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Ben Chananja · 1865-11-15 · 46 (15.11.1865) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
46 (15.11.1865)
Date
1865-11-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Bevor die» nach laug»» Verhandlungen geschah, wurde die Se- Dtlnde befragt, ob sie nicht iu der Lage «Lre» aus Lokalwittelu sowol di» Errichtung eines Schulgedäudes als auch die Verbesserung der Leb» «rgeholte zu bestreiten. Es wurde nu« riur Tagsatzuug zu diesem Zwecke auberauwt und hier erst käme» dir wunderlichsten Plänr zum Vorschein. Endlich eiaigteu fich Grweiodevorstaod und Ausschuß als Stimmführer ,ine» ihn«» blind folgenden Troß«» sehr verschiedenen Gelichter« dahin» daß man, um zum Ziele der so lange gewünschten Auflösung der Schule zu g,laugen, indirekt wirken müsse, und sie erklärten zu Protokoll, daß eine Aufbesserung der Lehrergehaltr*) uunöthig, ebenso die Errichtung eines eigenen Schulgebäudes eine Lurussache sei. Am besten wäre, den größte» Thril des bestehenden jüdischen Schnlfoodr« der christliche» Schule zum Zwecke der Errichtung einer Uuterrralschule zu widmen, damit die jüdische Jugend eine höhere Ausbildung erlangen könnte und damit endlich die südische Jugend von der christlichen nicht separirt werde. Wahrlich nicht schlecht ouSgedacht! Nur schade, daß deren Kaf« tan» nicht lang genug waren, um den hervorschauenden Pferdesuß zu bedecken. Nun wurden unter Trommrlichlag die Gemeindeglirder zusam« mengetromwelt, denen die erwähuten Stimmführer durch den Schäme« sagen ließen. daß es fich um Auslösung der Schule handle. Jeder Ua« terschreibende war überzeugt, daß er durch sein Handzeichen da« Tode«- urtbeil unterschreibe und dir Tage der Schäle gezählt seien. Nun gab r« von Seite der Schulfreunde und der Schulaufsicht wiederum Proteste, so Laß dieser Alt gegenwärtig eine« ziemlich großen Umfange« fich er« freut und wenigsten« dem thätigen SchulaufstchlSmitgliede zur Freude bienen kan» . daß dessen anfänglich etwa« miserable Geburt zu einem telribtev Akte heangewachsen, der rin gravitätische« Aussehen hat. Ref., die Mißerfolge de« erwähnten Subvrntlonögesuche«, weil auf keiner reelle״ Grundlage baflrt, vorausseheud» griff die Sache der Erhöhung der Lehrergehaltr mit eigener Hand an und überreichte bei Gelegenheit der Durchreise Sr. Erzellenz Le« gegenwärtigen Statthal«! lers v. Paumgarteu iw Monate Mai 1665 ein Präfidialgesuch um ■ Verbesserung der Lehrergehaltr durch Unterstützung au« dem ilr. Nor« walschulfonce. dasselbe auch mündlich durch Schilderung de« Schulz,»« stnndeS iinterstützrnd. Sc Erzellenz nahm diese« Gesuch huldvoll ent» gegen, gehörige Berücksichtigung desselben vccspiechend. Se. Erzelleoz ") dielt auch wirklich männlich Won. denn mittelst hohem Siallha'.lerei« Erlaß vom 22. S.ptcmdcr l. I. wurde eine jährliche. S1tbve1!ncu für dloS zwei Lehrer ans dir Dauer von drei Jahren bewilligt. Wir sprechen hiermit ollen dcujenigen. die zur Gewährung der gedachten Unterstützung deigerrauen, unfern iiesgefühUru Dank au«. Besonder« aber fühlen wir uns vervstichtet. unserm sehr geekrle» Herr» BezirkSvorsteher I. Glütlhorn als Obcraufsrher uuserer Schule, für die berselbrn und dem daran wirkenden Lehrversouale bewiesene Aufmerksamkeit und vä» terliche Sorgfalt unseren aufrichtigen Dank abzustallen. Der Eifer des» selben wird gewiß an maßgebender Slelle dir gehörige Würdigung finden. Neh. Lande«. Die Labbathgesellschast. ***) . v. M. H. Unter den periodischen Schriften, dir ich Ihnen vorzulegen habe, ist da« in Wien von Naflhati Keller (ged. 25. Jäner 1824) hrrausgegebkne hedr. Jahrburch da« bedeutendste. Der treffliche Herausgeber ist im vergangene» Sommer, bevor der 2. Jhrg. die Presse verließ, zu den Rudeuden im Grade biuabgcstlrgcn. eine hilflose Fa. milie zurücklaffend. Dir als Forscher und Schriftsteller vortheilhaft de« kannten Lehrer am Wiener Belh ha«Midrasch. Friedman» und Weiß haben zu Gunsten der Keller'schcn Hinlerbliedene» die Fortsetzung der Herausgabe des Jahrbuches übernommen, und dasselbe verdient schon in dieser Rücksicht warme Unterstützung. worauf r« aber auch seioem Inhalte nach gegründeten Allspruch bat. *) Dir höchste Gehaltstufe beträgt nämlich 315 fl. ö. W., dir kleinste 160 fl. ö. W. Wahrlich hinreichend zum Berhungera. es müßte sonst irgend ei» Zaddik Wunder wirken! Wenn nur die Lehrer eine Wallfahrt zum Heiligru in Zyd unternehmen wollten, damit er ihre» Gehalt segne, r« würde ihnen gewiß so, wie Nachum Gamsu mit der Erde, ergehen. Leider hak diese« bei den ketzerischen Lehrern aus Erfolg!fine Ausstcht; denn sie wollen dir Stiefel nicht damit abstrapazirreu, sondern selbe zu etwa« Besserem aufdewahrrn. *״) Ref. üorrsandte Sr. Erzellenz dem Herrn Statthalter für dir gewährte Subvention im Namen de« Schulprrsonals eine schriftliche Dankadresse. 1׳ ' *••) ■5. oben Nr. 27 Der vorkirgeudr Jahrgang bringt die Fortsetzung der Ekerbekagr von Sal. Stern**) (IX-XV). woran fich ein Nrkrolog auf Keller von De. Letteri« schließ«. De. Jellioek nimmt die Pikvuliftrn k» Polen gegen die ihnen gemachten Vorwürfe mit Recht io Schutz. da ste über ihre deutschen Genossen in Gründlichkeit und Scharsfloo bedeut,ab bervorragen, und gibt einigejpilaule Auszüge au« älteren Werken (1—19). De. Letteri« liefert einen Beitrag zur Geschichir drr hebr. Druckerei io Wien (20—38); uw letztere ha» er fich selbst vielfältige Veedirust» erworben. Herr Rabbiner Oppenheim verwehrt dir Erklärungen drß dunkeln פ1שת Berach. 4.4.: »die Darlegung der Reisenden!* Viel Treffliche« sagt Herr I. H. Weiß über wissenschaftliche« Talmud» studivm (46—58). und Reifmaun über de» Midrasch Tanna drbe Elizjohu (59—65) und die Synagogen der tatmudifcheaZeit (66—71). Da« babylonische Eril und dir Rückkehr ou« demielden bespricht Mt» se« (71—78), die Geschichte riner Proselyteofamilir Löwysohn (78— 88). Drr Zeitgeschichte gewidmet find Keller'« Nekrologe auf Mann« beim er, Pinsler und Jakob Levl. Jos. Schwarz. Das. Sa« son uud Jakob Kern (69—129). Hierauf folgt eine Apologie talmu« bischer Aussprüche vou Heil Pr in (130-116), eine Hypothese über Ps. 80. 81. von Friedmann (146 —149), «in Rückblick auf da« ab« gelaufene Jahr vou Gorvon (149—175). eine Besprechung der neue« sten hebr. Literaturerzeugniffe von Keller (175—178), Radd. Horo« Witz' Gebet bei dem Letcheubegängniffe Mannheimer- (168—199). Aeltere uud neuere poetische Studien und eine Novelle von Keller ma« chen den Beschluß (199—243). Audem reichen Inhalte ersehen Sir. daß ba« Jahrbuch würdig ist. iu der Bibliothek eine« jeden Freunde« der hebr. Literatur rineu Platz riuzunehmeu. (Schluß folgt.) *') Hr. St. nennt s. Abh. nach Raschi Jebam 122, ». 1גלא 1אמו1אי. Der Ausdruck 1נלי bleibt nach dieser Elklärung unerklärt. Aus killen» Zitate Schorr'S aus Meiri he Chat»» 6. 66. Anm. ist ersichtlich, daß die bezügliche Feier im Adar und Elul. alt'o vor den Regalim staltfand. Für Sterbetage ist daher der Ausdruck-nicht glücklich gewählt. Mil dem Aufschlüsse über die Seelellgedächtnißfeier kam Herr St. zu spät. Ausführlicher sprich! daeüber Ben Ehauanja H. S. 564. Anm. 56. s. oben S. 800. Inserate. Vjelwe 1׳ ke mit 4 — 36 Stücken, worunter Prachlwerkc mit Glockenivirl. Trow« mel unv Glockenspiel, mir Flötenspiel. mit Himmrtsstimweu. mit Mandoliiien; ferner: mit 2—12 Stücke», Necessairen, Zigarrentcmpel, Photographie- Album«, Schreldzeage n»b SchwcizerhäuSchen mit Musik, alles fein geichiiitzt ober gemalt; Puppen in Schweizerlrachl mit Musik, loiizcnb, stets das Neueste empfiehl« a3 .־ac. Voller iu Bern. — Franco. — Defekte Werkt oder Dosen werden reparirt. Diese Werke, die mit ihren tieblichea Tönen zedes Gemüth erheitern, sollten in keinem Salon unv au keinem Keankendette fehlen. (1 — 3) f ü r ש* ב ת und חנוכה• Dir U1llezeichl1c,en rmpfeblru ,hrr für alle Sorten Mineralöle ringerichtkten 121D Lampen mit ,1212 in Goldschrift, in feiner und ordinärer Ausstattung. שבת Lampen in Messing uud Brooce mit btei di« srch« Flammen. Muster stehen gegen Nachnahme zu Dleosten. Wiedervrrkäufee,, erhalten Rabatt. . , , , - Breiten, im Großherzogthumr Baden. 6. LontollmMor & Comp. Tzegedin, Srldüvrrla- )er Nr-akklo». Leipzig, , Lomwillioav-Vrrlag von Franz Da-,er. Druck vou Sigmund Burger in Szegedin.

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