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Ben Chananja · 1866-01-03 · 1 (3.1.1866) · page 16

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Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
1 (3.1.1866)
Date
1866-01-03
Page
– (sequence 16)
Language
German
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31 32 Schule und Haus der Wahrheit, der Gerechtigkeit und dem Frieden Bahn zu brechen suchen. > Dies in eurer Mitte anzustreben, meine Brüder, gelobe ich in dieser feierlichen Stunde. Ich gelobe eS freudig; denn erhebend und aufmuttternd ist für mich euer Zutrauen zu mir und das freundliche Wohlwollen , das ihr gegen mich an den Tag gelegt. Und wahrlich, ihr Geliebten! das gegenseitige Vertrauen, mit welchem wir einander die Hand reichen, ist geeignet, schöne Erwartungen' in uns zu wecken. D. und'S־. K. auf 6 Dukaten erhöht; Die absolut beste Aiboitgewinnt demnach 6 k. k. Dukaten in Gold; unter 2 relatiy preis» würdigen Lösungen jedoch. vertheilt sich der Preis so , dass die bessere mit 4, die Nächst gute mit 2-k. k. Dukaten gekrönt wird . Der Umfang der Ausarbeitung darf/sich nicht auf weniger alseinen halben, und nicht auf mehr als einen gan z en Druckbogen ausdehnen. Verlängerungstermin: Ende März 1866. Im Aufträge der oberwähnten Lehrkörper Pest, 22 Dezember 1865. L. M. Bauer, Schriftführer. Ja, Israeliten, es wagt mein Auge in kommende Tage zu blicken; — und es tritt das Bild eurer Zukunft in holder Freundlichkeit vor meine hoffende Seele. Ich sehe, wie das Wort des ewigen Lebens, treu und wahr verkündet, euch begierig und durstig macht, die Wahrheit immer völliger zu erkennen, euch fertig und tüchtig macht, die Gerechtigkeit immer allseitiger zu üben, euch würdig und fähig macht, den Frieden der Seele immer reicher zu erfahre». Amen. Nachweise. , ') Psalm 115, 10. *) Ezechiel 34, 2. 3) Jesajas 21, 8. י־) Da, selbst 61, 10. 3) Psalm 129, 8. 6) Pred. Sal. 3. 1. ד) Dan. 2, 21. s) Amos 3.7. °) Jesajas 6. 6. >°) Daselbst 33. 22. ") Jeremias 10.10. '־■*) Daselbst 9. 22, 23. '3) Psalm 33, 14. ") Job 31, 4. 1s) ©ent. bab. Cholin 7. b. '«) Zef. 2. 3. ") Spr. Sal. 11, 2. '») Daselbst 12, 28. ‘9) Mal. 3, 20. ־") Psalm 37. 6. 9,) Daselbst 17, 15. ־") Jesajas 54. 14־. a3) Daselbst 1. 27. u) Daselbst 32, 19. ") Psalm 64. 11. “) Svr. Sal. 10, 30. 57) Habakuk 2. 4. *s) Psalm 5, 13. 29) 5. Buch Mos. 32. 4. 30) Spr. Sal. 3. 17. 3') Mlschna Aboth 1, 18. 32) Psalm 139. 16. 33) Nehem 8, 1-9. 13. 18. 9. 3. 4. 3*) Monde El Psalm 74. 8. 33)Botte Kencssioth, Synagogen. 33)Siehe z. B. Magen Abraham 290. 37) 1. Samuel 18. 18 ff. 2. Kön. 2, 16. 4, 43.6. l.ff. 33) Psalm 8. 3. 30) AmoS 3. 8. ") JesajaS 50. 4. "') Dastlbst 54, 9. 10. «) 4. Buch Moses 23, 19. ") Pred. 1, 4. Mittheiluttgen. X. Wien, 24. Dez. Mit Anschluß an den Bibeltert: 1 M. 45, 24, nach seiner zweifachen 'Bedeutung: ״Befehdet euch nicht; , verzaget nicht auf dem Wege" sprach Dr. I. Jacob Unger, Rabbiner in Jglau am vergangenen Sabbathe eine in jeder Beziehung vortrefflichen Rede, über das Thema: ״Unter welchen Bedingungen, lann die bereits angebahnte Neugestaltung der inneru und äußern Vcrhältntsse der jübischen Gesammtheit einer gedeihlichen Blüthe entgegengeführl werden? Israel, meinte der Redner in der Ausführung , besinde sich nunmehr auf einem sehr bedeutsamen Wendepunkte; fast überall geht dasselbe seiner politischen Gleichstellung entgegen, die sich unter dem wohlthätigen Einflüsse des in unserer Zeit vorherrschenden versähncnden GeisteS früher oder später realisiren muß. Sollen aber seine gemeinsamen Interessen einen kräftigen Aufschwung »ehren, soll die Neugestaltung seiner Verhältnisse einen glücklichen Fortgang haben; so muß die ungetrükte Eintracht im Schoße der jüdischen Gemeinde sorgfältig gewahrt und aufrecht erhalten bleiben, so muß Israelvon seiner Gesammtheit alles dasjenige ferne halten was einem Parkeikampfe, einer Selbstbefehdung ähnlich sieht. Nachdem der Redner in dem andern Theile seiner Rede, eine Schilderung der nunmehrigen Zeitströmung gegeben, führt er den Gedanken aus, daß die moderne Geistesrichtnug mit dem Judenthume In Sachen der Preisfragen. Die Elaborate, welche als Beantwortung der von Herrn J. K. in der 12. Nummer des vorjährigen ״Ben Ch.“ ausgeschriebenen Preisfragen einliefen, wurden alle sammt und sonders von jedem einzelnen Mitgliede der beiden Lehrkörper der Bester isr. Knahen-und Mädchenhauptschule mit Beiziehung des,: hiesigen öffentlichen Religionslehrers H. Deutsch unter Vorsitz des drigirenden Lehrers 8. Lohn gewissenhaft geprüft, und über deren Preiswürdigkeit in zwei ordentlichen, am 13• und. 19. dieses M. abgehaltenen Konferenzen eine gemeinsame Berathung gepflogen. Zuvörderst muss ,der erfreulichen Wahrnehmung Erwähnung geschehen, dass an dem Lösungsversuche dieser , die moralische, wie materielle Hebung des ungarisch-israelitischen Lehrstandes in gleicher Weise bezweckenden Fragen viele, und mit nich׳ geringer Freude sprechen wir es aus, recht viele tüchtige Kräfte aus dem Lehrstande partizipirten. Da aber in Anbetracht der Wichtigkeit des Gegenstandes•' der “Preis selbstverständlich nur der Abhandlung zuörkännt. Werden kann, welche' sowohl der Sache als auch der Fbrmmach; diese Fraget!■ der •Würde1 des? Lehrstandes angemessen löst, — die eingelaufenen Arbeiten hin-•' gegen bei all' ihret 'Vorzüglichkeit den eben bezeichneten Attributen in erschöpfender Weise pichtRecHhuhg tragen, so wird zu diesem Behufs, und üamit diese, eine, erfreulichere Gestaltung unseres Schulwesens bedingende ÄHgqlegenheit a1ich׳in' weiteren '‘Kfeisen ein lebhaftes'■Interesse wecke, •dlajirSpfühglich bestimmte; Prämie von'3 Dttkatenii;dur6h dieg.0pferwi41Vgkeit ffer Herren» H.; wohl vereinbar sei, und habedaS Jndenthum auf keinem Vieltausendjährigen Entwicklungsgänge;.bewiesen., daß ihm eine VerjnngungöfLhigkeit innewohnt die es ihm möglich macht, mit der Geistesrichtung jeder Zeit so lange gleichen Schritt zu halten, als sic seinen.;großen Ideen der Wahrheit und Gerechtigkeit, der Freiheit und Menschenliebe nicht entgegengesetzt und zuwider ist. Die Befürchtung, daß das Judenthum durch den Einsturz der Scheidewände, die Israel von der bürgerlichen Gesellschaft bis nun serngehalten, in seinen Grundfesten erschüttert werden könnte, sei demnach ebenso ungegründet als die Be- Häuptling, daß das Judenthum mit der modernen Welt und LebensanfchäüllNg unvereinbar sei. Redner schließt mit der Hoffnung. daß die Neugestaltung der Berhältnisse der jüdischen Gesammtheit unter, dem .,(§influß-deS Friedens, und der Eintracht, sowie des gegenseitigen Der- ^traueiiS.im Schoße der jüdischen Gemeinde, das ersehnte Ziel erreichen wird..— ' ׳ , Brünn, 30., Dez. Don dem rühmlichst,bekann.ten Gayaec ..Rabhiner^ ׳Dv. M. D u,sch af. ist bei.Gyurian. unt> Gebri Delsfsch in Pest unter.dem Titel: ,״Die Juden und die Natioliälität" eine treffliche Predigt.erschienen, welche beherzigenswerthe Wahrheiten enthält, ,und die weiteste Derbreitung verdient. , . . . ' Diejenigen P.T. Herren Nichtabonnenten, denen diese Nunrwer/.zngesettdeL. .w,irh, ' werdend im Falles -Lese Mmnmer bis zum b. M. nicht zurückfenden, .als •halbMWr UboMett^vorgtzMerkt^md'wiE'die-EwsendunFl des Pxänumeratiöns-betrages erwartet. ־" ' -*r- .,.. . .-Druck von Sigmund Burger.in Szegedin.

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