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Ben Chananja · 1865-12-06 · 49 (6.12.1865) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
49 (6.12.1865)
Date
1865-12-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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M 40. Ächter Jahrgang. Jeden Mittwoch erscheint ei» PrinnmeratioiispMiK Ganzjährig 7 fL,=4 Thlr. 20 Sgr.. balbj.Zfl. 50 kr.. 2 Thlr. 10 Sgr.. vierteil. 2 fl. öft. W. Einzelne Nummern 15 kr. Man abonoirt bei allen Post« äwtern n. Duchhoublungkn dr« 5nnnd Auslände». HilÜLäMA AN krLMMA'Mon auf den neunten Jahrgang deS Wenn eS die Aufgabe eines jourralistischen Organö ist, ein treuer Spiegel derjenigen Zustände, Vorkommnisse und Bestrebungen zu sein, welche in daö von ihm verkre׳ lene Wissens- und Lebenögebict gehören^ so hat ״Ben Chananja" auch in diesem Jahre sein Möglichstes gethan, um seine Aufgabe vollständig zu lösen. In Bezug auf die einheimischen Angelegenheiten war eS ihm gegönnt, sein» Leser mit Verhandlungen nnd Dokumenten bekannt zu machen, welche eine bureaukratische Gehcimthuerei der öffentli« chcn Kenntniß und Besprechung zu entziehen beabsichtigte. Durch die wohlwollende Unterstützung seiner entfernten Freunde war er auch in diesem Jahre in der angenehmen Lage, dem Entwicklungsgänge der jüdischen Angelegenheiten im AuSlande ebenfalls von Schrill zu Schritt folgen zu können. Von der nunmehr bereits großartigen Wirksamkeit der Herrlichen Alliance israelite universelle brachte er seinen Lesern schnelle und zuverlässige Kunde. Den von dem allgemeinsten Interesse begleiteten, herzerhebenven Jahresbericht dieses in Israel seines Gleichen suchenden Vereins erhielten seine Leser zu derselben Zeit, als der französische Originalbericht von Paris versendet wurde. Auch über die Gründung deS Vereins für jüdische Interessen in Frank« furt am Main brachte ״Ben Chananja" prompte und authentische Mittheilungen eines hervorragenden BereinS- Mitgliedes. Wenn eö ferner die Aufgabe einezeitschriftlichen OrgauS ist, für die von demselben befolgte Richtung mit Sachkenntniß, Umsicht und Ausdauer einzustehen: ko wird wol jeder Billigdenkende dem ״Ben Chananja" baS Zeugiß ge« beu, daß derselbe auch iu diesem Jahre seine ganze Kraft aufgeboteu hat, um seiner Aufgabe nach Außen und Innen Genüge zu leisten. So schmerzlich auch die Veranlassung dazu war. so mußte eS ihm koch zur lohnenden Genugthuung gereichen, daß daS Dertraueu der gebildeten Juden iu Serbien und den Donau fürsten thümern ihm daS Geschäft übertrug, gegen die Vorurtheile uud falschen Beschuldigungen anzukämpfen, welche in der Tageöpresse jener Länder auf eine so grelle Weise hervortrateu. In Ansehuug der inneren Fragen und Zustände mag ״Ben Cha- 5zegM, Sen 8. Dezember 1865. Äoserate find an die Redaktion 1■ 6|f«׳ gtdi», an Here» ßllt ist Xtaa&futl t. M. oder a» Herr» .Ig»gz JSta8ner (kleine Allkergaffe Ne. 10) in Me» zu sende». Die üspalttge Petitzeilr wird mit lONkr —2 Sgr. beeechuet. nanja" in diesem Jahre gewagt haben, etwas rascher der Lichtsäule deS Fortschrittes zu folgen, da mau aus dem der Wolkensäule der Reaktion folgendem Lager mit gar so uagezügelter Wuth über ihn Hersiel. Ich konnte dieser Wuth nur mit Ironie eutgegentrcten. Manche hielten sich berechtiget, mich mit vornehmer Miene zu Hofmeistern. Ich. sage mit Hitzig: ״Widerspruch von dem anzunehmen, dessen Ur- Heber die Gedanken, über welche er den Stab bricht, auch selber haben konnte, oder sie gleichfalls einmal gefaßt und verworfen hat, wird mir immer der höchsten Beachtung werth sein." Hieraus ist leicht erklärlich, weshalb mir der bisher erfahrene Widerspruch nicht eben der höchsten' Beachtung werth schien. ES fehlte auch an solchen nicht, die mir über gewisse, mir sehr wichtig scheinende Fragen ein bescheidenes Stillschweigen gr bieten wollten. Ueber diese Unduldsamkeit muß ich mich wirklich wundern. Auf dem weiten Felde der jüdisch-theologischen Wissenschaft wählt sich jeder den Kreis für seine Thärigkeit, und Niemand har daS Recht, ihm das Won zu entziehen. Ich sage bieS ein für allemal. Der gegenwärtige Jahrgang deS ״Ben Chananja" beweist, daß ich nutzloser Polemik sorgfältig auö dem Wege gehe. ״Ben Chananja" wird auch im lreuttten Jahre seiner Wanderschaft seiner Tendenz treu bleiben. Er wird fortfahren, der Wahrheit und Religion, der Wissenschaft und dem Gcmeinsinne, der Lehre und Ehre deS JudenthumS dienstlich und förderlich zu sein. Seine gelehrteu und edlen Mitarbeite! werden fortfahren, ihn in diesem Streben thalkräftig und uneigennützig zu unterstützen. Um den verschiedenen Bedürfnissen uud Anforderungeu Rechnung zu tragen, wird ״Beu Chauanja" von . Monat zu Monat eine hMtelislHeunil ilidnklijcheLeiklge und von Zeit zu Zeit eine von dem wissenschaftlich-talmudischeu Vereine ausgehende, der talmudischeu AlterthumSkuude gewidmete Beilage bringea. ״Des Chanauja" rechnet mit Zuversicht auf die Unterstützung aller Freunde einer Kräftigung uud gesuudeu Entwicklung deS JudenthumS und der jüdischen- Theologie: ״Lasset uuS muthig ei usteheu für unser Volk und für die Stätten unseres Gottes; der Ewige aber th,ue^ waS ihm gefällt!" (2 Sam. 10, 12.) \ Pränumerationsbedingülsse 1 (״ Mau pränumerirt bei allen Postämteru und bei MHc > soliden Buchhandlungen (tu Leipzig bet׳ Herrn Wagner.) Mochenklalt für Mische Theologie. Herausgeber uud Redakteur: Oberrabbiner zu Ezegedi».

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