Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 52 (27.12.1865)
- Date
- 1865-12-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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921 922 beflaggt, nub מס dem Zug, in die neue Synagoge brthkiliglrn flch Christen, wie Juden. Auch der würdige evangelisch, Geistliche. Here Pfarre, und Schiilinspcklor Zimmermann von Wiebetssirchen, eitle her« bei, um dem großen Jehova, der ja der Galt aller Menschen ist, die Ehre zu geben. Wir btznehnen dieses Fest am enlsprechendsten, wenn lvir eein BerbrudernngSsest nennen. Die alle Zubörer begeisternde, sehr vorlresslicht Predigt des Herrn OberradbinrrS Lahn von Trier auf Grund 1. B. MoseS 32. 25—31 über dir Aufgabe Israels, beweist klar und deutlich, daß die Liebe, dirsrS briligste Gebot de« Gesetzes, kein, auSschließende. sondern eine alle Menschen ohne Unterschied de- GlaubenS umsassente sei; di, Gesäuge, die zum größten Tbcile von Christen geleitet und auSgesührl wurden, bewiesen, daß die christlichen Eiuwohuer Neunkirchen« dieses Gebot der Liebe nach seiner wabren Bedeutung ousziisaflen und auSzuübcn verstehen, und wenn alle Geistliche »o lehr- «en. wenn alle Laie» so handelte», es müßte, ja rwürde die Sckeite« wand, dir leider noch immer die Menscheil trennt, bald verschwunden sein. ״Der Morgen ist angebrochen. die Sonne ist ullfgegangen", diele Worte des TerteS, welche der würdige Herr Oberrabbincr so oft mit Nachdruck Wiederholte, wiederholen auch wir. Keine Macht der Erde wird eS vermögen, einen solchen Geist der Liebe. wie er bei diesem Feste in Lehre lind That sich lundgegeben. wieder zu verdränge». Wer lieben sann, lieb.״, wie der liebe Goik liebt, olle sein, Geschöpfe dcr ganze» Welt, ohne Unterschied des Glaubens und Standes, der freue sich mit uns recht herzlich dcS miterlebten schönrn Festes einer Cyna׳ gogkN-Eiuweiblinct. A. Berlin, 19. Dezember. Der Vorstand ist mil dem Ne« sullate der Rcpräi.utalilcilwohlen nicht znfricLeii. Dir ״Hlmmrlsstüemrr* find bloS in die Ncscrve gekommen, d. h. ne wurden bloS Stellver» treter, und nicht, wie der Vorstand erwartet hatte, Nepräsentanlen. Zu Repräsciitante» wurden noloriich gemäßigte Liberale g»,oäh!t. deren erste Aufgabe nun sein wird, dir Rabbiurrwabl wieder aiitzunehmru. — Drr in dcm nahe» Landsberg an dcr Warllie fungirkiide Nabbiuer Dr. Kirmperer bcrcitct, wir ich höre, die Herausgabe einer Predigt, sammlniig vor. Es ist dies die erste größere boiniletische Gabe, dir von einem Zöglinge LeS Breslauer Seminars geboten wird. DaS Buch soll dem Seminar gewidmet sein. Inland. §. Wien, 21. Dezember. Bei tcu Sonntag und Men'aa vorgrnommcne» Gtuitindewahlrn wurden nur 220 Wablzeitel aogegrben. von denen Herr Jos. Wrrtbcimrr als Bcilrcler 189. die Hrrern A. Cohn 143 i»1d W. Gnllmaun 136 Sliinmc» als Aeirülhe erhielten. Da nach de» Genirilidestalult» zur gilliaen Wahl dcr derivierte dcr Wähler wählen muß. ist die Wahl für «ngilllg erklärt und eine urue Wahl aiiberanuil worten. II. Pest, 22 Dczrinber. Dir von Ihren, Herr«?.-Korrr« svoiidenilli in Nr. 5l JdreS grschätzicn BlalirS gebrachte Noiiz. als ob der PeäieS uiiserrr Schiilscliton durch die hohe Slaiihallerei zum welilicheii Schulausicher criiannt worden wäec, erlaube ich mir dahin zu berichlige» . daß ei» solcher Erlaß bishcr noch nicht eistosse«. die Nachricht daher eine versrühir ist. Durch die bei Gclezciiheit der Trauungen üblichen Sammlungen unter den Aliwrsriidrn stnb im Lause dieses Jahres tu tie Gem.iiitrlasse 550 fl. riiigrlaufcii. wclchcii Betrag ter Spende des Heien Julius Wolsncr um 200 fl. vrrniehrik, »nv wnrtcn neulich 5 aeme Mädchen von diesen Geldern lull jc 150 fl. auSgestaitet. Am 14. d. als am Tage der Aulnusl Sr. Majcstäl, war die ganze Stabt festlich beleuchtet und schmiickion »nsor schönes Trmpelge« bände zwei stnnigr Transparente in hebräischer und uiigarischer Sprache. Am 18. wurde uusere NeligioiiSzemeiiide und d.׳r fzruclit.'i. ina• gyar egylet gefüUrt von ihren respeluve» Piästkenle». den Herrn Litnyi und Dr. Heinrich Poltak von Sr. Majestät riupsaiigen und zwar beide auf einmal, weil die Zahl der liultigeiile» und biiistellrndc» Kör« perschafieu io angrivachsen war, daß Sr. Erzrllrnz der Hrrr TavrruikuS sich veranlaßt sah, die btiten Prä stbeiiteil persönlich zu ersuchen, mit ihren Deputation,»! zu gleicher Zeit zur Audienz ,iiizuirete» . wrlchem unrrwarletrn Ansuchen man auch willfahrte. Ilm alliallstgcu Mißdru, tnngru vorzilbeilgen. harte man entgegen dem Beschlüsse des Ausschusses, wonach die Depulaliou bloS aus dem Vorstände hätte besteben sollen, auch Herrn Odtrradbinrr Mrisrl iu dirirlbe aiifgrnomiueu, und sprach derseblr auch gleich beim Einlrilte in den Audunzsaal reo etwaweit gehallene» »nd «iigebsthrlich anSged,l»11en SrgrnSi'pruch i» deiiischer Sprache, während der daun da- Wort «rgerisrud, Herr Lü»vi sriur Ansprache ungarisch hüll. was um so mrbr A»erkc»»»»g vrrdiciil. ol« hier die erste NeligionSgrineindr des Lautes flch zinu ersten Male der Landessprache bei der Huldigung bediente. — Se. Majestät, die in dem ersten Sprecher den drr Gemeind,, in dcm zweite» ad r de» des Magyar egylet zu srhrn yrrmrintr, richtete drnnoch sein» rrstr Erwidrrung au de» Verein: baß Er nämlich bi» Derbreiluug der «ogarische« Sprache und Literatur als ein heilsam,« Uuteriirhmrn und einen Derei» als gr» rignrtstt« Millel hierzu brlrachtr: drr Berlin möge auf dirsrw Weg, sorifahrru. Hierauf sich zu den Vrrlrrlern drr Gemeinde wendend. sagt, der Kaiser io deutscher Sprache, daß er von ihrer Loyalität überzeug» sei und daß sein, Regierung bemüht seiu werbe, den Israeliten eine, weiteren NechtSseeiS zu gewähren. Und hiermit war di, Deputation huldvoll entlass,n. — Die wrhr oder weniger enistellteu Nachrichten nuhrerer Wiener Blätter über diesen Empfang und die Angabe. als ob Se. Majestät vor koofeffio» nelleu Spaliungea gewarnt, oder speziell Herrn Oberrabbinrr augrspro« chrn Halle, ruibehreo aller Begründung, und kann ich dieiHben, da ich meine Nachrichten drr Aussage mrbrrrrr Ohreozengra rntnrhme, mit gutem Gewissen trotz allrr auSgestrrutcu Trlrgramme als eine verwerf» liche tendeiiziösr Parteilüg, erklären. > Brfremdenb. mußte rs jedoch für jede« Mitglied der Deputation sein, daß auf der osfizielleii Liste der zur Ancienz Angemelkrtrn ge. Heime Mächte dcu Herr», Oberrabbincr als Führer unserer Gewriudr erscheinen ließen! DeSprkm, 19. Dezember. Der friedliche Ausgleich mit »n« t'erm würllgcu Rabbiner ist leider bis zur Stunde noch nicht erfolgt. Unser Vorstand scheut, sich lridrr oichr, iu seiner Kündigung vom 24. v. M. gcradrz״ zu erklär,n. daß rin ״Rabbiner-Prediger nur zur Zierde dr» GotleSdiriislkbestimmt ist-, und daß dir Gemrindr. dir verarmt ist. dirscu ״Lurusriitbrhrru müsse!! Dir hiestgeu Vorgänge liefern tiiirii neuen Beweis, wir sehr unsere KuliuSaligeltgeohtitrn brr Nrgeluug bedürfen. ileber die Eulogic beim Anblicke regierender Fürsien. Brief eines orthodoxen Rabbiners an feinen Enke- (Aus dem Hcbräischeu übersetzt.) M'in grlikblcr Enkel Abraham! Wiewol mir lridrr das Schrei, den sehr schwer fällt, will ich Dir drnnoch Deiur Fragen braiiiworiru. da Du leicht in die Lag, kommen kannst, von meiner Belehrung pra?« tischen Gebrauch zi machen. 1. Die im Talmud (Drrach. 58, a) lind im Schnlchan Arnch (O- Cb. 224, 8) vorgcichrubene Acracha, welcher wir uns beim Au« blicke rcglcreiircr Häupter bedienen, braucht nicht laut ges prochrn zu we.drn. Aus Maimou'dcS kannst Du leicht erleben, daß die Eulogice» überhaupt Sache des HerzrUS sind, so daß die stille Audacht volllomme» genüg» (Berach 1, 7). Ich war im Jahre 1811 ans der Jrichiba mcinrS Gottseligen LrhrrrS, drS Gacu'S R. Mole« Sofrr, tesscil Bcrtlcnste uns beisteheii möge», und ich erinnere mich lebhaft, daß tie Talinudisteu und Jeichibaj Niger zu Preßburg die feaglichr Be« Nkdiltioii leise gesprochen haben. 2. Die Beracha spricht man nicht so oft man den Herrschee steht. Wäre dies der Fall, so hälten Nchemiah uud Mardechai, die den Königen po» Perste» nahe standen uud zu ihrer gewöhnlichen Nmge« b»»g gehöelcn. fast ulillilleibrcchtii btlielicircn müssen. In Wahrheit darf die Beracha »»r i» Zn׳>schc»rä»mel> von je dreißig Tagrn grsprochen werden (O- CH. 2l8, 3. Mag. Abr. 224, 3. GA. R. David b. Zimra's I. Nr. 296.: יש לו קצבה והוא עזר־ראה אותו אהת לשלשים יום). d. h. »achdem trrißig Tagt d'eginzrn, sciidcm man dcn Fürstri, zum letzlr» Male sah. 3. Wenn Du meiiist. mein grlirblrr Abrabam, baß rbillig und paffend sei. die hebräisch rrzirirtr Brracha auch iu eincr Urbrr« sctzullg zu wirderholk», so irrst Du sehr. Ucbrrstül'stge Berachoth müssen sorgfältig vermieden werdru. um de» Name» Goneuichl obnc zurci« dienten Grund zu wiedcrdoleii (Brr. 33. »). In drm vorlirgendro Falle wäre rinr Beracha ohne Zweifel überstüssia, indem eine derl'rl« bell, dir Uebersttzliiig ebenso, wie dabedräische Original, vollkommrn hiurricht. drr rrligiösr» Brepflichiung Genüge zu leisten, wir Du au« MaimouidrS lernen lamist (Ber. 1. 6) Alle« diemerke Dir genau, lirber Abraham. Den» durch die korrekte Anwendung der Benedikliouen gib» stch der Lcheistgelehrle zu crkruocn: מברכותיו של ארם 50 •״®1 אם תלמיד הנם הוא. »>. , . Urbrr tu Milwafrage grbe ich krinrMeioung ab, so lange m«e nicht der doriigr Nabbi»rr persönlich schrribk. Galt segne und beschütze Dick nach dem Wnusche Deine- Großvater« _ Bemerkung. An« Mangel an Raum mußten viele Artikel für die nächste Numnur zurücka-legt werden. Sjegedin» LrUistorrlag brr Nrbabllin. Leipzig, Lomwlsstons-Vtria, von Frans D1|m. Druck von Sigmund Burger in Szegrdi».