde eine gründliche zeitgemäße Bildung voraus. Demungeachtet aber kommen auch solche zum Vorschein, die, obgleich fie mit vornehwer Miene über die Organisation gewisser öffentlicher Einrichtungen zu sprechen den Anlauf nehmen, über daS Niveau der primitivsten Begnffe noch nicht hinaus find. Diese schmerzliche Wahrnehmung veranlaßt mich zu der Bitte an Sie, mir zu gestatten, die Frage: ״wie entsteht ein Verein?" zu beantworten. Die Idee zur Gründung eines Vereins entsteht in dec.Regel in dem Kopfe einzelner Individuen. Ist der Urheber für feine Idee in dem Grade begeistert, daß er Theiinehmer sucht und solche auch findet, so gedeiht die Sache gewöhnlich so weit, daß fich die Interessenten eines Tages versammeln, über die nöthigeu Präliminarien Berathung pflegen, die genau erwogenen Punkte niederschreiben, um auf Grundlage derselben um Erlangung der behördlichen Bewilligung eiuzuschreiten. Hier» auf werden die Kreise, welche der Verein zunächst iutereffiren soll, von dem ganzen Vorgänge in Kenntniß gesetzt. Treten dem Unternehme n Szegediu, Selbstverlag der LeSaktton. Lheilnebmer in gehöriger Anzahl bei, so wird eine Generalversammlung einberufen, der es-zusteht, die Statuten zu besprecheu, oder die vorge« legten zu prüfen, zu modifiziren. Zusätze zu machen, Abstriche zu beantragen, den Verein als ins Leben getreten zu erklären, die Verwaltung auf dem Wege einer freien Wahl einzusetzen u. s. w. — Dieselbe Bewandtniß hat es mit unserem Lehrerverein.. Die Pefi-Ofner öffentlichen Lehrer haben. durchdrungen von dem Bedürfuiß eincS LandeSlebrervereines, zu dessen Realifirung die Initiative ergriffen, und durch unaus« gesetzten Eifer die Sache unter dem Belst.inde Gottes in ein solches Stadium gebracht, daß die Generalversammlung in Bälde wird einberufen werden können, und uur auö dieser wird der leitende Ausschuß und aus diesem das Präsidium hervorgehen. Für die Mühewaltung, der fich die Pest-Ofner öffentlichen Lehrer im Interesse dieser wichtigen Angelegenheit unterzogen und bis zum Zusammentritt der Generalversammlung mit unerkaltetem Eifer fich noch unterziehen werben, einen Tadel äußern. beweist leider. welche Rücksichtslosigkeit fich hierorts mancher Korrespondenten bemächligt. Aus dieser Auseinandersetzung wird Jedermann leicht erkennen, daß der Pester 1-Korrespondent in ver 1. Nummer des diesjährigen ״B. CH.", der daselbst sägt: ״unser künftiger Lehrerverein hat e»n KomitS. das sich selbst gewählt hat". — noch weit zurück ist, und keinen Beruf hat. das bisherige Vorgehen in Angelegenheit des Lehrerv-reins zu tadeln. L. M. Bauer. Schulliteratur. Von Alexander Elsässer- Schwer wird es, der israelilischeu Schule die geeigneten Schulbücher zu finden; der konfesfionelle Standpunkt »verwehrt ihnen oft den Eingang in die israelitischen Schulpforten und selbst bei Büchern, die nur den Realien bienen, ist di« konftifionelle Richtung oft so stark u»»d polemisch, daß die Bekenner andern Glaubens fie nicht verwerthen können- Eine rühmliche Ausnahme hiervon machen die geschichtlichen Werke des rühmlich bekannten Dr. Wilhelm Z i in m er m a n n. Dessen Weltgeschichte für Frauen ist ein ausgezeichnetes Werk, das auf keinem Bücherständer einer nach Bildung strebenden Frau fehlen sollte. Frei von allen konfesstontsle» Tiraden ist in diesem Buche die Weltgeschichte nach ethischen Grundsätzen bargeflellt, so daß die Bekenner des Judenthumö darin ihren Glauben nicht geschmäht finden. Die Weltgeschichte, die Lehrerin der Menschheit, sollte in den Familien mehr ge« pflegt »verden und dieses Buch von Zimmermann gibt in dem Rahmen eines Bandes in zwei Theilcn des Schönen so viel, daß dadurch die Lust zum Lesen der Geschichte geweckt und unterhalten wird. Das Werk ist in der Rieger'schen Verlagshandlung in Stuttgart erschienen. Im gleichen Verlage erschien: Jllu stricte Geografie für Schule uud Haus mit einem Atlas von 58 Karten uud mehreren hundert Abbildungen. Zweite Auflage. Von Dr. Henry Lauge. Dieses Buch ist zugleich ein geografisches Lehrbuch, Atlas und Bilderbuch. Neben de» 58 Karten enthält das Werk einen umfassenden Tert in drei Theilen : 1. Eine Glementargeografie mit Figuren. und Karlen 2. Beschreibung der einzelnen Theile der Erdoberfläche: 3. Einen statistischen Anhang. Der Tert zu den Karten besteht aus je zwei Theilen, der erste enthält Fragen über die Karre, die in Kartenbildern beantwortet filtd; im zweiten Theile sind geografische, geschichtliche und naturwissenschaftliche Zusätze, die, um die Anschauung noch genauer zu firiren. mit schönen Abbildüngen geschmückt find. Das heilige Land ist besonders fleißig bearbeitet und der biblische Schauplatz ausführlich vargestellt. Der Preis ist im Verhältniß zur prachtvollen Ausstattung billigst gestellt. ' Bemerkung. Hrn. R. K. in F. Ihren Aufsatz über H. habe ich nicht erhallen. Inser at. Konkurs. Durch Ableben des zweiten Vorbeters ist die Stelle eines בעל תסלח ,קורא . בודק ,שוחט versehen mit einer התרת הוראה der hierortigen israelitischen Kultusgemeinde vakant geworden. Mit dieser Stelle ist ein firer Gehalt von 400 fl. ö, W. nebst Emolumenten verbunden. Hierauf Reflektirende wollen ihre diesbezüglichen Kompelenzgesuche, belegt mit Zeugnissen obiger Qualifikationen, anher vorlegen und einen Probevortrag abhalten. Die Konkurszeil läuft mit Ende Februar l. I. ab. Spesenersatz erhält nur der Aceeptirtr. St ein a manger, 10 Jäuer 1366. (2-3) Der isr. Lultrrsprases. Leipzig, Lommisstous-Veriag von Frans Wagner. Druck von Siguruud Burger in Gzegedin. Hierzu ei» Viertelbogen Beilage.