Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 52 (27.12.1865)
- Date
- 1865-12-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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M. 52c Achter IaljiMg. Jeden Mittwoch erscheint ein rrLrnunsrLtloiwxrsl« Ganzjährig 7 fl.,—4 Tblr. 20 Sgr., balbj. 3 fl. SO kr.. 2 Tblr. 10 Sgr., vierreij. 2 fl. oft. W. Eikyelno Nummern 15 kr. Man abouuirt bei allen Post» Lmtern u. Buchhandlungen de« Zn« und Auslande«. JtS. 52. Szegediir, Den 37. Dezember 1865. Mochenklatt für jüdifche Theofogie. Herausgeber und Redakteur L.D2«»L?»«l»L.W» 2LÖW, Oberrabbiner zu Szrgedin. Inserate find an die Redaktion in Sie gedin, an Herrn Ml!Hilft» in /ran&farl a. M. oder an Herrn.Ignaz LlillN« (kleine Ankergaffe Nr. 10) in Me» zu senden. Die Lspaltige Petitzeile wird mit 10 Nkr.—2 Sgr. berechne». Einladung zur Pränumeration auf den nennten Jalirgang deö LN PMMM״ lirorijcuOratt für iüötfrfjc (Ifjeofogic. Ml. öcfoiiücrm s)01niseiischen, didaktischen unD missenfrijaflfiffj-lftriniiöifrijc " > IVamnneralioiisbcdingni.s.se: Man präunmerirt bei allen Postämtern und bei allen soliden Buchhandlungen (in Wien bei Herren Herzfeld und Dauer, in Leipzig bei Herrn Franz Wagner.) Ganzjährig mit .8 fl.—5 Thlr. 10 Sgr. Halbjährig.4 fl.—2 Thlr. 20 Sgr. Vierteljährig.2 fl.—1 Thlr. 10 Sgr. für Rabbiner, Lehrer und Kantoren ist der Preis auf 6 fl. ö. W. ermäßiget. Die PränumerationSgcbühr wird franko eingesendct. Wer bis Ende Jäncr bei der Redaktion ganzjährig mit 8 fl. prännmerirt, erhält auf Verlangen den ersten oder zweiten Jahrgang deö ״Den Ehauauja" graatiS. Pränumerationögelder, Briefe und Pakete wolle man gefälligst akressircn an die Jelllllllioli des ]Ben 4A in Szegcdin. Die Ändienz des ]JcJIcr ist. Mlusgcmeinilcuorllanües und öcs ist. Ungar. Hereins ßci Sr. RaMl dem Kaiser am!8. Dezember 1865. Nach dem ״Magyar vilüg.“ Der Gemeindevorstand und die Repräsentanz deö isr. ung. Vereins machten Sr. Majestät gemeinschaftlich ihre Aufwartung. Diese Fusion wurde durch den TavernikuS, Baron Sennyey, bewerkstelliget, um die lange Reihe der Audienzen abznkürzen. Im Namen der Gemeinde sprach Herr Länyi in ungarischer Sprache, wie folgt: ״Ew. Majestät! An diesem feierlichen Tage, welchen sämmtliche Landeöbe« wohner als die Morgenröthe einer schönen und glücklichen Zukunft betrachten, wagen auch wir, die Vertreter der Pester israelitischen Kultuögemelnde, an den Stufen deS Throneö Ew. Majestät zu erscheinen, um unserer Huldigung und tiefsten Verehrung für die geheiligte Person Eurer Majestät und daS Allerhöchste Königshaus, sowie unserer glühenden Liebe zum Vaterlande Ausdruck zu geben. Der Himmel gebe, daß alle auS dieser Gelegenheit entspringenden Hoffnungeu in Erfüllung gehen mögen, und daS durch den weisen Willen Ew. Majestät zu vollziehende Werk daö Wohl und die Beglückung unseres Vaterlandes und der anderen, unter dem Szepter Ew. Majestät stehenden Länder vorbereite. ES lebe der König!" Hierauf ergriff Meise! daS Wort, um Se. Majestät in hebräischer und deutscher Sprache zu segnen. Daraus entstand eine kleine Verwirrung, indem Se. Majestät dem Präses Länyi in deutscher, dem Rabbiner Meise! in nngarischer Sprache antwortete. Die an Erstern gerichteten Worte lauteten ungefähr: ״Ich bin mit Ihrer Loyalität und Ihrer Haltung sehr zufrieden, und hoffe, daß Ihre bürgerliche Stellung auch in diescm Lande in kurzer Zeit eine günstigere und einen wei« lern Kreis einnehmende sein wird." Dem von Dr׳ Heinrich Pollak angeführten izraelita raagyar egylet ge, rubte Se. Majestät zu erwidern: ״Die Verbreitung der ungarischen Sprache und Literatur ist eiue schöne und edle Beschäftigung; ich ermuthige Sie, aus dieser schönen Bahn auch in Zukunft fortzn schreiten." So weit der ״Magyar vilag.“ Nach den Miltheilungen unserer Pester Korrespondenten ist die dankbare Freude über die huldreichen Antworten Sr. Majestät um so allgemeiner, als man unter dem ״weitern Kreise",-von welchem der erhabene Herrscher sprach, unter den vorwaltenden Umständen nichts Anderes, als die vollständige Emanzipatwn, zu ver, stehen geneigt ist. Der aufmunternde Zuspruch deö Monarchen an den ungarischen Verein kann nur von den heilsamsteu Wirkungen begleitet sein. Korrespondenz. Ausland. Von der Blies, 2. Dezember.*) Testern Abeud fand di» Einweihung einer neuen Synagoge in Neunkirchea statt. Diese« ge« schmackvolle Gebäule ehrt den srowmeu Sinn der kleinen jüdischen Srlueeiide und liefert den Beweis, welche große Opfer ein ungeheuchelter frommer Sinn zu bringen fähig ist und wie stark die Einigkeit mach». Es ׳chltr aber auch nicht an Anerkennung. Alle Einwohner Neunkircheo«, ohne Unterschied der Konfession, gaben ihre aufrichtige Thritnahm» au diesem hohen Feste auf dir erfreulichste und hnmaustr Weise zu erkeuneu. Der ganz» Ort war festlich geschmückt. Alke Häuser warrn *) Wiewol wir über dir in Rede stehende Einweihung in^krTAl' einen Originalbericht gebracht haben, glauben wir dennoch, den vorlirgeudru, der ״St. Zohanner Zeitung" eutuommeoea Bericht unfern.Lr<> fern mitthrilen zu müssen, da derselbe au« der Feder «i׳ «Christen &»«׳;-.׳ stoffen ifl. \ {R»l.י:.־•* 93