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Ben Chananja · 1865-12-20 · 51 (20.12.1865) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
51 (20.12.1865)
Date
1865-12-20
Page
– (sequence 8)
Language
German
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917 918 Sooarfchein bat fich hi» viel« Freunde erworbeu. Daß die Rabbiner von Pest und Sltosea zur kaiserlichen Tafel gezogen worden, hat avch bier freudig, Sensation bervorgerufen. Dr. Irstioek'« Predigten werden io den russischen Rabbinerschulen in» Russische übersetzt. Herr Ignaz Deutsch hat gegen den Redakteur der Dörsenzeitung, Herrn Alerauder Scharf, einen Jojurirvprozrß anhängig gewacht. $. Wien, 14. Dezember. Wie alljährlich betheilte auch die»« mal der hiefige Tberefleukreuzerverein einen großen Theil der armen .linder mit KleidungSflückro. Am ersten Chanukatag, nämlich wurden vom genannten Vereine, nachdem Herr Prediger Dr. Zellioek eine Pas» sende Ansprache gehalten. 500 arme Kinder mit Winterkleidern beschenkt. — Dir VorstandSwabl findet am 16. und 17. d. M. statt. Wien, 17. Dezember. Dr. Güdemanu hat sein Anmeidu״g«, gesuch zurückgeavmwrn, er wird mithin keine Probepredigt halten. Der nächste Probeprediger ist Dr. Nnger au« Izlan.?. Pest, 27. Dezember. Daß der Präses unserer Schulsektioo, Herr Philipp Holitscher, von dem k. Stalthaltereirathe zum weltlir eben Schulaufseher ernannt wurde, werden Sir au« den Zeitungen ersehen haben. Dir Zuziehung der Rabbinen Meise! und Hirsch zur kai» serlichen Tafel wurde mit freudiger Dankbarkeit ausgenommen. und scheint Ihr Wiener Korrespondent über die Intention der Regierung i.: Betreff der Juden genau unterrichtet gewesen zu sein. Don dem viel» verdieutru Ünossy (Bleuer).kist eine freie, sehr vortreffliche ungarische Uebcrsetznog von Leffing'S .die Juden" berauSqegebcn worden (Bei K. Osterlamm). Die vollkommen gelnngcne ungarische Uebcrsrtzung der Mohl'schen EiichNopäbie der politischen Wissenschaften von Tobia« Söw ist dieser Tage bei Hekenast etschienen. T. Pest, 17. Dezember. (Sestern Abends hielt Herr A. Väm» v6ro. Prof.ffer der orientalischen Sprachen an der hiefigeu Nniverfilät ׳n dem ״Irraelita magyar egylet“ einen freien Vortrag über die Zu» den in Asten, namentlich in Persten und in der Türkei. Da- Publikum strömte so srbr herbei, daß viele in die Lokalität nicht kommen konnten. Bei dieser Gelegenheit trafen auch mehrere ehrenwerthe hochgestellt e Gäste ein: so bemerkten wir die Herren Grafen Pnlffy. Knnn, K. Lazar. Statthaltercirath HavaS und Andere. Der höchst populäre und uuterhalirndr Vortrag befriedigte die AlUksenden so sehr, daß dieselben zum Schluffe in ein anballcndcS Eljen auSbracken. Daß Ihr geschätzter?-Korrespondent in der letzten Nummer des ״B. Eb." de» Morzlunvi und seines Programmes erwähnte. fand hier allgemeinen Beisast. denn Herr Mcrzsäuyi ibut, als wäre er ein bekannter ungar ischer Schriftsteller und kann ich Ihnen versichern, daß er hier in keinem Kreise gekavu« ist und daher auch von keinem Blatte erwähnt wurde. Nicht nur der Vorstand »»lerer Gemeinde, auch der ״Izr. magyar cgvlet* wird morgen Vormittags (am 16.) daS Glück haben. durch eine aus 14 Milglierer» bestehende Deputation bei Sr. Majestät vor» gestellt zu werden. Der Vorstand wird von Herr» Länyi, der Egyfot von Herrn Dr. H. Pol lat angeführt. 58׳ SzegedlN, 18. Dezember. Für die Armen in Jerusalem spendet» Herr Zündhölzcheufabrlkant Nenbauer von hier 8 fl. ö. W. ff. 6. Unghväk, rm Dezember. Die Kunde von der zu Nagy« Mihälv abgebaltenen Radbiaerversammlung und deren obskuratistischeu Tendenzen hat hier allgemrrnr Indignation hervorgerusen. Wenn dir verbreiteten Gerüchte nicht grundlos find, werden sich dir Gemeinden des nördlichen Ungarns ausraffen. um ihre leider verblendeten Seelen» birtra aus eine kräftige Weise zu deSavouiren. Der hiesige Rabbiner fiebt ohne Zweifel ein. daß er in der Seminarfrage zu weit gegangen ist. Tr wird sich also wol hüten, abermals mit den Fanatiker» gemein» lame Sache zu machen. H. Uno» Kankzfa, im Dezember. Für unsere Brüder in Jerusalem wird auch io unl'rrer Gemeinde, und zwar seit Jahren ge» spendet. Neber die Bersendung und Verwendung der milden Gaben l-errscht ober e'.n undurchbrii'altche« Gehrimniß. Zwar sage» auch wir Lzegedr», Srldlivrrtabrr Nrdalrtlo». beim 8u«gaug» eine« jede» Eabbalhr« ליהירים היחה; da« Dunkel. welche« di, Ierusalem-Speoden umbüstr, wird aber trotzdem nicht gelichtet. Diesteicht wird diese -Bemerkung so glücklich sei,, uo« Aufklärung zu verschaffe». M- H. M. Dnfärhely» iw Dez. GkMtiufioa. dieser KLrlst« Motor zur gedeihlichen Entwicklung e!oe« Gemeiudeweseu«, gibt fich auch unter un« bei vielen Gelegenheiten kund. So wurde in ueuefier Zeit hier angeregt, daß e« Noth «hue. für unsere Synagoge noch ei»!ס״ו aozuschaffeo. und siebe, in wenigen Tagen waren zweihundert Gulden btisamwen. welche zu diesem heiligen Zweck, mehr als hiurei« chend find. Hierbei stebt der Betrag von sünfzig Gulden de« hierorts geborneo. nunmrhr in Pest domtzilirende» Herrn S. Pollitzer obenan. Nicht minder verdienen die Spenden von einhundert Gulden unsere« wackeren Vorsteher«, de» Herrn H. L. lljhelyi, zur Einfriedung de« Got« teSacker« und zwanzig Gulden zur Anschaffung von Fußbekleidung für arme Schulkinder dr« Herrn H. Spitzer erwähn« zu werden. Der Dcrlbeil von der Einstestung der Schulgelder und Einführung eiuer Steuer, gibt sich hier auch dadurch zu erkinnrn. daß die Ellern nicht säumen, ihre ungern Kinder der Schule zuzusühren. sich aber auch nicht beeileo. die altern au« derselben zu nehmen, wodurch allenfall« für diese der genoffeue Unterricht eine nachhaltigere Wirkung erzielt. Jedoch stellt fich wieder der Nachtheil heraus, daß die Räumlilykeiten der Schul» zimmer zu klriu sind, ein Lehrer den andern drängt und deshalb Schüler, aus dev untern Klaffen in die ober» ״.sgcnommen werden müssen, welche für diele noch nicht gehörig vorbereitet sind, wodurch ein durch» greifend abgerundeter Unterricht kaum zu erziele» ist. Mögen der Gemrinde die Mittel geboten werden, auch diesem Uebel abhelfen z» können. Wir gestatten »ns. hier zu dem eine vielseitige Belesenheit dekündenden Beitrag des Herrn BezirkSrabbinei'S A Stern in Nr. 45 . d. Bl. ״über die Namen der Juden" eine kleine Bemerkung anzusügen. Der Name Süßkind figurirt in unseren Svnagogen als AIrrander; eine Analogie zu beiden Namen ist etwa« schwer aufzufinden. Wir glauben, der ursprüngliche Name dürste SiegeSkiud. wie Siegsried. Sigu.U׳:d gewesen sein, mit der Zeit aber wurde dag elitirt. Bietet auch so der deutsche Ausdruck seine treue Derfion zu dem nXttv nvrtQ, wora״S der Name Alerander komponirt ist, eine Analogie wäre doch wol aufjusinden und der Name in die Abthcilung b des Herrn Stern einzureihen. ß. Prag, 17. Dezember. Zur Freud unserer ganzen Gemeinde ist unser gewesener Gemeinberkpräieniauz-PräieS. Herr Ernst Wehlt, von Sr. Majestät dem Kaiser mit dem goldenen Verdlenstkreuze mit der Krone geschmückt worden. Möge sich der edle. allgemein verehrte und geliebte Greis noch eine lange Reibe von Jahre» der ihm zu Tbeil gewordenen Auszeichnung ersreuen. (ein Wunsch, in welchen der Red. d. Bl. aus vollem Herzen eiiistiwmr). Zloczow, im Dezember. In der hiesigen Gemeinde hat sich unter dem Namen Rodest Zedck ein Unlerstützuugsvereiu gebildet, der allgemeine Tberlnahme findet »nt der eine sehr gedeihliche Wirksamkeit erwarten läßt. (J- An.) Für den veiiinglsickie» Lehrer Leopold Stern ipendeteni Uebertrag von Nr. 50: 27 fl. Herr Hermann Brill» Sprachmeister in Siegeln» 1 fl.; der Lehrkörper der isr. Mnsterschule in Pest 3 fl. Zusammen 31 fl. ö. W. — Die Spenden werden bei der Redaktion nur di« Ende Dezember angenommen. Bemerkungen. Herrn KreiSrabdtner WieSuer. Herzlichen Dank. Aste» erscheint in Nr. 1 und 2. An di, 243 in Pest. Wenn drei au« Ihrer Mitte mir ihre Namen nennen, biu ich bereit, von dem wir zuqesaodteo Briese Ge, brauch zu machen k-Ä"' Die P. T. Herren Abonnenten. werden höstichst ersucht, die etwaigen Rückstände vom verstossenen Jahre bei Lrnrurrung der prännmeration eilynsenden. Leipzig, Üowmislious-Vrrlag von Franz wag 1er. Druck von Sigmund Burger in Szrgedin.

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